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"Ich bin Bühler, mehr Bühler geht gar nicht"
04.05.2019 - 00:00 Uhr
Bühl (sie) - Die erste Wählerin hat Christian Böckeler schon überzeugt. "Ich geb Dir drei Stimmen", kündigt Maren Endres-Rassek an. Dass die 40-Jährige politische Sympathien für ihn hegt, kommt nicht von ungefähr. Beide stehen auf der Kandidatenliste der FDP für den Bühler Gemeinderat. Und beide würden als Stadträte gern in die Fußstapfen ihrer Väter treten.

Endres-Rassek und Böckeler lassen keine Zweifel aufkommen, dass ihnen ihre Heimatstadt am Herzen liegt: "Ich bin Bühler, mehr Bühler geht gar nicht. Die Stadt ist perfekt", sagt sie. Und er sagt: "Wir leben in einer traumhaften Gegend. Hier gibt es so viel Gutes und tolle Menschen."

Dass die Beiden nun einen kommunalpolitischen Beitrag leisten wollen, diesen Status zu bewahren, ist unter anderem Jan Rassek zu verdanken. Der ehemalige FDP-Fraktionsvorsitzende überzeugte nicht nur seine Tochter, sondern auch Böckeler von einer Kandidatur. Endres-Rassek stand schon vor fünf Jahren auf der Liste, schaffte den Einzug damals aber nicht. "Es wäre eine Wunschvorstellung gewesen, mit meinem Vater zusammenzuarbeiten. Wir sind ein harmonisches Team", sagt sie. Diesmal wollte sie eigentlich gar nicht antreten, sondern ihren Vater erst einmal nur bei der Rekrutierung von Kandidaten unterstützen. Sie kann leidenschaftliche Plädoyers für kommunalpolitisches Engagement halten. Dass man anpacken muss, statt zu meckern. Dass Bühl so viel bietet, wofür es sich zu kämpfen lohnt. Sie war so überzeugend, dass sie öfter zu hören bekam: "Maren, warum machst Du das nicht selbst?" Da ihr kein überzeugendes Gegenargument einfiel, steht sie jetzt auf Listenplatz vier.

Zwei Plätze dahinter findet sich der Name Christian Böckeler. Kurz nach dem Neujahrsempfang klopfte Jan Rassek an seine Tür. Der Bühler Ehrenbürger ist für den 29-Jährigen eine "große Respektsperson". Rassek lobte ihn als Mann der Tat, der dank seines beruflichen Hintergrunds im Familienbetrieb vertraut sei mit vielen Themen, die in der Politik eine Rolle spielen. Böckeler fühlte sich angesprochen: "Ich bin so erzogen worden: Wenn ich gestalten möchte, dann muss ich dafür auch etwas tun."

Bei dem Gespräch saß auch sein Vater Stefan Böckeler dabei, der Ende 2018 nach fast 20 Jahren aus gesundheitlichen Gründen aus dem Gemeinderat ausgeschieden war. Der Senior verkniff es sich aber, dem Junior reinzuquatschen und ihn dazu zu drängen, seine Nachfolge am Ratstisch anzustreben: "Er hat das ganze Gespräch über kein Wort gesagt", schildert Christian Böckeler die Situation. Aber nachdem die Entscheidung gefallen war, zeigte der Vater seine Freude: "Das ist spitze!"

Sowohl Endres-Rassek als auch Böckeler ist bewusst, dass der eine oder andere argwöhnisch darauf schauen mag, wie sie auf den Spuren ihrer Väter wandeln. Auch beruflich haben sie als Anwältin beziehungsweise Konditor die gleichen Wege wie ihre Väter eingeschlagen. Beide wollen sich aber nicht künstlich abgrenzen, sondern sind dankbar für das, was ihnen ihr Elternhaus ermöglicht hat. "Ich hab' viel mitbekommen. Mein Rucksack ist sehr voll", sagt Endres-Rassek. Sie verweist aber auch auf hohe Ansprüche, die daraus entstehen: "Ich muss immer noch eins draufsetzen." Auch Böckeler spricht von einem großen Leistungswillen, der in ihm verankert sei. Er hofft, dass die Wähler das honorieren. Als Unternehmer seien er und Endres-Rassek es gewohnt, Entscheidungen zu fällen.

Ziel der FDP sei, die Anzahl der Sitze von aktuell drei auf vier zu steigern. Aus Sicht von Endres-Rassek wäre es "ein Traum", wenn sie und Böckeler gemeinsam am Ratstisch Platz nehmen würden. Dass beide viel mehr als nur die gegenseitigen Stimmen erhalten werden, scheint zumindest sicher. Sie sind vielfältig ehrenamtlich engagiert und verfügen über einen sehr großen Bekanntenkreis. Endres-Rassek sagt: "Wir sind Bühler Kinder."

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