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"Ein geistlicher Schatz unserer Erzdiözese"
'Ein geistlicher Schatz unserer Erzdiözese'
30.04.2019 - 00:00 Uhr
Von Hermann Seiler

Bühl - Dankbarkeit, Demut, ein wenig Stolz sowie wahre klösterliche Lebens- und Seelenfreude prägten am Barmherzigkeitssonntag die Jubiläumsfeier "100 Jahre Kloster Maria Hilf, bis 2005 Provinzhaus von Baden-Hessen" in Bühl.

"Jubelfeiern sollen in erster Linie Dankfeiern sein." Die Aussage der seligen Mutter Alfons Maria, Stifterin der Kongregation der Schwestern vom Göttlichen Erlöser, wurde für mehrere Hundert Festteilnehmer im liebevoll gestalteten Festprogramm wohltuend transparent. Die Mitwirkung des emeritierten Freiburger Weihbischofs Rainer Klug sowie der zehn Konzelebranten mit den Klostergeistlichen Bernhard Weber und Jesuitenpater Alex Lefrank verliehen der Jubelfeier eine besondere Weihe und Würde.

Unter dem Klang der Orgel sowie dreier Trompeten hielten der Weihbischof und die Geistlichkeit Einzug im Gotteshaus, das im Blumenschmuck erstrahlte, floristisch gestaltet von Sakristanin Schwester Claudia. Belebende Akzente des facettenreichen Jubiläumsereignisses setzten auch das Familienquartett von Elke Haag (Orgel, E-Piano, Querflöte, Gesang) mit Ehemann Wolfgang (Trompete) und den Söhnen Philipp und Stephan (E-Piano, Trompeten, Gesang) sowie Bass-Bariton Hans Denk und der kleine Schwesternchor unter Leitung von Oberin Schwester Ehrengard.

Zu den heiligen Handlungen des Festgottesdienstes zählte die Auslegung des Evangeliums nach Johannes 20, 19-31 durch Weihbischof Klug, der die besonderen Glück- und Segenswünsche von Erzbischof Stephan Burger übermittelte. Zu einer berührenden Liebesbezeugung an die Jubilarin und die Stadt Bühl, in der die Eltern des Weihbischofs zeitweise gelebt hatten, avancierte die Festpredigt Klugs: "Tausende von Schwestern folgten ihrem Sendungsauftrag und sind von hier hinausgegangen zu Kranken und Kindern. Bühl ist für mich ein wichtiger Ort und eine geistige Heimat. Das Bühler Kloster ist und bleibt ein geistlicher Schatz unserer Erzdiözese. In einer aufgewühlten Zeit werden solche segensreiche Institutionen immer wichtiger."

In seinem Dank an die Schwestern der Kongregation sagte Klug: "Das Jubiläum ist zugleich eine wunderbare Gelegenheit, sich an die eigene Berufung und die erste Liebe zu erinnern beim Eintritt in das Kloster." Er wisse gleichwohl: "Berufung ist nicht immer leicht."

Nach der kirchlichen Feier hatte die Schwesternschaft, verstärkt durch zahlreiche Abordnungen aus unterschiedlichen Bereichen der Kongregation, zum Festakt geladen. "Miteinander feiern, dazu haben wir allen Grund. Auch für die 100 Jahre wechselvoller Geschichte unseres Klosters." Ein dankbares Wort nach ihrem Willkommensgruß zur Eröffnung widmete die Provinzoberin Schwester Rosa Fischer (Nürnberg) allen, die seit Jahren und Jahrzehnten, besonders auch am Jubiläumstag, Werkzeuge der Liebe und Güte Gottes für die Kongregation seien.

Im Festvortrag mit dem Thema "Geschichte, Spiritualität und Auftrag des Ordens", gab Generaloberin Monika Heuser aus Oberbronn einen fundierten Einblick in die Historie und das karitative Wirken ihrer Kongregation. Dies ausgehend von den Anfängen im elsässischen Niederbronn über die Gründung der Provinz in Bühl und deren blühende Entwicklung hin zur heutigen Situation des Bühler Klosters, in der die Provinzoberin kaum noch Schwestern aussenden könne. In Teilen des Klosters sei deshalb ein Gästebetrieb aufgebaut worden um die Räume zu nutzen, verdeutlichte die Generaloberin und motivierte: "Ich bin überzeugt, dass die Kirche weiterhin das Zeugnis, auch des apostolischen Ordenslebens, braucht. Ich danke von Herzen allen Mitschwestern, die sich mühen, täglich treu ihre Berufung und Sendung zu leben, bis zum Schluss."

100 Jahre auch ein Zeichen der Zukunft

Dem Festvortrag folgten die Grußworte unter dem einenden Leitgedanken "100 Jahre sind nicht nur Vergangenheit - durch Ihr Dasein (Kongregation) sind Sie ein Zeichen der Zukunft!" Oberbürgermeister Hubert Schnurr überließ der Provinzoberin Schwester Rosa als Jubiläumspräsent eine gerahmte Entwurfszeichnung des Architekten Hans Vierling, die die Westansicht des Klostergebäudes zeigt. Weitere Grußworte übermittelten Dominikanerpater Frano Prcela, Ordensreferent der Diözese Mainz in Vertretung von Bischof Dr. Peter Kohlgraf, und Andreas Leipert, Geschäftsführer des St.-Josef-Krankenhauses, Balserische Stiftung, in Gießen. "Sie dürfen stolz sein auf alles, was Sie geleistet haben", lautete das anerkennende Fazit.

Im Mittelpunkt des Nachmittags stand der geschichtliche Vortrag von Spiritual Bernhard Weber in der Klosterkirche zum hundertjährigen Bestehen des Klosters (das BT berichtete in einer fünfteiligen Serie). Abschließender Wunsch und die Hoffnung von Spiritual Weber waren: "Möge Gott dieses Kloster nicht verlassen!"

Im Anschluss an den Vortrag war Gelegenheit, die derzeitige Ausstellung im Exerzitienhaus zu besuchen (Bericht folgt). Eine feierliche Vesper in der Klosterkirche beschloss den Begegnungstag und das "Fest der Freude".

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