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Tolles Ambiente in lauschigen Höfen
24.06.2019 - 00:00 Uhr
Ottersweier (mf) - "Leg Dich nie mit einer Schwarzwälderin an, denn sie kennt Orte, an denen dich niemand findet": In lieblicher Schrift und versehen mit einem Bollenhut steht der freche Spruch auf einem Holz-Herz. Daneben finden sich kreative Vogelhäuser, und einen Stand weiter zeigt die junge Schmuck-Designerin Jasna Bannert ihre Ketten und Ringe aus Rheinkiesel, Holz und Messing. Es ist ART in Hatzenweier und die Zahl der beteiligten Höfe und Aussteller ist größer und vielfältiger denn je.

Stolz eröffnete ART-Erfinder Roland Klöpfer zusammen mit dem in Hatzenweier wohnenden Bürgermeisterstellvertreter Dieter Kohler und mehreren Ausstellern die sechste Kunst- und Handwerker-Ausstellung.

Seit Jahrzehnten feiern die Hatzenweierer auf der Festwiese gegenüber der Kapelle ihr Antonius-Fest. Gastgeber ist der Narrenrat. Am Fest-Sonntag laden die Hatzenweierer seit nunmehr sechs Jahren zur Schau von Kunst und Handwerk in Höfen und Schuppen ein. Da steht selbstgemachter Eierlikör neben Holzarbeiten, die robust mit der Kettensäge oder ganz filigran mit dem Laser geschaffen werden. Stoffe, Filzarbeiten, Getöpfertes und edler Schmuck, afrikanisches Kunsthandwerk, Edelsteine, Patchwork, Gehäkeltes, Gemaltes und Gebasteltes - die Bandbreite ist erstaunlich.

Profis präsentieren neben Hobbykünstlern, erfahrene Kunsthandwerker neben jungen Leuten, die sich hier ausprobieren dürfen. Die Aussteller kommen aus der Gemeinde, aber auch aus der Region: zum Beispiel aus Bühl, Rheinbischhofsheim, Rheinmüster, Elgersweier, Bad Griesbach und aus dem Rebland. Häkel-Künstlerin Petra Büchel aus Iffezheim ist neu in Hatzenweier. "Das ist ein tolles Ambiente hier", stellt sie anerkennend fest.

Das unkomplizierte Konzept von Roland Klöpfer scheint aufzugehen. "Das Zelt ist besetzt, die Straßen und Höfe sind voller Besucher", freut sich Dieter Kohler beim nachmittäglichen Rundgang. Auf dem Turm der Antonius-Kapelle sparen währenddessen die drei Störche nicht mit klapperndem Beifall. In der Kapelle hingegen ist es still und kühl. Dort sitzt Margarete Liebich aus Varnhalt. Sie ist zum ersten Mal auf der ART und hat Ölbilder mitgebracht, die sehr lebhaft an alte Zeiten und die harte Arbeit im Wengert erinnern. Den Kirchenraum teilt sie sich mit Rudi Eckerle, der hier seine abstrakte Malerei zeigt. Er war schon bei der ersten ART mit dabei und stellt seither immer wieder spannende Bezüge zwischen Kunst und sakralem Bau her.

Vor der Kirche hat ein "Neuer" Platz genommen. Helmut Kopf aus Haft arbeitet mit Holz und Säge und hat Sterne, Engel und Herzen aus Kastanien- und Kirschholz mitgebracht. Neben Roland Klöpfers Bücherstand zeigt "Taschenfrau" Ingrid Rittmeyer aus Lichtenau die nachhaltige Alternative zu Plastiktüten. Aus alten Stoffen näht sie neue, hübsche Taschen. Auch sie ist zum ersten Mal mit dabei.

Heimspiel hat Klaus Karcher aus Bühlertal, der im Hof der Tochter seine Drechselarbeiten aufgereiht hat. Mit Säge, Fräse und Hobel schafft er niedliche Holztiere und beeindruckende Bildstöckel. Ganz filigran arbeitet Heidi Früh aus Sasbach, die aus dünnem Pappel-Furnierholz per Laser zarte Bilder nach eigenen Entwürfen ausschneidet. Zum ersten Mal auf der ART präsentiert sich auch Christine Riesterer mit ebenso überraschenden wie nachhaltigen Produkten aus der Kunstscheune in Oberbruch.

Ganz beeindruckt vom Besucherandrang ist der Chef des Narrenrats, Zelimir Novogradac alias Schelko der Erste: "Hatzenweier ist halt immer eine Reise wert", verkündet er mit Stolz, während Roland Klöpfer schon Pläne für die siebte ART ausheckt.

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