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Die neuen Partner wollen Vorbilder sein
Die neuen Partner wollen Vorbilder sein
26.06.2019 - 00:00 Uhr
Von Ellen Matzat

Rheinau/Gambsheim - Das "Rendezvous am Rhein" auf dem Areal der Fischtreppe startete am Samstag mit der offiziellen Städtepartnerschaftszeremonie der benachbarten Städte Rheinau und Gambsheim im Elsass. Anschließend wurde beim grenzüberschreitenden Festabend gefeiert.





"Es gibt wohl kaum einen symbolträchtigeren Ort, als hier mitten auf dem Rhein, an der Grenze zwischen den beiden Staaten Deutschland und Frankreich, sich freundschaftlich die Hand zu reichen", waren sich die beiden Bürgermeister Michael Welsche aus Rheinau und Hubert Hoffmann aus Gambsheim einig. "Den Zusammenhalt innerhalb der Europäischen Gemeinschaft zu festigen und ein Bewusstsein für gemeinsame Werte, Geschichte und Kultur und eine europäische Identität zu schaffen, ist das Ziel der europäischen Idee", meinte Welsche. Daher sei er glücklich und stolz, dass man in Gambsheim und Rheinau in einem sehr guten und freundschaftlichen Dialog mit den "Überrhinlern", wie sein Kollege Hoffmann zu sagen pflegt, steht.

Europa sei die Zukunft, betonte Welsche. Über Jahrhunderte hinweg habe die Lage inmitten des Kontinents endlose Kriege beschert und seit Gründung der EU habe man eine noch nie dagewesene Periode des Friedens erlebt. Früher sei dies ein stets umkämpftes Grenzgebiet gewesen. Heute trenne der Rhein nicht mehr, er verbinde. Dafür könne man dankbar sein, müsse aber auch stets etwas tun. "Genau deshalb wollen wir unsere Städtepartnerschaft, unsere Jumelage, offiziell manifestieren", sagte Welsche. Sie sei ein Baustein, ein "Leuchtturm" im Sinne des neuen Vertrags von Aachen, der an den Elysee-Vertrag von 1963 anknüpft. Die Stadt Rheinau pflege schon seit mehreren Jahrzehnten einen engen freundschaftlichen Kontakt mit der französischen Nachbargemeinde Gambsheim, erklärte er. Viele Freundschaften seien entstanden.

Die jüngste Kooperation, die Realisierung des grenzüberschreitenden Rheinübergangs für Fußgänger und Radfahrer, zeige, dass eine konstruktive Beziehung bestehe, von denen Bürger beiderseits des Rheins profitieren. Projektträger sei der grenzüberschreitende Verein "Passage 309". Mit der offiziellen Städtepartnerschaft wolle man Vorbild für Bürger, Vereine, Institutionen und die ganze Region sein. "Es lebe die Freundschaft zwischen Rheinau und Gambsheim", rief Welsche schließlich laut. Nach der Verlesung der Partnerschaftsurkunden wurden diese von beiden Bürgermeistern feierlich unterzeichnet. Das Kunstwerk der Linxer Künstlerin Marianne Schwab, das direkt auf der Grenze feierlich enthüllt wurde, zeigt die Verbundenheit, die auch beim bunten Programm von Gambsheimern und Rheinauern am Festabend zu spüren war.

CDU-Landtagsabgeordneter Willi Stächele beglückwünschte mit den Worten "wir schaffen Europa" zur Partnerschaft. Die Zeremonie wurde von einer Abordnung der Stadtkappelle Freistett und vom Musique municipale Harmonie de Gambsheim musikalisch umrahmt. Für das Auge positionierten sich zwei Trachtenpaare.

"Das ist ein sehr schöner Moment und das Herz bambelt ein bisschen", sagte Hoffmann und betonte, dass er auch für die Jugend wichtig sei. "Ich bin von diesem historischen Moment überwältigt und freue mich auf die noch engere Zusammenarbeit", fügte Welsche hinzu. Die Partnerschaft sei eines seiner großen Ziele während seiner Amtszeit als Bürgermeister gewesen. Die Gemeinderäte beider Städte sowie Willi Stächele durften sich noch in das Goldene Buch eintragen. Mit allen Anwesenden wurde mit Freundschaftswein auf die Jumelage angestoßen.

Am Sonntag sorgten Rheinauer und Gambsheimer Vereine für ein buntes Programm im Festzelt, das rund 600 Besucher anlockte. Höhepunkt des Abends war schließlich das 150 Musiker starke Jumelage-Orchester mit den Musikkapellen aus Freistett, Diersheim, Rheinbischofsheim, Linx und Gambsheim. Jede Kapelle brachte zwei zur Jumelage passende Stücke mit. Abgerundet wurde das Fest der Freundschaft mit einem 15-minütigen Feuerwerk direkt am Rhein.

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