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Kapazität nahezu ausgeschöpft
Kapazität nahezu ausgeschöpft
11.05.2019 - 00:00 Uhr
Bühl (red) - Die nächsten, bis zu zwölf Meter langen Rohrsysteme liegen schon bereit, während der kleine Bagger den etwa 1,50 Meter tiefen Graben aushebt. "Wir kommen gut voran", berichtet der Geschäftsführer der Stadtwerke Bühl, Rüdiger Höche, beim Besuch der Baustelle mit OB Hubert Schnurr.

Am Montag haben die Stadtwerke mit der Erweiterung des Nahwärmenetzes in der Innenstadt begonnen. In den ersten Tagen konnte laut Pressemitteilung bereits der Anschluss an die Haupt-Trasse am Platz Villefranche und die Verlegung bis in die Herbert-Odenheimer-Straße realisiert werden. In den kommenden rund acht Wochen werden Rohre auf einer Gesamtlänge von etwa 150 Metern verlegt. "Für die Bebauung auf dem Lörch-Gelände bietet sich Nahwärme ideal an", betont Schnurr. Mehr als 40 Wohn- und Gewerbeeinheiten können dort zukünftig klimafreundlich Wärme und Warmwasser über das Nahwärmenetz beziehen. "Insgesamt können etwa 50 Tonnen CO 2 pro Jahr eingespart werden", so Schnurr. Ein weiterer Vorteil: Die Neubauten benötigten keine eigene Heizung und damit auch keinen Kamin.

Im Jahr 2010 hatten die Stadtwerke mit dem Aufbau des insgesamt gut fünf Kilometer langen Nahwärmenetzes begonnen und Ende 2011 die ersten Häuser angeschlossen. Herzstück ist die Heizanlage im Froschbächel, die CO 2- neutral und effizient aus einem Biomassekessel mit frischen Holzhackschnitzeln die Wärme erzeugt. "Nach Anschluss des Lörch-Areals ist die Kapazität der Heizanlage nahezu ausgeschöpft", so Höche. Rund zwei Dutzend Privat- und Geschäftshäuser sind bereits an das Nahwärmenetz angeschlossen, darunter auch zwei Rathäuser, Feuerwehr, Großsporthalle, Bürgerhaus, Mediathek und Aloys-Schreiber-Schule.

Bei den aktuellen Arbeiten lässt sich gut erkennen, wie das Nahwärmesystem funktioniert: In einem isolierten Kunststoffrohr liegen zwei Stahlrohre - eines für den Transport des bis zu 85 Grad heißen Wassers zu den Häusern und eines für den Rücklauf des dann noch etwa 53 Grad warmen Wassers. "Wir verwenden für das erste Stück von der Haupt-Trasse bis zur Herbert-Odenheimer-Straße ein Doppelrohr mit 50 Zentimetern Durchmesser, in dem beide Wasserleitungen liegen", erläutert Höche. Das habe den Vorteil, dass durch die nah beieinander liegenden Rohre der Wärmeverlust geringer sei und so ein noch höherer Effizienzgrad erreicht werden könne.

Ab der Herbert-Odenheimer-Straße werden zwei separate, acht bis 15 Zentimeter dicke Einzelrohre genutzt, die sich flexibler verlegen lassen. "Das ist wichtig, da in diesem Bereich viele Leitungen für Strom, Gas und Telekommunikation in der Erde liegen", so Höche. Die Leitungsstücke werden miteinander verschweißt und an den Nahtstellen mit einem Zwei-Komponenten-Schaum isoliert.

In einem zweiten Schritt werden die Rohre in der Herbert-Odenheimer-Straße bis zur Höhe der Mediathek verlegt. In einem dritten Bauabschnitt geht es bis zum Lörch-Gelände, wo die Häuser über einen zentralen Quartiersanschluss versorgt werden.

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