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Regierungssprecher von Elefantenbaby entbunden
04.03.2019 - 00:00 Uhr
Bühl (wv) - Homerisches Gelächter erfüllte bei der Kappensitzung von Alt-Hänferdorf am Samstagabend den Schüttekeller: Der zum Ärzte- und Schwesternteam aufqualifizierte Hänferrat führte im neu gegründeten Notfallklinikum Hänferdorf seine erste Operation durch. Nach etlichen Falschdiagnosen stellten die Experten bei Patient Rüdiger Schmitt eine Risikoschwangerschaft fest und entbanden ihn von einem hübschen Elefantenbaby.



Gemeinschaft pflegten Eingeborene und Gäste im fastnachtlich geschmückten Gewölbe bei Speis, Trank und urwüchsiger Narretei. "Regierungssprecher" Rüdiger Schmitt leitete routiniert die vollfett demokratische Wiederwahl des Hänferrats. Als Sitzungspräsident agierte er stadtviertelstolz mit Witz und Verstand. Schunkelweisen und Tuschsignale steuerten die "Fastnachtsmusikgranden" Albrecht Müller und Klaus-Dieter Knopf bei. Von Michaela "Michi" Lang gestaltete, von Hänferräten "beschwänzelte" Hänferschwänzel-Orden belohnten die Akteure.

Die frisch mit dem Orden wider den städtischen Ernst dekorierte Gerda Kohler begab sich auf Einkaufstour, um ihre Beinkleider gegen Abstürze abzusichern. Sie sah sich auch im Dessousladen um und stellte fest: "Des sinn jo alles erotische Erreger - doch die hänn au kei Hoseträger!" Michaela Hummel und Moritz Damm, "Hummel und Schnüffelschwein", empfahlen bei sommerlicher Trockenheit die "Starkregencombo" Van Teichmann zu engagieren: Diese sei die 100-Prozent-Garantie für ergiebige Regenfälle.

Ihre Erfahrungen als Kassenpatientin breitete Rosel Majewski-Knopf lachträchtig aus. Bei einer Operation mit 10 000 Euro Zuzahlung wog sie ab: "Der Mechler hat mir ein besseres Angebot gemacht." In der digitalisierten Gynäkologie unterstützte Robert Schneider sie singend mit: "Warum hast Du nicht nein gesagt!" Als "Hausmeister von St. Peter und Paul" überführte Wolf-Dieter Geißler den Bühler Stadtpfarrer des tausendfachen Plagiats: Was dieser predige, sei meist von einem gewissen Jesus abgeschrieben. Manfred Bellemann und Rüdiger Schmitt bewiesen als "Fenster Q-gger" Scharfsicht, etwa: "Hänferdorf-Revierförster" Martin Damm trage, angeordnet von der Stadt Bühl, immer einen roten Helm, damit ihn die Wildschweine besser erkennen sollten.

Multifunktional trat Schmitt auch mit Reimund Laut (Gitarre) auf. Als Laut monierte, Schmitt gleiche - wegen Haar- und Barttracht - immer mehr Karl Marx, lehnte Schmitt einen Friseurbesuch ab, denn: "Meine Haare wachsen so perfekt im Feng Shui."

Als "Gärtner" ließ Sigi Stolz (Rebgeister-Boss) das Volk schadenfroh an seiner Wespenjagd teilnehmen: "Zwanzig Stiche später brauch ich ,nen Sanitäter." In ihrer bejubelten Nummer flochten die "Brätschen Berta und Luise", alias Renate und Simone Rinschler, einen Lobgesang auf die schnelle Stadtverwaltung ein: In nur fünf Jahren habe diese das Mammutprojekt "neues Maibaumloch" fürs Hänferdorf geschafft. Die neue "Möblierung" des Marktplatzes kommentierte "Guck ä mol" Ingo Anselm (Hemglunkerle-Chef/ Schwapla) so: "Do könne jetzt die Bühler Rätsche ganz bequem im Sitze brätsche!" Manfred Bellemann, Bernd Bross, Michael Burkart, Martin Damm, Simone Rinschler, Rüdiger Schmitt, Alfred Veith, Ellen und Harald Groß stellten das rattenscharf gestylte Team des "Notfallklinikums Hänferdorf". Der Ideengeber des Sketches, Dietmar Meier, musste krankheitsbedingt pausieren. Mit der hoch humorinfektiösen Schauoperation erreichte die Sitzung ihren Siedepunkt.

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