"Sonnenwind" für den Bürgermeister
'Sonnenwind' für den Bürgermeister
09.03.2019 - 00:00 Uhr
Bühlertal (eh) - Einen entspannten Endspurt bei der Rathaussanierung gibt es in Bühlertal: Alle Mitarbeiter haben bereits ihre neuen Büros bezogen, nun werden noch die passenden Plätze gesucht für Bilder, Fotos und Dekorationsgegenstände. Alles liegt im Zeitplan, so dass sich die Belegschaft jetzt der Vorbereitung der offiziellen Einweihung und dem Tag der offenen Tür am Sonntag, 17. März, widmen kann.

Das neue Büro von Bürgermeister Hans-Peter Braun befindet sich nun im Dachgeschoss des historischen Rathauses. Den Engelsberg mit seinen Steillagen hat er vom Schreibtisch aus stets im Sichtfeld. Ein farbenfroher Blickfang ist ein eigens angefertigtes abstraktes Bild der Bühlertäler Hobbymalerin Gaby Jäckel mit dem Titel Sonnenwind. "Mit den Farben blau und gelb in der Bildmitte kann man darin Bühlertal erkennen, umringt von sonnigen Höhen", interpretierte Braun im Rahmen eines Pressegesprächs.

"Die Rathaussanierung ist hervorragend gelungen, und wir fühlen uns im neuen Gebäude sehr wohl", so Braun. Alles habe reibungslos geklappt. Vor knapp zwei Jahren habe er beim Baggerbiss am Abriss seines Elternhauses mitgewirkt, erinnert er sich. Das Sanierungsprojekt zeige, was man aus einem alten Gebäude, einer ehemaligen Zigarrenfabrik, alles machen könne.

"Es ist ein einheitliches Gefüge mit einem historischen und einem neuen Gebäude", so Architekt Andreas Adler. Dies verdeutliche auch der zentrale Eingangsbereich mit dem kleinen Rathausvorplatz, auf dem noch Sitzgelegenheiten geschaffen würden. Verglichen mit den vorigen drei Rathausgebäuden habe sich die Fläche um rund 250 Quadratmeter verkleinert. Es gebe jetzt weniger Verkehrsflächen und Winkel. Dennoch stünden noch zwei Ersatzräume zur Verfügung.

Alle Räumlichkeiten im Rathaus sind nun barrierefrei erreichbar. Das gesamte Gebäude, das durch schlichte Eleganz und die gelungene Verbindung von Alt und Neu beeindruckt, wurde auf moderne Standards gebracht. In einer Nische befindet sich eine Station, an der der man kostenfrei die Akkus für E-Bikes aufladen kann. Die Telekommunikationsverkabelung wurde auf den neuesten Stand gebracht. Im historischen Gebäude wurde die gesamte Elektrik ertüchtigt. Ein Novum ist die erste kommunale Fotovoltaik-Anlage auf der Südseite der neu geschaffenen Dachterrasse.

Die Strapazen

haben sich gelohnt

Die zweijährige Bauzeit bei laufendem Rathausbetrieb hat den Mitarbeitern nicht nur viel Lärm und Baustellenschmutz zugemutet. "Alle waren sehr geduldig", bescheinigt der Architekt. Die Hälfte der Belegschaft musste zweimal umziehen, die andere Hälfte einmal. Bei der technischen Ausrüstung und Telekommunikation habe es eine schwierige Übergangszeit mit mehreren Interimslösungen gegeben, so Kämmerin Bettina Kist. Doch die Strapazen hätten sich gelohnt, denn die Rathausbelegschaft habe nun eine Reihe Verbesserungen.

"Wir haben kürzere Wege, und das erleichtert unsere Absprachen", resümiert Kist. Auf jeder Etage gibt es eine Teeküche, im Dachgeschoss erstmals einen Sozialraum, wo sich Mitarbeiter in der Pause etwas zubereiten und verweilen können. Kist: "Wir haben auch in die Gesundheitsprävention investiert und für alle Büros höhenverstellbare Schreibtische angeschafft."

Durch optimale Zuschüsse seitens des Ausgleichsstocks und aus dem Programm zur städtebaulichen Erneuerung habe man die Sanierung schultern können, so Kist. Für die Gemeinde verblieben 1,58 Millionen Euro.

Die Bevölkerung hat am Sonntag, 17. März, von 13 bis 17 Uhr die Gelegenheit, die neuen Räumlichkeiten zu besichtigen und sich über die Arbeit im Rathaus zu informieren. Alle Mitarbeiter werden dafür in ihren Büros zur Verfügung stehen. Im Besprechungsraum im Dachgeschoss und bei schönem Wetter auch auf der Terrasse wird das DRK Kaffee und Kuchen servieren. Für Kinder gibt es eine Quizrallye durchs Rathaus, bei der viele attraktive Preise zu gewinnen sind.

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