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Gesang und Sprache in reizvollem Kontrast
Gesang und Sprache in reizvollem Kontrast
14.05.2019 - 00:00 Uhr
Bühl (wv) - Berührende Lieder und Texte von spiritueller Tiefe prägten die Maiandacht am Muttertag, die der von Hermann Stösser musikalisch geleitete Chor "ProVokal" in der Pfarrkirche St. Peter und Paul gestaltete. Gebete, Fürbitten und Meditationen, die nachdenklich stimmten, hatte Chorsängerin Gisela Emminger zusammengestellt.

"ProVokal" ist der gemischte Chor der Bühler Chorgemeinschaft "Harmonie". In seiner Maiandacht in der Mitte des Marienmonats widmete er sich dem Leitgedanken "Maria, Friedensstifterin - Suche den Frieden und jage ihm nach". In den wichtigen Rollen der Lektorinnen gestalteten Gisela Emminger und - erstmals - Waltraud Zimmer die Texte eindringlich.

Einleitend schilderte Emminger ihren Blick auf die Gottesmutter: "Für mich ist Maria eine ganz besondere Frau, eine starke Frau, ein Vorbild. ,Gelassenheit' ist ein Wort, das sie ganz und gar auszeichnet." Zulassen, loslassen und sich überlassen spielten da hinein. "Maria lässt den Ruf Gottes in ihrem Leben zu, und dieser Ruf bedingt das Loslassen. Indem sie sich überlässt, kann Neues entstehen und wachsen. Dabei ist Maria so menschlich. Auch sie hatte Fragen und Zweifel, hatte Unverständnis und scheinbares Scheitern erlebt und durchlebt. Darum, denke ich, können wir beruhigt unseren Weg gemeinsam mit ihr zu Gott hin gehen."

Zunächst hatte der pianistische Prolog Hermann Stössers musikalisch nachdenklich gestimmt. Ergreifend sangen die Männerstimmen des "ProVokal" den Choral "Salve Regina". Hier - wie in allen folgenden Liedern - rundete die nachhallbetonte "große" Akustik der neugotischen Pfarrkirche den Chorklang zu wunderbarer Homogenität.

Erst die Frauen-, dann auch die Männerstimmen verwoben sich sphärisch in "Pace e bene", dem Willkommens- und Friedensgruß der Franziskaner. Im "Ave Maria" von Jean-Philippe Rameau stieg der Duettgesang von Gritta Assmus und Beate Kurz fein ziseliert zu den Kreuzgewölben hinauf.

Im Wechsel zwischen Stössers Solostimme und einem mehrstimmigen Chorsatz gestaltete "ProVokal" das Hochgebet Mariens: "Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter." Ausdrucksstark und mit rundem Klang gestaltete der Chor ein "Ave Maria" nach einem Werk des englischen Zeitgenossen John Rutter und den neu einstudierten Hymnus "Für das Heil, Herr, aller Völker" des ebenfalls englischen Barockkomponisten Henry Purcell.

Reizvolle Kontraste bescherten die mit einer Solosprechstimme vorgetragenen Fürbitten, die der Chor erst mit langen Akkorden unterfütterte und dann mit dem "Kyrie" aus Taizé als Kehrvers beantwortete, sowie das "Ave Maria" in lateinischer Sprache: Dieses kombinierte das von den Frauenstimmen gesprochene Gebet mit dem gesungenen der Männerstimmen.

Beeindruckend bot "ProVokal" das Gotteslob-Lied "Selig seid ihr, wenn ihr einfach lebt" dar. Waltraud Zimmer wandte sich im Gebet an "Maria, Schwester im Glauben, Maria vom Frieden, mach mir Mut ... zeige mir erlösende Wege, Verletzungen zu heilen ... mit großem Vertrauen, dass alles gut wird. Maria, eine von uns, steh zu uns!"

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