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Im Biologieraum ein Schweineherz präpariert
Im Biologieraum ein Schweineherz präpariert
11.02.2019 - 00:00 Uhr
Bühl (jure) - Wie sieht ein Schweineherz aus, wie gelingt es, knallrote oder blaue Flammen zu erzeugen, und welche Rolle spielt Chemie beim Zaubern? Beim Tag der offenen Tür am Windeck-Gymnasium am Samstag gab es viele spannende Vorführungen, Mitmachaktionen und vor allem viel zu entdecken.

Das gefiel vor allem den künftigen Windeckern gut, die den Tag nutzten, um sich über die weiterführende Schule zu informieren. Dabei setzt das Gymnasium seit einigen Jahren auf individuelle Führungen. Während die Eltern von Lehrern durchs Schulhaus geleitet wurden, gingen die Grundschüler mit Sechstklässlern auf Entdeckungsreise. So gab es für die künftigen Gymnasiasten Einblicke in ein "Schau-Klassenzimmer", in dem die Fünftklässler zusammengestellt hatten, was ihnen am "Windeck" besonders gefällt.

Tischkicker, nette Lehrer, großer Pausenhof, aber auch gute Noten und interessante Fächer hatten die Kinder auf ihren werbenden Ballons notiert. Einblick in den Unterrichtsalltag gab es in den verschiedenen Fachräumen und Themenzimmern.

In Deutsch konnten Bücherkisten entdeckt werden, die bei Präsentationen entstanden sind. Mit Legofiguren, Tannenreisig oder auch Plüschtieren hatten die Schüler dabei ihr Lieblingsbuch in Szene gesetzt.

Mit Blick auf die Lektürenauswahl fühlten sich dagegen viele Eltern in ihre eigene Schulzeit zurückversetzt, in der Klassiker wie Faust und "Der Prozess" erarbeitet wurden. Ansonsten hat sich vieles verändert, staunten viele Eltern über die technisch und naturwissenschaftlich gut ausgestattete Schule. Und auch die Lehrmaterialien in Fächern wie Latein sind nicht mehr so "trocken" wie einst.

Dass Schule Spaß macht, zeigten die zahlreichen Windeck-Schüler, die mit dem Nachwuchs experimentierten, bastelten, spielten oder die Sternwarte zeigten. Auf großes Interesse stieß auch die Präparation eines Schweineherzens im Biologieraum, anhand dessen auch die Funktion des menschlichen Herzens erläutert wurde.

Zu den Rennern bei den Kleinen zählte die Herstellung von "Slime" mit Rasierschaum, Kleber, Kontaktlinsenflüssigkeit sowie Lebensmittelfarbe.

Ein Zimmer weiter wurde ebenfalls mit Farbe gearbeitet, um möglichst echte Wunden zu zaubern. Die Schulsanitäter machten damit auf ihr Engagement aufmerksam. Ohnehin gibt es neben Arbeitsgemeinschaften viele Möglichkeiten, sich zu engagieren. Die Streitschlichter stellten sich ebenso vor wie die Green-Heroes, die unter anderem Samenbomben für den Garten verteilten. Während die Grundschüler übers Ausprobieren und Mitmachen ihre vielleicht künftige Schule besser kennenlernten, gab Schulleiterin Andrea Körner Einblick in das Unterstufenkonzept, das den Kindern den Übergang von der "behüteten" Grundschule in das Gymnasium erleichtern soll.

Ein Klassenlehreteam begleitet die Kinder durch die ersten beiden Jahre, zudem gibt es Patenschaften durch ältere Schüler und eine offene Ganztagsschule mit Hausaufgabenbetreuung und vielen Projekten sowie Arbeitsgemeinschaften. Alle Fünftklässler starten mit Englisch und können ab der sechsten Klasse zwischen Französisch oder Latein wählen. Ab der achten Klasse können die Schüler mit den Profilen Spanisch, Naturwissenschaften oder (ganz neu) Sport einen weiteren Schwerpunkt wählen.

Ganz wichtig ist Schulleiterin Körner, dass sich die Kinder wohlfühlen. Sie rechnet damit, dass im neuen Schuljahr wieder fünf fünfte Klassen gebildet werden können.

2020 soll mit den Sanierungsmaßnahmen begonnen werden. Hierüber informierten Klaus Dürk und Gereon Zimmer von der Stadtverwaltung, die darauf hinwiesen, dass die Sanierung des Klassenzimmertraktes den Unterricht nicht beeinträchtigen wird. Der Unterricht wird in modernen Schulcontainern stattfinden.

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