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Wunsch nach Bürgerbegegnungszentrum
Wunsch nach Bürgerbegegnungszentrum
03.06.2019 - 00:00 Uhr
Bühl (jure) - Möglicherweise hat der 1. Juni 2019 das Zeug dazu, als ein Meilenstein in die Geschichte von Vimbuch einzugehen. Immerhin setzten sich am Samstag zahlreiche Bürger mit der Frage auseinander, wie sich der Stadtteil weiterentwickeln kann. Nachdem im März der Bürgerbeteiligungsprozess gestartet worden war, ging es nun darum, mit der Arbeit konkret zu beginnen.

Bei einer knapp zweistündigen Radtour durch Vimbuch galt der Blick zunächst den "Schätzen" des Ortes. Dabei oblag es insbesondere Moderator Fridolin Koch (SPES Zukunftsmodelle), zum Nachdenken anzuregen. Immer wieder forderte er die Radler, die ihren Ort scheinbar so gut wie ihre eigene Westentasche kennen, auf, Vimbuch neu zu betrachten. Aus dem Blickwinkel eines Externen zählte er die Schönheiten des Ortes auf: das viele Grün oder die zahlreichen kleinen Fuß- und Radwege, die für Begegnungen und damit für Kommunikation prädestiniert seien.

Ins Schwanken brachte er die Vimbucher mit seinen Fragen zur Historie. Beim Start am Rathaus ließ Koch schätzen, welches der umliegenden Gebäude (Pfarrhaus, Rathaus, Kirche) wohl das älteste ist. "Bei der Frage, wo soll es hingehen, ist es wichtig zu wissen, wo man herkommt", erklärte er. Erinnerungen an frühere Zeiten wurden auch an weiteren Stationen wie am alten Schulhaus geweckt, in dessen Keller früher viele Familien ein Gefrierfach für die Vorräte hatten, oder am Sandbach, in dem schon Generationen von Kindern immer gerne gespielt haben.

Im Mittelpunkt der Tour stand aber die Frage: "Wo kann für Vimbuch ein kommunikativer Treffpunkt entstehen, an dem vielleicht auch gefestelt und geprobt werden kann?" Ein Areal, das dafür in Frage kommt , ist der Bereich um den alten Farrenstall und um das nun nicht mehr benötigte Feuerwehrgerätehaus. Dort waren sich viele einig, dass der Farrenstall als eines der wenigen älteren Gebäude in Vimbuch nicht abgerissen werden, sondern in eine Lösung integriert werden sollte.

Thema war dort auch die Einbindung des Sandbachs. Dabei wurde kritisiert, dass aus Sicherheitsgründen das Regierungspräsidium die Treppen zurückbauen möchte und so Kinder keinen Zugang mehr zu dem Bach haben.

Interessante Gedankenspiele gab es auch am alten Schulhaus. Ortsvorsteher Manuel Royal würde sich für das Gebäude eine effizientere Nutzung wünschen. Das Probelokal des Gesangvereins werde nur für wenige Stunden genutzt. Das Institut für Landschaftsökologie und Naturschutz hat zu einem günstigen Preis das Obergeschoss angemietet. Er könne sich aber auch das Projekt "Wohnen in der alten Schule" vorstellen - mit barrierefreie Wohnungen für Menschen, die hier zur Schule gegangen sind. Die Lage mitten im Ort sei ideal, so Royal. Die Vereine, die derzeit das Gebäude nutzen, könnten in das neue Zentrum am Sandbach umziehen, so seine weiteren Überlegungen.

Mit dem Blick in die alte Vimbucher Dorfstraße entwickelte Oberbürgermeister Hubert Schnurr spontan die Idee, den Kurvenbereich Sandbachstraße/Vimbucher Straße als ehemalige Dorfmitte zu reaktivieren. Mit seinem "Gedankenblitz" löste er eine Verkehrsdebatte aus. Schon seit Jahren leide Vimbuch unter dem Durchgangsverkehr, den es vor allem in die Industriegebiete ziehe. Abhilfe soll hier der Umbau der Weissgärber-Kreuzung schaffen.

Vom idyllischen Sandbach ging es weiter zum Spielplatz Am Eisweiher und zum Sportzentrum. Endstation war der Grillplatz, auf dem Oberbürgermeister Hubert Schnurr sein Versprechen einlöste und zum Grillen einlud.

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