https://www.top-zusteller.de/
https://www.top-zusteller.de/
Im Falle eines Brexits winkt Irland
Im Falle eines Brexits winkt Irland
13.04.2019 - 00:00 Uhr
Bühl (wv) - "Wir haben in den vier Wochen in englischen Kindertageseinrichtungen Neues kennengelernt, was wir auch in unseren Kindergärten anwenden können." So beurteilten angehende Erzieherinnen ihr Berufspraktikum im Rahmen des EU-Programms Erasmus plus, als sie in der Elly-Heuss-Knapp-Schule ihre Zertifikate in Empfang nahmen.

Ein Ensemble bereicherte die Feier mit dem Kinderlied "The wheels on the bus go round an round", angeleitet von Sozialpädagoge Tobias Hölscher. Die aus England Zurückgekehrten ihrerseits animierten das Publikum, beim Lernlied "Twinkle, twinkle, traffic lights" durch Gebärden in die Rolle von Verkehrsampeln zu schlüpfen.

Lehrerin Anja Kirch, Erasmus-Projektleiterin der Schule, attestierte: "Ihr habt euch den Euro-Pass Mobilität redlich verdient. Die Vorbereitungen waren sehr arbeitsaufwendig." Die Auslandspraktikantinnen befinden sich in der zweijährigen Berufsfachschule Pädagogik oder in der Praxisintegrierten Ausbildung (PIA) auf dem Weg zur Erzieherin. Den Euro-Pass erwarben Vera Börsig, Marie Sofie Grm, Annika Marx, Elena Mitzel, Rose Nehring und Stella Zapf.

"Für die beteiligten Schülerinnen und Lehrerinnen hat Erasmus plus wahnsinnig viel Arbeit bedeutet, aber sie hat sich ausgezahlt", resümierte Abteilungsleiterin Ingrid Sies. Mit den Fördergeldern der EU konnten die Aufenthalte weitestgehend finanziert werden.

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen - vor allem, wenn die Fluglinie pleite geht. In helle Aufregung geriet auch das Erasmus-Team. Das Problem sei aber durch den engagierten Einsatz eines hiesigen Reisebüros mittels Ersatzflügen schnell gelöst worden, merkte Kirch an. Schulleiterin Gabriele Krämer atmete durch: "Wir sind froh, dass ihr wieder zurück seid!"

Die "Engländer auf Zeit" konnten tatsächlich viel erzählen. Sie stellten die südenglische Hafenstadt Plymouth vor und die dortigen Kindertageseinrichtungen, in denen sie im Praktikum arbeiteten. Sie zeigten Übereinstimmungen und Unterschiede zwischen englischen und deutschen Kitas auf, zum Beispiel: In England wird auch das chinesische Neujahrsfest und das hinduistische Diwali-Lichterfest groß gefeiert, was die kulturelle Herkunft der betreuten Kinder widerspiegelt.

"Wenn du überleben willst, musst du dir immer wieder bewusst machen: Die Autos kommen von der anderen Seite", warnte eine Rückkehrerin jene Mitschülerinnen, die vorhaben, im nächsten Schuljahr an Erasmus plus teilzunehmen. "Wir haben die Anträge schon gestellt", bestätigte das Erasmus-Team. Sollte England aber durch den Brexit für das EU-Programm ausfallen, wäre als Ziel zum Beispiel Irland denkbar. Die Tellus Education Group, der Partner, der die Gastfamilien und Kindertageseinrichtungen für die Praktika in England vermittelt, ist auch in anderen EU-Ländern aktiv.

BeiträgeBeitrag schreiben 



Das könnte Sie auch interessieren

Bühl
Praktika in englischen Kitas

15.11.2018
Praktika in englischen Kitas
Bühl (wv) - Die Elly-Heuss-Knapp-Schule wurde ins EU-Förderprogramm "Erasmus plus" zur allgemeinen und beruflichen Bildung aufgenommen. Acht angehenden Erzieherinnen und Erzieher absolvierten vierwöchige Praktika in englischen Kindertageseinrichtungen (Foto: wv). »-Mehr
Ort des Geschehens
Größere Google Karte
Umfrage

Es ist wieder soweit: Die ersten unter Folien angebauten Erdbeeren aus der Region kommen auf den Markt. Greifen Sie gleich zu?

Ja.
Nein, ich warte noch ab.
Ich esse keine Erdbeeren.


Wetter in Mittelbaden


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen | Datenschutz   
1