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Kinder beweisen ihren grünen Daumen
Kinder beweisen ihren grünen Daumen
07.06.2019 - 00:00 Uhr
Lichtenau (ar) - Die Schüler der Gustav-Heinemann-Grundschule in Lichtenau können in ihrem Schulgarten bereits zusehen, wie die als Samen eingesäten Radieschen langsam zu einer kleinen Pflanze heranwachsen. Künftig werden sie noch mehr über Pflanzen, Tiere und Biodiversität vor ihrer Haustür erfahren: Die Schule beteiligt sich in diesem Schuljahr nämlich an der Schulgarteninitiative, die das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg unter dem Motto "Lernen für die Zukunft - Gärtnern macht die Schule" ausgeschrieben hat.

Rektorin Doris Wegner hieß am Mittwoch, dem bundesweiten "Tag des Schulgartens", die vom Regierungspräsidium Karlsruhe entsandte Jury mit Gartenbauingenieur Gerhard Sorg vom Landratsamt Karlsruhe, Hans-Joachim Lehnert von der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, Elke Bayer vom Gartenbauverband Baden-Württemberg-Hessen und Uwe Kimberger, Fachberater Obst- und Gartenbau Baden-Württemberg, willkommen. Auch die Grundschule Ebersteinburg und die Bachschloss-Schule Bühl wurden an diesem Tag bewertet.

Es war ein günstiger Zufall, der der Lichtenauer Grundschule zu der rund acht Ar großen Gartenfläche verhalf: Das Grundstück wurde im Zuge des Neubaugebietes "Warrett III" getauscht. Unter Mithilfe des Bauhofs und zahlreicher Eltern wurden ein Zaun angefertigt, die auf dem Grundstück befindliche Gartenhütte aufgemöbelt, die ersten Hochbeete aufgestellt und mit Erde gefüllt, die ersten Samen gesät und die vielen gespendeten Gartengeräte an Haken fein säuberlich aufgehängt.

Einige Lehrkräfte seien bereits auf Fortbildung gewesen, in einem Schulkolloquium habe man schließlich die ersten Ideen gesammelt, wie Wegner informierte. Alles sei vorbereitet, damit die rund 160 Grundschüler und 13 Lehrer gemeinsam ab kommendem Schuljahr mit der Schulgartenarbeit starten können.

"Jede Schulklasse bekommt ihr eigenes Hochbeet, jede Klassenstufe erhält verpflichtende Aufgaben, es gibt bestimmte Verhaltensregeln für den Schulgarten, aber vieles soll auch in Projektarbeiten einfließen", sagte die Rektorin. Ideen hierfür gebe es genug: So könnten in der weiteren Entwicklung ein Weigenhaus, ein Sinnes- und Kräutergarten, ein Baumhaus, ein Insektenhotel, eine Trockenmauer, eine Blumenwiese und mehr entstehen.

Mit ihren ersten Maßnahmen schaffte es die Gustaf-Heinemann-Grundschule in die Bewertungsstufe eins. Das Konzept hat die Jury überzeugt, sodass Lehnert um Weitergabe der Ideen bat: "Da können in Verbindung mit dem Schulgarten Kompetenzen vermittelt werden, die grundlegend für die Schüler wichtig sind", sagte er lobend. Auf das grundsätzlich vorhandene große Potenzial an Fläche rund um die Schule verwies Sorg.

An der Schulgarten-Initiative, die ausgehend von der Pädagogischen Hochschule seit 1994 existiert, beteiligen sich in diesem Schuljahr in ganz Baden-Württemberg rund 150 Schulen, davon 20 Schulen im Regierungsbezirk Karlsruhe. Wie Lehnert informierte, hatten im Jahre 2017 rund 40 Prozent aller Schulen in Baden-Württemberg einen Schulgarten. Vorbild für die Initiative ist die "School Gardening Campaign" der Royal Horticultural Society in England. Dort verfügen 70 Prozent aller Grundschulen und 80 Prozent aller weiterführenden Schulen über einen Schulgarten.

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