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Im Höllentempo durch den Wassergraben
Im Höllentempo durch den Wassergraben
24.06.2019 - 00:00 Uhr
Bühl (cn) - Aufmerksam verfolgt Helmut Meyer auf dem nördlichen Teil der Anlage des Bühler Reit- und Fahrvereins St. Leonhard, wie gerade ein Pferdegespann rasant ein Hindernis ansteuert. Meyer ist mit seiner Frau Sandra extra aus Freiburg angereist, denn in der Zwetschgenstadt wetteifert die internationale Elite des Pferdefahrsports um die besten Plätze.

Meyer hat bis vor wenigen Jahren noch selbst an den Wettbewerben teilgenommen. Daher will er unbedingt mitbekommen, wie sich der deutsche Bundeskader am dritten Tag des Fahrturniers gegen die internationale Konkurrenz behaupten kann.

Die Pferdesportler wissen, dass ein Teil des deutschen Kaders an diesem Wochenende im nordrhein-westfälischen Riesenbeck bei einer Konkurrenzveranstaltung an den Start geht. Doch mit mehr als 60 Gespannen aus sieben Nationen und rund 300 Pferden rangiert das Bühler Turnier mit der schwierigsten Klasse S in der Beliebtheitsskala der Pferdesportler an der Spitze.

Für die Sportler aus verschiedenen europäischen Ländern und den USA geht es bei dem Wettbewerb um die Qualifikation für die Weltmeisterschaft im September. Daher lastet auf allen Gespannen an diesem Turniertag ein großer Druck. "Die Fahrer stehen unter Adrenalin", sagt Thomas Scherrer aus Basel. Mensch und Tier müssen möglichst schnell verschiedene Hindernisse auf dem Parcours fehlerfrei überwinden.

Viele hundert Besucher sind an diesem Tag auf dem Areal unterwegs. Die Gäste genießen das internationale Flair. Auf dem Gelände, wo der Parcours aufgebaut ist, wehen an hohen Masten neben der Fahne der Europäischen Union die Flaggen der teilnehmenden Nationen: Schweden, Polen, Holland, Luxemburg, USA, Belgien, die Schweiz und Deutschland. In verschiedenen Ecken sind unterschiedliche Sprachen zu hören. Hier Holländisch, dort Französisch, an anderer Stelle Schwyzerdütsch und vor allem Englisch als Universalsprache.

Die Nationalitäten spiegeln sich bei manchen Startern in ihrer Kleidung wider. So tragen die Franzosen einheitlich die Farbe Blau. Die Holländer fallen mit orangefarbenen Jacken und in gleicher Farbe getünchten Speichen ins Auge. Selbst die Pferde tragen orangefarbene Gamaschen.

Die Gespräche im Publikum verstummen jedes Mal, wenn ein Gespann in einem Höllentempo und mit einem donnernden Geräusch die Lichtschranke passiert und der Fahrer die Pferde mit passenden Kommandos antreibt. Die Besucher fiebern mit, als das Luxemburger Claude Malget sein Gespann ganz eng um die Kurven lenkt. Seine Teamkollegin Claudine Laplume hatte an dieser Stelle einige Stunden zuvor weniger Glück. "Ich habe ein Rad verloren und musste abbrechen", erzählt sie im Gespräch mit dem BT. "Ich bin aber froh, dass weder Mensch noch die Tiere verletzt wurden", fügt sie hinzu. Ihre beschädigte Kutsche steht abseits des nordwestlichen Parcoursgeländes und zieht zahlreiche Blicke der Passanten auf sich.

In diesem Geländeteil befinden sich die Hindernisse eins bis drei direkt nebeneinander, jedoch mit separaten Zufahrten. Für die Zuschauer ist diese Anordnung sehr komfortabel, denn sie können auf ihren Plätzen bleiben. Von dort aus kann das Publikum miterleben, wie schwierig das Hindernis mit den schmal geschnittenen Passagen zu überwinden ist. Es wurde mit rosafarbenen Markierungen der Stadt Bühl gewidmet. "Bei dem Hindernis der Stadt Bühl gibt es die meisten Fehler", erklärt denn auch eine freundliche Stimme über die Lautsprecher.

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