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Bei Kosten und Termin "voll auf Kurs"
08.03.2019 - 00:00 Uhr
Bühl (gero) - Nach einer "Aufbruchparty" für die Mitarbeiter und einer groß angelegten, realitätsnahen Feuerwehrübung sind in der Sparkassenzentrale in der Bühler Eisenbahnstraße die Handwerker eingezogen. Es steht eine 16 Millionen teure Generalsanierung an. Alles kommt raus und wird durch neueste Technik und moderne Architektur ersetzt. Allein die Decken und das Tragwerk bleiben erhalten. Vorstandsvorsitzender Frank König spricht von einem "richtigen Kraftakt" und einer "gewaltigen logistischen Herausforderung".

Immerhin galt es, 100 Mitarbeiter umzuquartieren. Ihre aktuellen Arbeitsplätze fanden sie im benachbarten Beratungs- Kundencenter oder in umliegenden Filialen. Die Kunden können ihre Bargeldgeschäfte in einem Container abwickeln, in dem sich die Geldautomaten und Kontoausdrucker befinden. Ein optisches Leitsystem mit roten Fußabdrücken im direkten Umfeld des Sparkassenplatzes vereinfacht den Weg ins Beratungscenter und in den SB-Bereich, wie Vorstandsmitglied Matthias Frietsch vor der Presse berichtet.

Michael Schönle vom Architekturbüro Planum erläuterte den Bauzeitenplan für die 31 zu vergebenden Gewerke. Vier davon sind bereits vergeben, unter anderem für die Entkernung des Gebäudes, die ab kommenden Dienstag beginnt und vier Wochen in Anspruch nehmen wird. Danach folgt über drei Monate hinweg der "handfeste Abbruch", bei dem die Waschbetonplatten der Fassade und die Balkone entfernt werden. Zum Schluss fällt dann auch die komplette Hülle.

Dem Bauboom und der überhitzten Konjunktur zum Trotz ist Schönle mit der Quantität und Qualität der Angebote zufrieden. Er spricht von einem "fairen und leistungsfähigen Wettbewerb". Auch bezüglich Preise und Termine sei man "voll auf Kurs". Entstehen werde, so der Architekt, ein modernes, energetisches Dienstleistungsgebäude mit hoher "Arbeitsplatzqualität".

Ein wesentlicher Ansatz der Planung ist, dass neben der Eisenbahnstraße auch Richtung Sparkassenplatz ein gleichwertiger Eingangsbereich entstehen wird, der damit eine "dynamische Besucherachse" vom Stadtgarten bis zum Europaplatz bilden soll.

Entlang dieser Achse werden der SB- und Kundenbereich angeordnet. Die Geldautomaten sind dann nicht mehr im Windfang des südlichen Eingangsbereichs, sondern im taghellen Innenraum, dem "Marktplatz", der auch für Veranstaltungen nutzbar gemacht werden soll. Das Obergeschoss ist als "operative Dienstleistungszentrale" für gewerbliche und private Kunden vorbehalten. Die Erschließung erfolgt über zwei Treppenhäuser und zwei Aufzüge.

Die Balkone an der Fassade und damit die "Bausünden" der 70er Jahre verschwinden und werden durch einen feinen, hellen Putz und dreifachverglaste Fenster in drei verschiedenen Größen ersetzt. Die Fassadengliederung wechselt von einer derzeit horizontalen zu einer vertikalen Ausrichtung.

Eingebettet wird die "neue" Sparkasse bei gleicher Kubatur in eine grüne Oase. Dabei soll das Begleitgrün aus dem Stadtgarten übernommen werden. Als "dominanter Blickfang" ist ein großer Baum auf dem Vorplatz in der Eisenbahnstraße vorgesehen.

Auf der Südwestseite wird der Gebäudetrakt um ein Obergeschoss erweitert und an die Traufhöhe des Modehauses Pfeiffer angepasst. Der Architekt verspricht sich davon eine "bessere Definition des Stadtraums". Das Sparkassenprojekt, räumt Schönle ein, setzt in der Geschichte seines Büros neue Maßstäbe bezüglich Größe, Komplexität und Investitionssumme.

Frank König brachte die "Revitalisierung" wie folgt auf den Punkt: zukunftsorientiert, nachhaltig und wirtschaftlich optimiert. Einzige Alternative sei ein Totalabbruch gewesen. Zuletzt habe die Haustechnik nur noch aufgrund des Geschicks der Hausmeister funktioniert. Durch die Alufenster pfeift der Wind. Sie wirkten im Sommer wie Heizstrahler und im Winter wie Kältebrücken.

Auch nach der Aufstockung des Gebäudes Ende der 90er Jahre um ein weiteres Stockwerk, die unter dem Begriff "Operation am offenen Herzen" lief, waren der eklatante Sanierungsstau nicht beseitigt und die Anforderungen an zeitgemäße Arbeitsplätze längst nicht erfüllt. König sprach in der Vergangenheit vom "End of Life". Jetzt freuen sich er, Kollege Frietsch und 100 Mitarbeiter auf eine pünktliche Fertigstellung Ende des kommenden Jahres.

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