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Wichtig für den sozialen Zusammenhalt
11.01.2019 - 06:40 Uhr
Bühl (jo) - Die Besucher im proppenvollen Saal des Bürgerhauses Neuer Markt applaudierten kräftig und lang. Der starke Beifall galt der Bühler Tafel und spiegelte die große Wertschätzung der Bevölkerung für die soziale Arbeit dieser Organisation wider. "Sie leisten mit ihrem Einsatz einen Beitrag dazu, dass Menschen aus Bühl und der Region, die finanziell am Rande der Gesellschaft leben, ihre Lebenssituation stabilisieren können", sprach OB Hubert Schnurr seinen Dank aus und bekräftigte, die Tätigkeit sei "ungemein wichtig".

Das Stadtoberhaupt rückte den Einsatz der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in den Mittelpunkt des zweiten Teils seiner Neujahrsrede. "Jede Stadt und jede Gemeinde werde von unterschiedlichen Faktoren geprägt. Aber einer der wichtigsten dabei ist ganz sicher der soziale Zusammenhalt", führte der OB aus.

Atmosphäre und soziales Klima würden "ganz entscheidend" von zwei Fragen bestimmt: "Wie gehen die Menschen in unserer Stadt miteinander um? Wie kümmert sich die Stadtgesellschaft um diejenigen, denen es nicht so gut geht?" Er sei sehr froh, "dass wir in unserer Stadt eine große Zahl von Bürgerinnen und Bürgern haben, die sich im sozialen Sinne für andere Menschen einsetzen. Und dazu gehören zweifellos auch die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bühler Tafel."

Schnurr erinnerte, dass die Idee und die Initiative zur Gründung der Tafel vor etwas mehr als zehn Jahren von einer Gruppe engagierter Menschen ausgegangen sei, die tatkräftig vom damaligen OB Hans Striebel und der Stadtverwaltung unterstützt wurden. Die Vereinsgründung erfolgte am 4. Juli 2008 im Friedrichsbau. Der damalige Stadtrat Oswald Grißtede übernahm für die ersten vier Jahre den Vorsitz. "Alle Gründungsmitglieder und die Stadt legten sich in der Folge mächtig ins Zeug, so dass schon im März 2009 die Bühler Tafel eröffnet wurde", blendete Schnurr zurück. Die Stadt habe das Projekt in der Bühlertalstraße mit einer Anschubfinanzierung für die Ladeneinrichtung und einer Übernahme der Mietkosten im ersten Jahr unterstützt.

"Noch wichtiger als die Ladeneinrichtung waren die Menschen, die bereit waren, von Anfang an, Zeit und Energie einzusetzen, um den tagtäglichen Betrieb der Tafel zu garantieren", sprach Schnurr von einer "großen Aufgabe". Vielen sei gar nicht bewusst, welche Arbeit dahinterstecke. "Jede Woche werden in der Tafel viele Zentner Lebensmittel gerettet. Sie werden transportiert, sortiert, geputzt, gepackt und im Tafelladen zu fairen Preisen an den Mann beziehungsweise die Frau gebracht." Hinzu komme die Verwaltungsarbeit im Hintergrund mit Kassenführung, Buchhaltung und Personalwesen. Zudem "auch so wichtige Dinge wie die Überprüfung der Einhaltung von Hygienevorschriften".

Ganz wichtig sei auch die Kontaktpflege zu den Unternehmen, die Lebensmittel spenden. Außerdem gelte es, die Kundenausweise für die Einkaufsberechtigen auszustellen. "Das ist nur ein Teil der geleisteten Arbeit, für die es jede Woche eine Schar von 50 bis 70 Ehrenamtlichen braucht, um den Betrieb des Tafelladens aufrechtzuhalten."

Schnurr kam auch auf die Krise in jüngster Zeit zu sprechen: "Umso erfreulicher ist es, dass der weitaus größte Teil von Ihnen auch zu jenem Zeitpunkt dem Tafelladen die Treue hielt, als er vor einem Jahr durch die Veruntreuung von Geldern in schweres Fahrwasser geriet."

Anschließend rief der OB die Tafel-Mannschaft auf die Bühne (siehe "Zum Thema") und zeigte sich gerührt: "Wenn ich hier so viele Menschen stehen sehe, die sich großartig ehrenamtlich engagieren, erfüllt das mich mit Stolz."

Einen schwungvollen Rahmen verlieh dem gesellschaftlichen Ereignis das Lehrerensemble der Schule für Musik und darstellende Kunst, dirigiert vom neuen Leiter der städtischen Einrichtung, Bernhard Löffler. Die Pädagogen spannten einen Bogen bekannter, vor allem aus Österreich stammender Klassiker vom Marsch "Wien bleibt Wien" über die Opernball-Polonaise, die Tanzpolka "Leichtes Blut" und einen mexikanischen Salonwalzer bis zum Radetzky-Marsch. Das Badnerlied blieb diesmal außen vor. Für die Musiker gab's Weinpräsente; für Silke Rönspies, seit Jahren als Gebärdendolmetscherin im Einsatz, einen Blumenstrauß.

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