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Anspruchsvolle, aber lohnende Aufgabe
Anspruchsvolle, aber lohnende Aufgabe
11.06.2019 - 00:00 Uhr
Ottersweier (ass) - Die katholische Pfarrgemeinde Ottersweier hatte am Pfingstsonntag in die Pfarrkirche St. Johannes zum Festgottesdienst anlässlich des 150 jährigen Bestehens des Kirchenchores eingeladen. Pfarrer Jörg Christian Seburschenich sprach in seiner Predigt vor voll besetzten Kirchenbänken von Pfingsten als dem höchsten Kirchenfest, dem Dreifaltigkeitsstag.

Der Geistliche kam auf den Evangelisten Apostel Paulus zu sprechen, der durch sein charismatisches liturgisches und kirchliches Handeln als ein Advocatus, eines christlichen Fürsprechers, bestach. Chorleiter Harald Volz, Vertreter der Philharmonie Baden-Baden, sowie namhafte Solisten umrahmten den Festgottesdienst.

Den Anfang machte das klassische Kirchenmessestück der Krönungsmesse in C-Dur (KV317) von Wolfgang Amadeus Mozart aus dem Jahr 1779, als Mozart unter anderem als Hoforganist und kaiserlicher Kammerkomponist in Salzburg tätig war. Die Krönungsmesse war unmittel bar nach seinem Tod bei den Krönungsfeierlichkeiten von Kaiser Franz II. zum Tragen gekommen, Unter den Teilen des Ordinariums Missae ragte zunächst das Kyrie majestätisch heraus, bald darauf stimmten die Sopranistin Diana Fischer, die ständiges Mitglied im Orchester des Bayerischen Rundfunks ist, und der Tenor Holger Schumacher ein hübsches, wenn auch kurzes Duett an.

Stärker zum Einsatz kam der Kirchenchor im Gloria, dessen Anforderung gut bewältigt wurde. Dies galt insbesondere auch für das folgende Credo, bei dem eher die Streicher im Chorraum zu tun hatten. Das Benedictus offerierte der Zuhörerschaft herrliche Quartett-Kostbarkeiten. Das Agnus Dei sang Diana Fischer als Arie. Für die Zuhörerschaft ragten hierbei insbesondere die charakteristischen Elemente der Sinfonien, die Solostimmen und die choralen Bestandteile hervor. Die Streicherbesetzung aus Holz- und Blechbläsern der Baden-Badener Philharmonie, basierend auf dem Wiener Kirchentrio und bestehend aus zwei Violinen und Basso continuo, ergänzte konzertant die weiteren Solisten. So auch die musikalische Leiterin des Philharmonischen Chors Baden-Baden, Anja Schlenker-Rapke (Alt), die über ein wunderbares Timbre in ihrer Stimme verfügte. Sie und Ernst Rapke (Bass) verliehen der Krönungsmesse ein lebendiges Mozart-Bild mit schwungvollen, aber nie gehetzten Tempi sowie wundervollen kontemplativen Momenten.

Nach der feierlichen Vesper erklang die Motette "Regina Coeli in B-Dur (KV127) für Solosopran und Chor", ein viertelstündiges marianisches Mozart-Werk, das von einer kontrapunktischen Durchbildung gekennzeichnet ist. Zwei entzückende Sopranarien im Mittelteil stellten den Kirchenchor vor eine anspruchsvolle, aber lohnende Aufgabe. Mozart hatte dieses Stück im Alter von 16 Jahren im Mai 1772 in Salzburg verfasst.

Die gregorianische Melodie zu "Regina Coeli" ist ein typischer und mitreißender "Mozart", virtuos und meisterlich zugleich. Die dreiteilige marianische Antiphon, ein an die Gottesmutter gerichteter Gesang, eröffnete der Kirchenchor unter Begleitung der Baden-Badener Philharmoniker. Danach folgte das "Quia quem meruisti" mit der Sopranistin Diana Fischer und dem Kirchenchor im Andante. Zum Schluss dieses einzigartigen Gottesdienstes erklang ein ausgedehntes und mitreißendes "Alleluia" für Sopran.

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