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Aus technischem muss ökologischer Fortschritt werden
Aus technischem muss ökologischer Fortschritt werden
14.06.2019 - 00:00 Uhr
Bühl (red) - Die Verunsicherung der Belegschaft von Schaeffler und Bosch ist groß. Die Autohersteller haben sich umfangreiche Sparprogramme auferlegt, ebenso die Zulieferer. Die IG Metall fordert Sicherheit für die Beschäftigten und ruft zu einer Kundgebung am morgigen Samstag ab 10 Uhr auf dem Europaplatz auf.

Der Umbau der Industrie dürfe nicht über den Köpfen der Beschäftigten erfolgen, heißt es in einer Mitteilung der IG Metall Offenburg. Das Motto der Kundgebung steht deshalb unter dem Motto "Unsere Arbeitsplätze gemeinsam erhalten". Mit der Digitalisierung und dem Übergang zur Elektromobilität stehe ein tief greifender Umbruch bevor. In den Betrieben komme dieser Druck immer stärker an. "Wir wollen, dass diese Veränderungen fair ablaufen und die Beschäftigten von heute auch zukünftig gute Arbeitsplätze haben. Aus technologischem Fortschritt muss sozialer und ökologischer Fortschritt werden. Es geht um sichere und zukunftsfähige Beschäftigung", so Norbert Göbelsmann, zweiter Bevollmächtigter.

Die IG Metall-Vertrauensleute rufen besonders die Beschäftigten bei Schaeffler und Bosch zu der Kundgebung auf. "Sozial und ökologisch darf nicht gegeneinander ausgespielt werden. Wir wollen nicht, dass die Investitionskosten einfach den Beschäftigten als Sparprogramme aufgebürdet werden. Der Umbau der Industrie kann nur mit den Beschäftigten gelingen", so Göbelsmann weiter.

Die Gewerkschaft ruft deshalb auch zu einer Kundgebung am 29. Juni in Berlin auf. Der Handlungsbedarf sei groß. Knapp die Hälfte der befragten Betriebe im Organisationsbereich der IG Metall habe keine oder keine ausreichende Strategie zur Bewältigung der Transformation. Um die anstehenden Veränderung zu stemmen, fordert die IG Metall ein "Durchstarten in der Verkehrs- und Energiewende". Dazu seien massive Investitionen in neue Produkte und Geschäftsmodelle, Infrastruktur und Qualifizierung nötig, mehr Mitbestimmung und Beteiligung sowie eine verlässliche Absicherung in jedem Lebensalter und in jeder Lebensphase. Nun müssten Arbeitgeber und Politiker endlich liefern.

Ende Mai hatte Schaeffler bekannt gegeben, dass der 90 Millionen Euro teure Neubau eines Entwicklungszentrums in den Bußmatten bis auf Weiteres zurückgestellt werde. Unklarheit herrscht vor allem darüber, wie der Antriebsstrang der Zukunft aussehen wird. Bei Schaeffler geht man von folgendem Szenario im Jahr 2030 aus: 40 Prozent Hybridfahrzeuge, 30 Prozent reine Verbrennungsmotore und 30 Prozent Elektrofahrzeuge.

Matthias Zink, Vorstand Automotive bei Schaeffler, sieht die Elektrifi zierung differenziert, weil ein Batterieauto mit der heutigen Energiestruktur die Umweltprobleme nicht lösen könne.

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