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Von Geistern, Tieren und Waldmenschen
12.06.2019 - 00:00 Uhr
Von Berthold Gallinat

Schwarzwaldhochstraße - Kräftig fliegen die Späne, als Markus Seiterich in einem Waldstück nahe Hundseck die Motorsäge wieder und wieder ins Holz treibt. Dies aber nicht, um einen Baum zu fällen, sondern um aus einem rund zwei Meter hohen Fichtenstumpf einen Uhu herauszumodellieren.

Der Bühlertäler Motorsägenkünstler tat dies wie seine beiden Mitstreiter Jürgen Echle aus Bad Peterstal und Rolf Sauer aus Alpirsbach für einen Holzskulpturenpfad etwas unterhalb der Ottersweierer Walderlebnisstation. Die Gemeinde Ottersweier hat diesen Holzskulpturenpfad mit Förderung durch den Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord in der Nähe des "Waldklassenzimmers" in Auftrag gegeben, er dient gewissermaßen zum künstlerischen Walderlebnis und ergänzt die Station. Elf Skulpturen sind auf dem Pfad, der ein Stück durch den Wald führt, vorgesehen, angefangen von Tierfiguren wie Adler, Dachs, Fuchs, Uhu und Wildschwein über menschliche Darstellungen wie Jäger und Holzmacher bis hin zu Reliefs des ehemaligen Kurhauses Hundseck und des Skisports. Zwei Baumgeister am Eingang des Holzskulpturenpfads weisen Kindern den Weg.

Eine dieser beiden Figuren arbeitete Jürgen Echle am Samstag im Rahmen eines öffentlichen Schausägens heraus. Die Figur hat etwas von den Huorns aus dem Film "Der Herr der Ringe". Knorrig, mit markantem Gesicht und tiefen, vertikal geschnittenen Furchen, die einen imposanten, langen Bart bilden, steht der Waldgeist da und weist mit den Fingern seiner wuchtigen Hand auf den Pfad. Von neun bis 15 Uhr arbeitete Jürgen Echle an der Figur, den anderen Waldgeist hatte er bereits eine Woche zuvor angefertigt. "Der Stamm für die linke Figur war auf der einen Seite etwas gerissen, aber das konnte ich mit Schrauben befestigen, und so passt es schon", berichtete Echle über seine Arbeit vor einer Woche. Die Skulpturen, die im Höhengebiet extremen Witterungseinflüssen ausgesetzt sind, werden aus Haltbarkeitsgründen noch eine Bläueschutz-Grundierung erhalten. Ebenfalls ist für jede eine Abdeckung vorgesehen.

Markus Seiterich hatte bei der Gestaltung seines Uhus ein wenig das Problem, dass er nicht zu tief ins Holz sägen konnte. "Innen sind ziemlich Faulstellen drin. Solche Kernfäule kommt bei den Fichten vor und bildet bei der Arbeit eine besondere Herausforderung. Aber ich bekomme das schon hin", versicherte er lachend und wandte sich den Ohren seines Uhus zu.

Der Zuspruch zum öffentlichen "Schausägen" hielt sich in Grenzen, nur hin und wieder kam der eine und andere Besucher vorbei, aber diejenigen, die kamen, waren sehr beeindruckt. Für deren leibliches Wohl sorgte die neue Pächterin der Hundseck-Hütte, Isabella Denu-Dangelmaier. Anfang kommenden Monats soll der Holzskulpturenpfad fertig sein, die Gemeinde Ottersweier hat die Einweihung auf Freitag, 5. Juli, terminiert.

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