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Bürger legen Wert auf Naturschutz
Bürger legen Wert auf Naturschutz
05.06.2019 - 00:00 Uhr
Rheinmünster (ar) - Die Gemeinde Rheinmünster will auch künftig ein attraktiver Ort zum Wohnen und Arbeiten bleiben. Unter dem Arbeitstitel "Zukunftsbild Rheinmünster 2035" wurde ein Entwicklungskonzept erstellt, das Gaby Pietzschmann vom beauftragten Stadtplanungsbüro Steg aus Stuttgart jüngst in die öffentliche Gemeinderatssitzung am Montag mitgebracht hatte.


Im Oktober 2017 hatte der Gemeinderat beschlossen, das vom Regierungspräsidium schon lang geforderte Entwicklungskonzept in Auftrag zu geben. Dieses war Voraussetzung für bereits zugesagte und noch zu beantragende Finanzhilfen für das Sanierungsprogramm "Historische Ortsmitte Schwarzach", in dem sich die Gemeinde seit März 2013 befindet und das noch bis Ende 2023 läuft.

Rund 1,4 Millionen Euro Fördergelder sind bereits geflossen, wovon ein wesentlicher Teil für die Sanierung des Kindergartens benötigt wurde. Für den Umbau und die Erweiterung des Rathauses stehen weitere rund zwei Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung - bei geschätzten Gesamtkosten in Höhe von rund vier Millionen Euro.

Nachdem das Stuttgarter Stadtplanungsbüro den Auftrag zur Erstellung eines Gemeindeentwicklungskonzepts erhalten hatte, wurde die Einwohnerschaft zur weiteren Planung miteinbezogen. Eingeladen wurde im Mai vergangenen Jahres zu einer Info-Veranstaltung, im August 2018 wurde eine Umfrage gestartet, bei der alle Bürger aus Rheinmünster ihre Wünsche und Anregungen einbringen konnten. "Wir hätten uns eine höhere Beteiligung gewünscht", sagte Bürgermeister Helmut Pautler, denn nur knapp zehn Prozent aller Einwohner hätten sich beteiligt. Als Ergebnis ergab sich dennoch, dass den Rheinmünsteranern insbesondere die Familienfreundlichkeit ihrer Wohngemeinde am Herzen liegt. Hohen Stellenwert haben auch Klimaschutz, Naturschutz, Ehrenamt sowie eine Verträglichkeit von vernünftigem Umgang mit wirtschaftlichen Interessen und der nachhaltigen Verwendung von natürlichen Ressourcen.

Alle Anregungen wurden bei der Klausurtagung des Gemeinderats im Frühjahr dieses Jahres zu Leitsätzen ausgearbeitet, die nun Grundlage und Vorgabe für die Arbeit der Verwaltung und des Gemeinderats in den kommenden Jahren sein werden.

Feuerwehrentwicklung Teil des Konzepts

Ziele der weiteren Entwicklung bis 2035 sollen etwa ein besseres Wohnraumangebot und eine Aufwertung des Ortsbildes durch Instandsetzung alter Gebäudesubstanz sein. Auch die Belebung von Leerständen, die Bereitstellung neuer Gewerbeflächen sowie eine verstärkte Ressourcenschonung im Handeln der Gemeinde sollen angestrebt werden. Eine Optimierung der öffentlichen Grünflächenpflege, Müllsammelaktionen im jährlichen Turnus sowie Vorgaben zum Klima- und Umweltschutz bei Bebauungsplänen und Verpachtungen wurden ebenfalls angeregt. In diesem Zusammenhang verwies Bürgermeister Helmut Pautler darauf, dass künftig bei der Verpachtung von Flächen Wert auf entsprechende Blühstreifen gelegt werde.

Weitere Maßnahmen, die im Entwicklungskonzept angegangen werden sollten, sind eine Feuerwehrkonzeption, der Breitbandausbau, die hausärztliche Versorgung, die Sanierung des Hallenbades in Greffern und eine touristische Weiterentwicklung der Gemeinde.

Gewünscht werden aber auch mehr ÖPNV-Angebote, die Sanierung von Kreis- und Landesstraßen, ein Ausbau des Radwegenetzes, Barrierefreiheit in der gesamten Gemeinde mit ihren Ortsteilen sowie mehr verkehrsberuhigte Bereiche.

Geplant ist, das Gemeindeentwicklungskonzept bis zum Ende des Sommers final auszuarbeiten . Das kündigte die Vertreterin des Stadtplanungsbüros jüngst im Gemeinderat an.

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