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Der OB gratuliert schon mal zur Meisterschaft
Der OB gratuliert schon mal zur Meisterschaft
06.05.2019 - 00:00 Uhr
Von Hucky Krämer

Bühl - Am Ende waren die Bühler Fans froh, dass es vorbei war. Froh, dass der VfB im Heimderby gegen den in allen Belangen überlegenen SV Bühlertal mit dem 1:4 (1:2) noch glimpflich davongekommen war.



Durch den Sieg des SC Durbachtal gegen Freistett blieb ihnen zumindest erspart, dass der Erzrivale im Hägenich nicht auch noch vorzeitig die Landesliga-Meisterschaft feiern konnte. Was der Freude des SVB allerdings keinen Abbruch tat. Derbysiege sind eben doch am schönsten; noch dazu in einem, das vielleicht für längere Zeit das letzte Aufeinandertreffen der beiden Rivalen war. Neun Punkte Vorsprung wird und kann der SVB in den letzten vier Spielen nicht mehr verspielen.

Und so tanzten sie auf dem Rasen, feierten ihren Derbyhelden Philip Keller, der mit seinen drei Treffern (17., 77., 82.) den VfB fast im Alleingang besiegt hatte. Treffer Nummer vier (18.) hatte sein Bruder Maximilian erzielt. Die Bühler, die Darwin Jacinto Sabando Cedeno sogar mit 1:0 (15.) in Führung geschossen hatte, waren da schon längst in der Kabine verschwunden. Mit einem Derbysieg hätten sie die verkorkste Saison noch retten können, jetzt blieb ihnen nicht einmal dieses Trostpflaster.

Auch das nasskalte Wetter machte dem VfB einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Statt der erwarteten 800 Zuschauer pilgerten nur 400 ins Hägenich. Die sahen von Beginn an einen spritzigen, giftigen und technisch versierten SVB, der den VfB förmlich in dessen eigene Hälfte presste und immer wieder zu Fehlern zwang.

Zwar fehlten Torwart Marcel Lang und Benjamin Göhringer verletzungsbedingt, doch auch die hätten kaum den Untergang abwenden können. Zumal Lang-Vertreter Jakob Groll mehrmals glänzend parierte und der A-Jugendliche Jannik Steurer in der Vierer-Abwehrkette ein gelungenes Saisondebüt feierte.

Der SVB hätte es noch stressfreier haben können, wenn er nicht etwas zu fahrlässig mit seinen Torchancen umgegangen wäre. Auch zog man nach der Pause zunächst die Handbremse an, um sie dann aber in den letzten 20 Spielminuten wieder zu lösen. Und wenn Philip Keller seinen Turbo zündet, ist alles zu spät.

Zwei Meinungen über den auch in dieser Höhe verdienten Erfolg des SVB gab's nach dem Derby nicht. "Ein verdienter Sieg. Die Bühlertäler waren technisch überlegen. Sie haben die bisherige Saison souverän bewältigt. Man kann ihnen schon jetzt zur Meisterschaft gratulieren", meinte Bühls Oberbürgermeister Hubert Schnurr nach dem Abpfiff.

Zur Meisterschaft wollte Bühlertals Bürgermeister Hans-Peter Braun dem SVB zwar noch nicht gratulieren, sprach aber von einem "weiteren Schritt in Richtung Titel". Der Derbysieg war für ihn "auch in dieser Höhe verdient". Braun freute besonders, dass man bei aller Rivalität auf dem Platz und den Zuschauerrängen "fair miteinander" umgegangen ist.

Stadtrat Peter Hirn musste zwar nicht - wie zuletzt im Weitenunger Baggersee - ins kalte Wasser, ins Frieren kam er allerdings auch auf der Tribüne im Hägenich. Am Spiel erwärmen konnte er sich ebenfalls nicht: "Der SVB war in allen Belangen überlegen, deshalb kam auch nie Derbystimmung auf."

Und als ob VfB-Präsident und Stadtpfarrer Wolf-Dieter Geißler das geahnt hätte, weilte er im Urlaub. Entschieden mehr dürfte es den gerade verabschiedeten Landrat Jürgen Bäuerle wurmen, der wegen einer Einladung zu einem Geburtstag den Sieg seiner Bühlertäler im vorerst letzten Nachbarschaftsduell verpasste.

Sport

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