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Einbruchserie von bisher nicht gekanntem Ausmaß
Einbruchserie von bisher nicht gekanntem Ausmaß
08.06.2019 - 00:00 Uhr
Bühl (gero) - In Kappelwindeck geht die Angst um: Seit Jahresbeginn gibt es eine Serie von Tages- und Nachteinbrüchen. Von dem oder den Tätern fehlt jegliche Spur. Das Polizeirevier Bühl steht vor einem Rätsel, weil es kein Täterprofil und so gut wie keinen Anfangsverdacht gibt. Inzwischen wird Kappelwindeck verstärkt "bestreift", auch mit Beamten in Zivil, um den Fahndungsdruck zu erhöhen.

Mehrere Bürger wandten sich bereits an die Redaktion und berichteten von einer "großen Verunsicherung" der Bewohner. In einem Fall gingen die Täter geradezu mit brachialer Gewalt vor. Sie haben es hauptsächlich auf Einfamilienhäuser und dabei auf Schmuck und Bargeld abgesehen.

Die Zahlen sind jedenfalls alarmierend. Gab es im vergangenen Jahr im Zuständigkeitsbereich des Polizeireviers Bühl 24 Wohnungseinbrüche, sind es bis Ende Mai dieses Jahres bereits deren 25, davon 14 allein in Kappelwindeck. Von den 25 gemeldeten Vorfällen blieb es elfmal bei einem Versuch.

Eine "vergleichbare Serie" ist Walter Kautz, dem Leiter des Bühler Reviers, nicht bekannt. Nach einer Häufung der Eigentumsdelikte Anfang des Jahres war es im März und April etwas ruhiger geworden. Im Mai setzte dann eine weitere Welle ein. Dabei lässt sich von der Vorgehensweise der Täter kein festes Muster ableiten. Sie kommen an verschiedenen Tagen und zu unterschiedlichen Uhrzeiten. Auch ist nicht bekannt, ob es sich um einen Einzeltäter oder organisierte Kriminalität handelt.

Die Bühler Beamten haben sich des Problems mit Hochdruck angenommen und verschiedene Strategien entwickelt. In die Fahndung und Auswertung der Vorgehensweise der Kriminellen sind auch die Kripo des Polizeipräsidiums Offenburg und die in Rastatt ansässige Kriminaltechnik eingeschaltet. Vor Ort ist für die Aufklärung der Bezirksdienst des Bühler Reviers mit seinem Leiter Peter-Johannes Scholz zuständig.

Er und Kautz legen den Bürgern, aber nicht nur jenen in Kappelwindeck, dringend ans Herz, verschärft auf auffällige Personen zu achten und auch Nachbargrundstücke im Auge zu behalten. Bei Verdachtsmomenten sollte umgehend das Bühler Revier verständigt und nicht bis zum nächsten Tag gewartet werden. Auch Erlebnisse oder Personen, die im Nachgang ungewöhnlich erscheinen, sollten gemeldet werden. Im Übrigen empfehlen beide eine Kontaktaufnahme mit der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle, die kostenlos für Wohnungen ein Sicherheitsprofil erstellt. Oft könne für relativ wenig Geld Sicherheit nachgerüstet werden.

Walter Kautz sichert derweil einen weiteren hohen Fahndungsdruck zu und hofft auf einen raschen Erfolg. Der individuelle Schaden sei nämlich oft höher und irreparabel als der materielle. Und der geht nach BT-Informationen bereits in die Zehntausende. Aber vielleicht schlägt ja auch Kommissar Zufall zu.

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