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Nördlicher Oberrhein ein Biodiversitäts-Hotspot
Nördlicher Oberrhein ein Biodiversitäts-Hotspot
07.02.2019 - 06:40 Uhr
Bühl (red) - Die Ausstellung "Lebensader Oberrhein - Naturvielfalt von nass bis trocken" macht bis 21. Februar im Schwarzwaldbad Station. Die Wanderausstellung des NABU-Naturschutzprojekts informiert über den Hotspot "Nördliche Oberrheinebene mit Hartplatten", an dessen südlichen Ende Bühl liegt.

In Deutschland gibt es insgesamt 30 "Hotspots" der Biodiversität, also von Gebieten mit einer besonderen Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten sowie Lebensräumen, informiert der NABU. Auch die Oberrhein-Region zwischen Bingen und Bühl weist auf einer Fläche von mehr als 2 200 Quadratkilometern charakteristische Lebensräume auf, von nassen Flussauen bis zu trockenen Sanddünen. "Angefangen beim Rhein und seinen Auen über die angrenzenden Wiesen und Feuchtgebiete bis hin zu den Wäldern und Binnendünen - in jedem dieser Lebensräume ist eine unglaubliche Vielfalt an Arten zu Hause, darunter viele seltene", sagte Katrin Fritzsch, die das Projekt "Lebensader Oberrhein" in Baden-Württemberg leitet, bei der Ausstellungseröffnung im Schwarzwaldbad "Ameisenlöwe, Heidelerche oder Schlammpeitzger, Sandsilberscharte, Wiesen-Schwertlilie oder Kanten-Lauch - sie alle machen die biologische Vielfalt hier am Oberrhein aus."

Ziel des NABU-Projekts sei es, die Artenvielfalt zu fördern und zu erhalten. Dafür seien passende Naturschutzmaßnahmen ein wichtiger Baustein. Es gehe aber auch darum, die Menschen im "Hotspot" auf die besonderen Arten und Lebensräume in ihrer Umgebung aufmerksam zu machen und für ihren Wert zu sensibilisieren.

"Wir bedanken uns sehr herzlich bei der Stadt Bühl und dem Schwarzwaldbad, dass wir in diesem Rahmen die Gelegenheit haben, unsere Naturschutzmaßnahmen vorzustellen und für den Erhalt der Biodiversität am Oberrhein zu werben", so Fritzsch. Das Institut für Landschaftsökologie und Naturschutz in Vimbuch war an den Planungen beteiligt.

Bürgermeister Wolfgang Jokerst führte an, dass es in der Rheinebene im Raum Bühl Nass- und Feuchtwiesen mit ihrer speziellen Flora und Fauna gibt. Nennenswert seien das Natur- und Landschaftsschutzgebiet Waldhägenich, das Natura-2000-Gebiet "Bruch bei Bühl und Baden-Baden" und zwei Vogelschutzgebiete. Jokerst begrüßte das Ziel der Ausstellung, die Bürger beim Schutz der Lebensräume über den Weg der Kommunikation mit ins Boot zu holen: "Nur was man kennt, kann man schützen."

Das Projekt "Lebensader Oberrhein - Naturvielfalt von nass bis trocken" wurde im Oktober 2013 gestartet und läuft bis September 2019. Drei Bundesländer (Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen) haben Anteil am Projektgebiet im Biodiversitäts-Hotspot am nördlichen Oberrhein. Zur Umsetzung der Naturschutzmaßnahmen haben sich die NABU-Landesverbände Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg zusammengeschlossen. Das Projektvolumen beträgt insgesamt rund fünf Millionen Euro. Das Projekt wird durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert. Die Ausgaben werden laut NABU zu 75 Prozent vom BMU über das "Bundesprogramm biologische Vielfalt" und zu 15 Prozent von den Umweltministerien in Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg getragen. Zehn Prozent der Mittel übernimmt der NABU selbst. Weitere Informationen unter:

www.lebensader-oberrhein.de

www.lebensader-oberrhein.de/film

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