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Hubschrauber peilen Jahnstadion an
Hubschrauber peilen Jahnstadion an
09.04.2019 - 00:00 Uhr
Bühl (sie) - Das Bühler Jahnstadion dient nicht nur als Sportstätte, sondern manchmal auch als Hubschrauberlandeplatz. In der vergangenen Woche hatte ein Rettungshelikopter für einen Kranken transport außerplanmäßig auf dem Rasen aufgesetzt. Ein Patient musste vom Bühler Krankenhaus nach Freiburg gebracht werden. Dabei verfügt die Klinik in der Robert-Koch-Straße über einen eigenen Landeplatz. Doch der ist seit Jahren außer Betrieb. Künftig könnte das Stadion deshalb häufiger für solche Zwecke zum Einsatz kommen.

Die Feuerwehr war in der Nacht zu Dienstag vergangener Woche verständigt worden, um den Parkplatz beim Schwarzwaldbad auszuleuchten. Denn dort sollte der Rettungshubschrauber aufsetzen. Kommandant Günter Dußmann war aufgrund eines ähnlichen Einsatzes in der Vergangenheit bereits im Vorfeld skeptisch. Und tatsächlich musste die Maschine die Landung abbrechen, weil die Rotoren auf dem unbefestigten Platz zu viel Steine und Staub aufwirbelten. Die acht Feuerwehrmänner mussten improvisieren und brachen das Tor des Jahnstadions auf, um dort den Rasen für den Heli auszuleuchten.

Dass die Maschine überhaupt das Sportzentrum und nicht gleich das Krankenhaus ansteuerte, ist aus Dußmanns Sicht nicht nachvollziehbar. Wenige Meter südwestlich des Klinikums befindet sich ein Hubschrauberlandeplatz. Über diesen ist allerdings schon reichlich Moos gewachsen. Laut Thomas Iber, Ärztlicher Direktor des Klinikums Mittelbaden, ist er seit Jahren außer Betrieb. Er entspreche nicht den aktuellen EU-Vorschriften. Ihn auszubauen, komme für das Klinikum nicht infrage. "Das wäre richtig aufwendig", meint er. Vorgeschrieben wären etwa eine Beleuchtungsanlage, ein Auffangbecken für Kerosin, Löschtechnik und bei jeder Landung auch Personal an Ort und Stelle. Da es in Bühl nur sehr selten zu Hubschraubereinsätzen komme, sei dieser Aufwand nicht gerechtfertigt. Wenn Patienten auf dem Luftweg verlegt werden müssten, würden sie in der Regel zunächst per Rettungswagen an den Klinikstandort nach Balg gebracht, wo der Hubschrauberlandeplatz vor zwei Jahren für 250 000 Euro ertüchtigt worden sei. Dort komme es seither zu rund 150 Landungen im Jahr.

Bei dem Fall in der vergangenen Woche sei der Patient mit einer Hirnblutung in die Bühler Notfallaufnahme eingeliefert worden. Von dort aus sollte er in eine Spezialklinik nach Freiburg gebracht werden. "In einem solchen Fall zählt jede Minute", erklärt Iber die Entscheidung zum Hubschraubereinsatz am Sportzentrum.

Die Feuerwehr hat für den nächsten Einsatz dieser Art vorgesorgt. Sie verfügt mittlerweile über einen Schlüssel für das Tor des Jahnstadions. Dußmann will das Gespräch mit der Rettungsleitstelle suchen, damit die Piloten künftig gleich den Rasen und nicht mehr den Schwimmbad-Parkplatz anfliegen. Darüber hinaus soll die Feuerwehr auch Zugang zum Clubheim des TV Bühl bekommen, von wo aus die Einsatzkräfte die Flutlichtanlage des Stadions anschalten können. Dann müssten die Floriansjünger das Grün nicht mehr mit eigenen Masten beleuchten. Zumindest theoretisch könnten die Piloten den Landeplatz beim Klinikum im Übrigen nach wie vor ansteuern. Wo sie runtergehen, ist allein ihre Entscheidung. So muss der Rettungshubschrauber bei Einsätzen häufig auf unbebauten Arealen mitten in Wohn- oder Gewerbegebieten oder auch auf schmalen Straßen aufsetzen. "Tagsüber hätte der Pilot in der vergangenen Woche den Platz vielleicht auch genutzt, aber wegen der hohen Bäume in der Nachbarschaft ist das nichts für einen Nachtanflug", sagt Iber.

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