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Hospizlich-palliative Betreuung gestärkt
Hospizlich-palliative Betreuung gestärkt
22.02.2019 - 00:00 Uhr
Bühl (red) - Im Rahmen einer kleinen Feierstunde nahmen 15 Pflegefachkräfte ihr Zertifikat als "Palliativbeauftragte" in Empfang. Die Teilnehmer aus neun Pflegeeinrichtungen in Rastatt, Oberkirch, Muggensturm, Sasbachwalden, Lautenbach, Achern, Bühl, Durmersheim und Iffezheim haben ein Jahr lang an einer intensiven Schulung und Begleitung durch Pallium teilgenommen.

Der Bühler Verein blickt damit eigenen Angaben zufolge bereits im zweiten Jahr erfolgreich auf die Stärkung der hospizlich-palliativen Betreuung in Pflegeeinrichtungen zurück, die mit Pallium kooperieren.

In den Abschlussgesprächen berichteten die Teilnehmer über ihre positiven Erfahrungen während der Weiterbildung. Unter anderem konnten sie in der Begleitung der Bewohner und deren Angehörigen mehr Sicherheit gewinnen, außerdem fanden viele den kollegialen Austausch und den persönlichen Kontakt mit Pallium als sehr bereichernd.

Die Weiterbildung soll laut Pallium nicht nur pflegerisch-medizinisches Fachwissen vermitteln. Vielmehr komme es darauf an, die Pflege wieder mehr für ihre Kernkompetenz - die ganzheitliche und individuelle Betreuung und Begleitung - zu sensibilisieren und für diese Aufgabe zu stärken, auch in der Sterbephase.

Sich für die Berücksichtigung des Willens und der Wünsche des Sterbenden einzusetzen, gerade wenn dieser sich nicht mehr selber äußern kann, könne nur aus einer gelebten Beziehung zu den Bewohnern entstehen, unterstreicht Pallium.

So könnten unnötige und oft nicht mehr gewünschte Krankenhauseinweisungen am Lebensende vermieden werden, wenn sich die Fachkraft vor Ort im Sinne des Sterbenden hierfür stark macht. Aber auch nicht mehr erforderliche Therapien oder eine künstliche Ernährung am Lebensende würden oft nicht dem Wunsch des Betroffenen entsprechen, heißt es weiter.

Für diesen Kurs, der sich über ein Jahr mit Theorie und Praxisbegleitungen erstreckt, hat Pallium mit fast 30 Pflegeeinrichtungen in der Region eine partnerschaftliche Kooperation geschlossen. So konnte, ganz im Sinne des Gesetzgebers, ein hospizlich-palliatives Netzwerk vom Murgtal bis kurz vor Offenburg entstehen, das laut Pallium eine qualifizierte und individuelle Betreuung der Bewohner bis zum Lebensende sicherstelle.

Weitere Kurse für Pflegehelfer und Betreuer sind in der Planung. Mit den verschiedenen Qualifizierungsmaßnahmen in stationären Pflegeeinrichtungen soll eine weitere Lücke in der Betreuung Sterbender geschlossen werden.

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