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Viele Schwachstellen, aber auch großes Potenzial
Viele Schwachstellen, aber auch großes Potenzial
14.02.2019 - 00:00 Uhr
Bühlertal (eh) - Der Eingang zum Obertal im Bereich des Freibads unterliegt einer enormen Verkehrsbelastung. Bis zu 12 000 Fahrzeuge täglich passieren diesen Bereich. Dazu kommt, dass zu schnell gefahren wird. Eine erste Bestandsanalyse zur Erstellung eines Masterplans für die Parkanlage rund um das Haus des Gastes brachte viele Schwachstellen ans Licht, zeigte aber auch große Potenziale auf und weckte beim Gremium Hoffnungen, in Zukunft auch an der L 83 verkehrliche Änderungen herbeiführen zu können.

Im September hatte der Gemeinderat das Büro "Stadt Land plus" mit der landschaftsplanerischen und das Büro "Koehler & Leutwein" mit der verkehrsplanerischen Bestandsanalyse beauftragt. Es handelt sich um Vorarbeiten für die Umgestaltung des gesamten Bereichs rund um das Haus des Gastes, inklusive des Parks. Untersucht wurden die vorhandenen Wegeführungen, die Aufenthaltsbereiche und die Übergänge zum angrenzenden öffentlichen Verkehrsraum.

Potenziale sehen die Landschaftsplaner in der Bühlot beim Haus des Gastes, in der alten Dampfmaschine hinsichtlich der Geschichtsdarstellung und im Wäldele, das hinter der Tourist-Information hinauf zur Laubenstraße führt. Nicht der Zugang zur Bühlot sei das Potenzial, sondern der freie Blick auf das Gewässer, betonte Clemens Appel, der auch eine Minderung des Verkehrslärms als Ziel setzte. Die Parkplätze beim "Krabbenest" sollten durch eine Fußgängerquerung ans Haus des Gastes angebunden werden.

Eine Verkehrszählung und Tempomessungen, die im Januar beim Freibad durchgeführt worden waren, bestätigten die große Verkehrsbelastung an der L 83. Von 88 000 Fahrzeugen sei die Geschwindigkeit erfasst worden. Es ergebe sich eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 60 Stundenkilometern. Nur ein Drittel halte sich an die vorgeschriebenen 50 Stundenkilometer, informierte der beauftragte Verkehrsplaner. Die Höchstgeschwindigkeit sei nachts mit 120 Stundenkilometern gemessen worden.

Aufgrund der Verkehrsdichte hätten Fußgänger große Mühe die Landesstraße zu überqueren. Mit der Barrierefreiheit von Bushaltestellen und Unterführung sehe es schlecht aus. Die Bevölkerung werde immer älter und dem müsse auch verkehrsplanerisch Rechnung getragen werden. Er stellte verschiedene Möglichkeiten vor, durch bauliche Maßnahmen Temporeduzierungen zu erreichen, Fußgängern eine bessere Querung zu ermöglichen und gleichzeitig die Örtlichkeit aufzuwerten.

Temporeduzierung



und Querungshilfen

Denkbar sei ein Fahrbahnteiler im Bereich Schwimmbad/Bushaltestellen, um die Anbindung ans Untertal und die Hindenburgstraße neu zu strukturieren. Technisch machbar sei auch ein kleiner Kreisverkehr mit einem Durchmesser von 30 Metern und vier Ästen, bei dem auch Lkw gut durchkommen. Dafür müssten einige Parkplätze weichen. "Das wäre eine schöne Lösung mit Temporeduzierung", so der Planer. Auch eine Querungshilfe bei der Tourist-Information sei sinnvoll. Man wolle alle Behörden mit an Bord nehmen. Es gebe da schon einige Möglichkeiten.

Clemens Welle (SPD) meinte: "Diese Vorstellungen faszinieren. Wenn Sie das hinkriegen, freue ich mich. Unsere bisherigen Bemühungen waren die, dass wir damit beim Landratsamt nicht nur auf Granit, sondern auf Titan beißen." Er verwies auch auf die Erfordernisse des Schwerlastverkehrs. Auch eine optische Fahrbahnverengung wie etwa bei dem eingezeichneten Radweg bergwärts ab dem Café Schnurr bewirke eine Temporeduzierung. Über eine Fortführung der Radwegmarkierung könne daher nachgedacht werden.

Die CDU habe bereits in der Haushaltsrede Tempo 30 verlangt, so Franz Tilgner (CDU). Die Verkehrsschauen seien im Grunde "Verhinderungsveranstaltungen", meinte Stefan Ursprung (FBV). "Temporeduzierung liegt uns am Herzen. Ein Kreisverkehr wäre mein Favorit", so Ursprung. Man werde die Planer bei der nächsten Verkehrsschau einbinden, so Bürgermeister Hans-Peter Braun.

Auf Nachfrage von Tilgner teilte er mit, dass die Querungshilfe beim Rathaus verbessert werde. Es sei der Auftrag erteilt, den hohen Bordstein an der Straßenseite der Bühlot zurückzubauen.

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