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Das Feuerwerk zur Hochzeit ist ab sofort gestrichen
Das Feuerwerk zur Hochzeit ist ab sofort gestrichen
24.01.2019 - 00:00 Uhr
Bühl (sie) - Als Höhepunkt eines rauschenden Fests jagt die Hochzeitsgesellschaft Raketen in die Luft, zum 50. Geburtstag von Onkel Heinz explodieren bunte Lichter am Himmel: Das soll es in Bühl in Zukunft nicht mehr geben. Wer außerhalb von Silvester und Neujahr privat ein Feuerwerk abfackeln möchte, konnte sich dafür bislang eine Genehmigung von der Stadt einholen. Ab sofort wird diese grundsätzlich nicht mehr erteilt.

"Es gab immer wieder Beschwerden", nennt Ordnungsamtsleiter Andreas Bohnert einen Grund. Darüber hinaus stehe die Stadt Bühl mit diesem Vorgehen nicht allein da. "Wir passen uns der Praxis der umliegenden Kommunen an", erklärt er. So seien für den Bereich Ottersweier, für den die Bühler Verwaltung in diesem Punkt ebenfalls zuständig ist, auf Wunsch der Nachbargemeinde schon seit Jahren keine Genehmigungen mehr erteilt worden.

Allerdings seien gerade Feuerwerke, die zu später Stunde gezündet wurden und über die es dann Beschwerden gab, auch in der Vergangenheit häufig illegal gewesen. "Meistens waren diese nächtlichen Überraschungen nicht genehmigt", sagt Bohnert. Er setze aber darauf, dass die Bevölkerung durch die neue Strategie sensibilisiert werde. Darüber hinaus würden Ordnungsamt und Polizei auch verstärkt ein Auge auf das Thema haben. Verstöße können teuer werden. Das Bußgeld liegt bei 100 Euro, kann sich je nach Größe des Feuerwerks aber noch deutlich erhöhen.

Bislang war es unkompliziert, sich eine Genehmigung einzuholen. Wenn die Rahmendaten wie Uhrzeit und Dauer gepasst haben, gab das Ordnungsamt in der Regel grünes Licht - gegen eine Bearbeitungsgebühr von 35 Euro.

Eine Ausnahme war allerdings das vergangene Jahr. 2018 standen zehn Genehmigungen ganze 25 Ablehnungen gegenüber. Diese waren laut Bohnert aber der extremen Trockenheit geschuldet. Wegen Brandgefahr durfte wochenlang überhaupt nicht geböllert werden.

Wer bei besonderen Anlässen partout nicht auf die Knallerei verzichten möchte, dem bleibt künftig noch eine Möglichkeit. Diese ist allerdings kostspielig. Er muss einen professionellen Feuerwerker engagieren. Diese haben für ihr Spektakel eine allgemeine Erlaubnis und müssen es bei der Stadt damit lediglich anzeigen. Die Kosten dafür dürften allerdings das Budget einer normalen Hochzeits- oder Geburtstagsfeier deutlich übersteigen. "Und dann ist trotzdem noch die Frage, ob das denn wirklich notwendig ist", gibt Bohnert zu bedenken. Wer Fragen zu dem Thema hat, kann sich im Ordnungsamt an Daniela Steurer wenden. Sie ist erreichbar unter (0 72 23) 93 55 18.

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