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Hohe musikalische Qualität begeistert
01.04.2019 - 00:00 Uhr
Ottersweier (wv) - An hoher musikalischer Qualität durfte sich das Publikum im Konzert erfreuen, das die Original Burg-Windeck-Musikanten am Samstag im Gemeindezentrum St. Johannes gaben. Das von Friedel Seifert dirigierte große Blasorchester interpretierte eine aparte Mischung aus Polka, Marsch, Musical und Werken mit klassischen und romantischen Wurzeln rhythmisch präzise und dynamisch ausgefeilt.

Der Frühling hatte durch geschmackvolle Blütendekorationen Einzug in den sehr gut besuchten Saal gehalten. Den Lenz beschwor auch Moderator Arndt Joosten: Wenn er Wissenswertes und Amüsantes über Leben und Werke der Tonschöpfer erzählte, blitzte der Schalk aus Augen und Worten. Als Vorsitzender Thomas Baur die Besucher willkommen hieß, freute er sich auch über Delegationen von Musikvereinen aus der Region.

Die Zukunft der Burg-Windeck-Musikanten eroberte zunächst die Bühne: Die "Windeck Rocker" ließen unter Patrick Pirihs musikalischer Leitung aufhorchen. Das Ensemble hatte wieder etliche Jungmusikanten neu aufgenommen. Monatelang hatten sie trainiert, auch und gerade das schwierige John-Moss-Arrangement der Filmmusik "Titanic". Es gelang bemerkenswert gut, einschließlich der Solo-Passagen. Prickelnd spielten die "Windeck Rocker" den Lady-Gaga-Song "Born this Way" und knackig den Kiss-Knaller "I was made for loving you Baby". Das Volk forderte Zugabe, die die Jugendkapelle mit Adeles "Rolling in the Deep" forsch gewährte.

Das große Orchester der Burg-Windeck-Musikanten sprühte vor Musizierfreude, zu der sie Dirigent Friedel Seifert spürbar motivierte. Sauber gestimmt und intonierend bereitete es großes Hörvergnügen. Federnd und prägnant servierte es Ludwig van Beethovens "Zapfenstreichmarsch", über dem Piccologirlanden blitzten. Im Arrangement des berühmten Johan de Meij bescherte das Medley aus dem Michael-Kunze-Musical "Elisabeth" etliche Herausforderungen: Das Orchester meisterte bravourös das dissonante Entree, energische Dramatik, expressive Walzermelodien, solistische Register-Passagen - und erntete Bravorufe. Wunderbaren Klang entfalteten die Tenorhörner im verträumten "Londonderry Air". Mit Feuer und Können interpretierten die Musikanten die Ouvertüre "Carnival" von Antonin Dvorak, arrangiert von Jan Rypens. Sie begeisterten mit clownesken Passagen und schwebenden Melodielinien der Oboe, der Flöten und Klarinetten überm tupfenden "tiefen Blech".

Martin Scharnagls "Euphoria" ließ das Blasorchester flott und zugleich nuanciert aufmarschieren. Mit warmem Timbre gefiel das Gesangsduett Julia Bühler und Werner Pfeifer in der Polka "Böhmische Liebe". Dem anspruchsvollen Mortimer-Medley aus Gershwins Oper "Porgy and Bess" durfte man mit großem Vergnügen lauschen: Die Burg-Windeck-Musikanten entfalteten jazzigen Sound, malten große Gefühle, garnierten das Ganze mit effektvollen Soli.

Hochvirtuos agierten Johannes Bühler, Frank Burger, Daniel Friedmann und Pascal Steffens als solistisches Posaunenquartett in Thomas G. Greiners "Nonstop", auf das unter anderem aus dem Trompetenregister ebenso virtuose Echos antworteten. Ganz großes Kino für die Ohren bot das John-Higgins-Medley zu "König der Löwen" mit opulentem Klang. Das Ray-Woodfield-Potpourri "The Roaring Twenties" riss mit Ohrwürmern aus den 20er Jahren das Publikum zu Beifall hin. Friedel Seifert, erklärtermaßen kein Freund von Zugaben, ließ sich zu einer eben solchen erweichen: mit Geert-Sprick-Marsch "Mens sana in corpore sano".

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