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Bevölkerungszahlen bleiben weitgehend stabil
Bevölkerungszahlen bleiben weitgehend stabil
12.04.2019 - 00:00 Uhr
Bühlertal (eh) - Wohnraumknappheit dürfte laut Statistik in Bühlertal kein Thema sein. Es gibt immer mehr Wohnungen bei weitgehend stabilen Bevölkerungszahlen. Abgesehen vom Tagestourismus hat der Fremdenverkehr immer weniger Bedeutung. Das belegt der in den vergangenen Jahren stetige Rückgang der Betten- und Übernachtungszahlen.

Seit 24 Jahren gibt es das Gemeindeentwicklungskonzept, das alle zwei Jahre aktualisiert und fortgeschrieben wird. Es bündelt Zahlen des Statistischen Landesamtes und der Gemeindeverwaltung. Das Gremium befasste sich mit den Zahlen der Jahre 2016 und 2017. Anstelle des erkrankten Hauptamtsleiters Frank Bühler trug Bürgermeister Hans-Peter Braun einige Anmerkungen zum Zahlenwerk vor. Die aktuelle Einwohnerzahl betrage 8 141. "Da muss man zufrieden sein", so Braun.

Betrachtet man die Einwohnerzahlen, so sind diese - gesehen auf einen Zeitraum von zehn Jahren - trotz kleiner Schwankungen relativ konstant. 2007 gab es 8 070 Einwohner, 2017 waren es 8 052. Bei der natürlichen Bevölkerungsentwicklung geht die Schere zwischen Sterbefällen und Geburten deutlich auseinander. Im gleichen Zeitraum sorgten 908 Sterbefälle für ein Bevölkerungsminus von 229.

Dies wird aufgefangen durch einen positiven Saldo bei den Wanderungsbewegungen um 139 Personen im genannten Zehnjahreszeitraum. 2017 zogen 88 Personen mehr in die Talgemeinde als wegzogen. Bedingt durch den Höhepunkt der Flüchtlingskrise gab es 2015 einen positiven Saldo von 149 Personen. Entsprechend stieg auch der prozentuale Anteil ausländischer Mitbürger, der 2017 bei 12,3 Prozent lag. "Wir sehen immer noch einen Trend zur Stadtwohnung. Doch zunehmend sind es Familien, Alleinstehende oder Ältere, die in Bühlertal bezahlbaren Wohnraum suchen und finden", resümierte Braun.

Die Verschiebung der Alterspyramide ist klar ersichtlich. Der Anteil der über 65-Jährigen liegt mit 22,3 Prozent im Jahr 2017 über dem Durchschnitt im Landkreis (21,3 Prozent) und in Baden-Württemberg (20 Prozent). Im selben Jahr betrug der Anteil der unter 15-Jährigen nur 12,2 Prozent. Recht stabil ist die Zahl der Beschäftigten. 1 508 waren es im Jahr 2007, zehn Jahre später waren es nur zwei weniger.

Die Statistik zeigt, dass den Einwohnern viel Wohnraum zur Verfügung steht. Die Zahl der Wohngebäude und Wohnungen stieg in den vergangenen Jahren stetig. 2017 standen den 8 052 Einwohnern 2 192 Gebäude mit insgesamt 4 025 Wohnungen zur Verfügung. Andreas Karcher (FBV) merkte an, dass man über neue Baugebiete oder Arrondierungsflächen nachdenken solle, da viele Familien Wohnraum suchen würden. Bauamtsleiter Norbert Graf betonte, dass man in erster Linie auf die Innenentwicklung setze. Wichtiges Ziel sei auch, dass die bestehende Bausubstanz genutzt und instandgesetzt werde. Dieser Linie stimmte auch Franz Tilgner (CDU) zu. Es gebe viele leerstehende Gebäude und Wohnungen. Vielleicht könne man da manches anschieben, damit dieser Wohnraum genutzt werde.

Braun wies im Bereich Tourismus darauf hin, dass es bei den Übernachtungs- und Bettenzahlen seit Jahren einen deutlichen Abwärtstrend gibt. 2017 gab es 30 050 Übernachtungen und 589 Betten (die Zahl enthält 278 Betten in Vereinsgebäuden und Hütten). Zehn Jahre davor waren es noch 58 116 Übernachtungen und 761 Betten.

Eberhard Gschwender (FBV) regte an, auf der Grundlage des statistischen Zahlenwerks, unabhängig von Einzelproblemen, als Ratsgremium bestimmte Grundsatzfragen zu klären, um für künftige Entwicklungen gerüstet zu sein. Dem solle sich nach der Kommunalwahl das neu gewählte Gremium widmen. "Ich greife diesen Vorschlag gerne auf für eine Arbeitssitzung", so Braun. Peter Ganter (SPD) begrüßte den FBV-Vorschlag. Wie mehrfach im Laufe der Sitzung angesprochen, thematisierte auch er die weggefallene Einkaufsmöglichkeit im Obertäler Ortszentrum seit der Schließung eines Marktes vor einigen Wochen. Die Verwaltung sei hier angehalten, nach einer neuen Lösung zu suchen.

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