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Horwitz und die Berliner Philharmoniker
15.03.2019 - 00:00 Uhr
Bühl (red) - Im Rahmen der Osterfestspiele gastieren die Berliner Philharmoniker auch in diesem Jahr wieder mit einem Meisterkonzert im Bürgerhaus Neuer Markt in Bühl. Am Karsamstag, 20. April, 14 Uhr, machen sie gemeinsam mit Dominique Horwitz als Sprecher Strawinskys "Die Geschichte vom Soldaten" zu einem beeindruckenden Kulturerlebnis, kündigt das Festspielhaus Baden-Baden an.

Nur selten bekommt man die "Geschichte vom Soldaten" in der ursprünglichen Version mit einem Sprecher zu hören, heißt es weiter. Meist erklingen nur Auszüge in Form einer Suite oder Bearbeitungen für Kammermusik. Dabei ist das Original der Pressemitteilung zufolge von einem eigenen Charme, wird doch zur genialen Musik zusätzlich ein stimmungsvolles Märchen erzählt - in dem Konzert am Karsamstag in Bühl von Dominique Horwitz.

Die "Histoire du soldat" - so der französische Originaltitel des auf Deutsch erzählten Märchens - wurde 1917 komponiert, zu einer Zeit also, als viele Männer im Krieg dienen mussten. An große Orchesterbesetzung war damals nicht zu denken und so entdeckten viele Komponisten die Kammermusik neu für sich.

Zusätzlich zu den traditionellen Besetzungen wie Streichquartett bevorzugte man bunt gemischte Ensembles. Mit Klarinette, Fagott, Kornett, Posaune, Violine, Kontrabass, und reichem Schlagwerk bietet Strawinskys "Histoire" dafür ein besonders eindrucksvolles Beispiel.

Die Geschichte, die der Waadtländer Dichter Charles-Ferdinand Ramuz nach russischen Vorbildern schrieb, erzählt von einem Geige spielenden Soldaten, der sich mit einem Teufel eingelassen hat. Dazu komponierte Strawinsky eine Musik, die zu den Höhepunkten in seinem Oeuvre zählt. Sie greift Vorbilder der russischen Volksmusik auf, damals moderne Tänze wie Marsch, Tango und Ragtime sowie Choräle in der Art eines Johann Sebastian Bach. Daraus schuf der Komponist eine ebenso konzentrierte wie fantastische Partitur, in einem Stil, der an Picassos Kubismus denken lässt.

Von den Berliner Philharmonikern treten namhafte Solisten wie der erste Konzertmeister Noah Bendix-Balgley (Violine), Peter Riegelbauer (Kontrabass), Alexander Bader (Klarinette), Markus Weidmann (Fagott), Guillaume Jehl (Kornett), Christhard Gössling (Posaune) und Jan Schlichte (Schlagzeug) auf.

Den Sprecherpart übernimmt der deutsch-französische Schauspieler, Chansonnier und Schriftsteller Dominique Horwitz. Der Künstler ist dem breiten Publikum aus vielen Film- und Fernsehproduktionen bekannt. Trotz seiner Erfolge in Film- und TV-Produktionen, für die er mit dem Goldenen Löwen und dem Internationalen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde, fühlt sich Horwitz vor allem auf der Bühne zuhause. 1983 holte ihn Frank Baumbauer ans Bayerische Staatsschauspiel München, danach war er am Hamburger Thalia-Theater engagiert, wo er als Stelzfuß in Robert Wilsons Inszenierung des Musicals "The Black Rider" international auf sich aufmerksam machte. 1992 arbeitete er in Harold Pinters "Moonlight" am Berliner Ensemble mit Peter Zadek zusammen. Er spielte an den Kammerspielen und am Schauspielhaus in Hamburg, am Deutschen Theater Berlin, in Zürich und Düsseldorf. 2010 inszenierte er Shakespeares "Sommernachtstraum" in Meiningen, 2012 gab mit Webers "Freischütz" in Erfurt sein Debüt als Opernregisseur. Dominique Horwitz ist auch als Sprecher und Chansonnier gefragt und arbeitete mit Daniel Barenboim und Valery Gergiev zusammen.

Weitere Infos und Tickets unter (0 72 21) 3 01 31 01.

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