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Vielversprechende Entwicklung
09.02.2019 - 00:00 Uhr
Von Joachim Eiermann

Bühl - Im Gewerbegebiet "Unter- und Oberkirchweg ", zwischen dem Bühler Autobahnanschluss und dem Stadtteil Oberbruch gelegen, kehrt allmählich Betriebsamkeit ein. Nach der Ansiedlung von Ring Maschinenbau und einer Einkaufsfiliale des Schrauben-Unternehmers Würth für Gewerbetreibende stehen jetzt zwei weitere Firmen in den Startlöchern, um sich in diesem Bereich niederzulassen. Diese sind in den Sparten Technik und IT tätig.

Corina Bergmaier, Leiterin der Bühler Wirtschafts- und Strukturförderung, bestätigte, was OB Hubert Schnurr beim Neujahrsempfang bereits angedeutet hatte. Die auswärtigen, als innovativ einzuordnenden Unternehmen wollen sich nahe Oberbuch ansiedeln und voraussichtlich noch im Laufe dieses Jahres mit dem Bau ihrer Niederlassungen beginnen - die eine am Wendehammer, die andere entlang des angrenzenden Walds an der südöstlichen Kante des Gewerbegebiets.

Hintergrund

Die Namen der "Neuen" kann die Wirtschaftsförderin noch nicht preisgeben. Doch sei die Entwicklung vielversprechend, sagt sie. Zusammen mit den zwei bereits angesiedelten Betrieben würden geschätzt 170 Arbeitsplätze neu geschaffen.

Und es dürften noch deutlich mehr werden. Denn für den umfänglichen Grundstücksbereich innerhalb des Erschließungsrings habe sich ein Interessent gemeldet und eine Kaufoption sichern lassen, berichtet Bergmaier.

Auch das Bühler Handwerk hält Einzug nahe Oberbruch: Unmittelbar an der Einfahrt des Gewerbegebiets errichtet die Firma Klöpfer derzeit ein neues Betriebsgebäude; es ist bereits fast fertiggestellt. Daneben wird sich laut Bergmaier ein weiterer Handwerksbetrieb niederlassen.

Auf der anderen Straßenseite liegt der "ältere Teil" des Gewerbegebiets "Unter- und Oberkirchweg ", der erst vor wenigen Jahren erschlossen wurde. So hat sich dort unter anderem der private Autobahnbetreiber Via Solutions, der die A5 zwischen Malsch und Offenburg betreut, mit seiner Verwaltung und einem Betriebshof angesiedelt.

Mit der östlichen Erweiterung des Gewerbegebiets kamen vor zwei Jahren zusätzlich etwa 4,5 Hektar auf den Markt. Inzwischen ist auch dort nur noch in geringem Umfang Gewerbebauland verfügbar. Bergmaier geht deshalb davon aus, dass bis in etwa zwei Jahren alle Grundstücke bebaut sein werden.

Mitarbeiter-Stellplätze müssen ausnahmslos auf den Firmengeländen vorgehalten werden. Für eine Parkierung bietet sich der Bereich unter den Freileitungen einer Überland-Stromtrasse an, die das Gewerbegebiet von Nord nach Süd durchschneidet und grundsätzlich nicht bebaut werden darf.

Bewerber für die Grundstücke gibt es viele, berichtet Corina Bergmaier. Doch angesichts knapper Ressourcen gebe die Stadt nur noch dann Grund und Boden ab, wenn mehrere Ansprüche erfüllt werden. "Wichtig ist das Verhältnis von benötigter Fläche und Zahl der Arbeitsplätze", lautet die Grundformel. Die Ansiedlung von Speditionen sei deshalb bereits per Bebauungsplan ausgeschlossen worden.

Kein Geländeverkauf



für Lagerhallen

"Wir erhalten auch immer wieder Nachfragen nach Grundstücken von 500 bis 1 000 Quadratmeter Größe zum Bau von Lagerhallen." Diese Interessenten werden an den privaten Markt verwiesen. "Wir leisten dabei gerne Unterstützung", so Bergmaier. Mitunter stoße eine Absage aber auch auf Unverständnis.

Bei Neuansiedlungen gelte: "Wir achten darauf, dass der Betrieb dem Branchenmix dient und er ins Gefüge der Bühler Unternehmen passt", so Bergmaier. Ebenfalls von Belang sei: "Wie innovativ ist die Firma? Bildet sie aus? Wie sind ihre Zukunftsperspektiven?" Intern werde derzeit an den Kriterien eines Vergabekatalogs mit Punktesystem gefeilt, damit "die Entscheidungen noch transparenter werden". Früher sei man einer Richtlinie gefolgt, die Fläche, Arbeitsplätze und Gewerbesteuer zum alleinigen Maßstab gemacht habe. Nun gelte: "Je knapper die Fläche, desto strenger die Vergabekriterien."

Unbebaute Gewerbeflächen sind nicht nur auf Bühler Gemarkung rar geworden. "Wir haben das gleiche Problem wie das gesamte Rheintal", erklärt Bergmaier. Der Flächennutzungsplan biete nur wenige Optionen, so etwa bei den Affentaler Winzern, beim Gewerbeschulzentrum oder am "Sauwasen" (Rheinstraße). Eventuell komme in Frage, auf PFC-belastete Grundstücke zurückgreifen zu können.

Trotz des geringen Angebots explodierten die Gewerbebaulandpreise bisher nicht, sondern seien "noch sehr moderat". Mit etwa 75 Euro pro Quadratmeter inklusive Erschließung liege man im Level der Nachbarkommunen, erklärt die Wirtschaftsförderin.

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