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Stadt muss tiefer in die Tasche greifen als geplant
26.01.2019 - 00:00 Uhr
Lichtenau (ar) - Schlussrechnungen, die für beendete Maßnahmen erstellt werden, sorgen in den Gemeinderäten regelmäßig für Gesprächsstoff, denn meist sind damit Mehrausgaben verbunden. Der Lichtenauer Rat befasste sich in seiner öffentlichen Sitzung am Donnerstagabend gleich mit fünf Rechnungen dieser Art, die Mehrkosten in Höhe von knapp 37 000 Euro, aber auch eine Einsparung in Höhe von rund 13 000 Euro aufzeigten.



Die Stadt musste sich im vergangenen Jahr neben dem Tagesgeschäft damit beschäftigen, dringend notwendige Sanierungen an gemeindeeigenen Gebäuden und Straßen anzugehen. Hierzu hatten sich Verwaltung und die Mitglieder des Gemeinderats bei Vor-Ort-Terminen ein Bild gemacht und die erforderlichen Beschlüsse gefasst. Im Haushalt 2018 waren bereits 110 000 Euro für die Sanierung von Gebäuden eingestellt.

Im Juni wurden die Aufträge vergeben, unter anderen für die Fassadensanierung der im Jahr 1912 erbauten alten Schule in der Lindenstraße im Ortsteil Grauelsbaum, deren Dach einschließlich Glockenturm bereits im Jahr 2017 erneuert worden war. Im vergangenen Jahr wurden verschiedene Malerarbeiten durchgeführt, die Fassade der WC-Anlage saniert, ebenso der Treppenaufgang in das Gebäude. Gerechnet und eingestellt wurden hierfür 61 545 Euro, doch zur Freude des Ratsgremiums konnte die Maßnahme nun mit 48 523 Euro abgerechnet werden.

Dringender Handlungsbedarf bestand ebenfalls am mehr als 100 Jahre alten Rathaus in Ulm, wo im vergangenen Jahr als erste Maßnahme das Dach saniert wurde. Eingestellt waren hierfür 54 000 Euro, abgerechnet wurden 60 373 Euro. Die Mehrkosten in Höhe von 6 373 Euro resultierten aus zusätzlichen Malerarbeiten an der Dachunterfläche, die nun bei den für dieses Jahr anstehenden Fassadenarbeiten eingespart werden, erklärte Bauamtsleiter Andreas Ludwig.

Rund 11 500 Euro teurer wurden die Fensterarbeiten in der Gustav-Heinemann-Schule in Lichtenau. Angesetzt waren für die Maßnahme Kosten in Höhe von 53 000 Euro, abgeschlossen wurde sie mit 64 460 Euro. Im Süd- und Nordflügel wurden Alu-Holz-Fenster eingesetzt, im Erdgeschoss neue Oberlichter. Nicht einverstanden mit den Mehrkosten zeigte sich Werner Lindner (BfL), der sich bereits bei der Vergabe für günstigere Kunststoff- oder Alu-Fenster ausgesprochen hatte.

Die Eichwaldhalle im Ortsteil Muckenschopf erhielt eine komplett neue Heizungsanlage, die nun mit Niedertemperatur arbeitet. Hierzu mussten auch die gesamten Elektro- und Wasserleitungen sowie aufgrund der Wärmeneuberechnung zwei Heizkörper erneuert werden. Veranschlagt waren die Kosten mit 41 000 Euro, abgeschlossen wurde das Projekt nun mit 47 729 Euro.

Für die Sanierung von Gemeindeverbindungswegen waren im Haushalt 2018 100 000 Euro eingestellt. Der Gemeinderat hatte sich im März entschieden, zunächst ein Teilstück des Gemeindeverbindungswegs zwischen Scherzheim und Unzhurst sowie ein Teilstück zwischen Scherzheim und Lichtenau zu sanieren. Abgerechnet wurden 105 968 Euro.

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