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Schwerer Unfall im Nadelöhr
Schwerer Unfall im Nadelöhr
13.02.2019 - 00:00 Uhr
Bühl (sie) - Ein schwerer Unfall sorgte gestern Morgen für ein Chaos im Berufsverkehr. Ein BMW geriet auf dem Bühler Autobahnzubringer auf die Gegenfahrbahn und krachte in einen Klein-Lkw. Insgesamt wurden vier Personen verletzt, eine davon schwer. Die L 85 war rund zweieinhalb Stunden bis gegen 8.45 Uhr gesperrt. Dadurch bildete sich ein Stau, der bis auf die Autobahn zurückreichte. Schon unter regulären Verkehrsbedingungen erweist sich die L 85 zur Rushhour fast täglich als Nadelöhr.

Die Stadt bemüht sich in Zusammenarbeit mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe um eine Lösung und hofft noch auf Ergebnisse in diesem Jahr.

Der Unfall ereignete sich gegen 6.20 Uhr in Höhe Vimbuch zwischen Real- und Weissgärberkreuzung. Der BWM stieß mit dem Klein-Lkw zusammen, dieser drehte sich und kollidierte mit einem weiteren Pkw. Durch Trümmerteile wurde ein weiterer Kleinwagen beschädigt. Die Feuerwehr musste den mutmaßlichen Unfallverursacher aus seinem Pkw befreien. Er kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Drei weitere Personen aus den beteiligten Fahrzeugen brachte der Rettungsdienst mit leichteren Verletzungen in Kliniken. Insgesamt entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 40 000 Euro.

Aufgrund der Einsatzmaßnahmen an der Unfallstelle musste die Strecke komplett gesperrt werden. Eine örtliche Umleitung über Vimbuch wurde eingerichtet. Zur Stauabsicherung waren Kräfte der Autobahnpolizei und des Technischen Hilfswerks auf der A 5 im Einsatz.

Um gefährliche Situationen bei einem Rückstau zu entschärfen, hatte das Regierungspräsidium Karlsruhe bereits 2017 auf der Autobahn bei Bühl werktags zwischen 7 und 9 Uhr ein Tempolimit von 100 Stundenkilometern angeordnet. Anlass waren damals Sanierungsarbeiten und Sperrungen auf der B 3, die zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen und damit zu Behinderungen auf der L 85 und der A 5 führten.

Allerdings besserte sich die Situation auch nach Abschluss der Arbeiten auf der Bundesstraße nicht spürbar. Das Tempolimit ist deshalb bis heute in Kraft. Nach Angaben des RP wird es Ende Februar eine Verkehrsbesprechung mit der Stadt Bühl und der Polizei geben, um darüber zu beraten, ob die Geschwindigkeitsbeschränkung dauerhaft bestehen bleiben soll.

Eine leichte Verbesserung der Situation brachte nach Ansicht der Stadt eine Änderung der Ampelschaltung beim Real-Markt im Oktober 2017. Trotzdem drängt die Verwaltungsspitze auf eine nachhaltigere Lösung, die dem immer höheren Verkehrsaufkommen des Wirtschaftsstandorts Bühl mit seinen rund 20 000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen gerecht wird. Bereits 2013 stellte ein Fachbüro im Gemeinderat einen Zehn-Jahres-Plan vor, der unter andrem einen Komplettausbau der Weissgärberkreuzung mit zusätzlichen Spuren vorsah. Laut Stadtpressesprecher Matthias Buschert befindet sich die Verwaltung noch immer im Abstimmungsprozess mit dem RP. Eine weitere Option könnte ein Teilausbau der L 85 sein. "Wir könnten uns vorstellen, dass der Autobahnzubringer in Richtung Innenstadt über die Real-Kreuzung hinaus zweispurig geführt wird", erklärt Buschert. Bislang verläuft die Verkehrsachse nur auf einem kurzen Teilstück rund um die Anschlussstelle Bühl mehrspurig, bevor sie sich noch vor der ersten Ampel auf eine Spur verengt.

Wann die Pläne umgesetzt werden könnten, sei allerdings offen. Da es sich um eine Landesstraße handle, sei die Stadt Bühl nicht Herr des Verfahrens. Die Verwaltung hoffe aber, dass die Gespräche mit dem Regierungspräsidium noch in diesem Jahr zu einem Ergebnis führen.

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