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Silbernes Jubiläum bei brütender Hitze
01.07.2019 - 00:00 Uhr
Ottersweier (mf) - "Burgermeischter, hesch's Schürzel scho um? Weisch, wo der Hammer hängt? Dann hau de Spunde nii!" Jürgen Pfetzer kennt den deftigen Spruch und weiß, was zu tun ist. Gekonnt sticht er das Bierfass an und eröffnete damit das 25. Dorfbachfest entlang der Ottersweierer Bachstraße.

Waldemar Friedmann, Vorsitzender des Historischen Vereins, beobachtete, ob sein Auftrag ordnungsgemäß umgesetzt wird. Zusammen mit zahlreichen Ehrengästen aus Ottersweier, der Region und den Partnergemeinden Krauschwitz und Westerlo genoss er das Glas Bier in der Bruthitze des frühen Samstagabends.

Weit über 30 Grad herrschten auf der Festmeile. Die Eröffnungs-Gesellschaft rückte eng zusammen vor eine Häuserwand, wo es einen schattigen Streifen gibt. Pfetzer blickte auf die Geschichte des Dorfbachfests zurück und dankte dabei allen, die erneut zur Umsetzung dieser Idee aus 1990 beigetragen haben: Vereinen, Rathausmitarbeitern und geduldigen Anwohnern. Einer der beiden Gründerväter ist der damalige Vereinssprecher Karl Höß, der unter den Festgästen weilte und sich freute, dass das gemeinsame Vereinsfest die 25. Auflage erfährt. Bürgermeister Jürgen Pfetzer wünschte dem Fest "viele Gäste und eine ausgelassene Stimmung".

"Ein silbernes Jubiläum braucht ein gutes Bier", meldete sich Marc Verbiest vom belgischen Partnerschaftskomitee zu Wort. Er überreichte den Gastgebern ein Fass belgisches Bier, das die Auszeichnung als weltbestes Bier ergattern konnte. Neben dem Partnerschaftskomitee machte auch eine Besuchergruppe vom Heimatverein Westerlo seine Aufwartung.

Das vielseitige Programm auf der Bachbühne startete mit der Nachwuchs-Kapelle der Original-Burg-Windeck-Musikanten. Die jungen "Windeck-Rocker" umrahmten die Eröffnungsfeierlichkeit, bevor die Band Park & Ride für Partystimmung sorgte. Im Laufe des Abends füllte sich die Festmeile zusehends mit Publikum, ohne dass es wie in früheren Jahren Gedränge gab.

Feuerwehrkommandant Stefan Höß, der mit seinen ehrenamtlichen Floriansjüngern den Ordnungsdienst übernommen hatte, berichtete von einer ruhigen Situation. Vorkommnisse gab es keine, auch auf dem Kirchplatz als früherem Hotspot gab es keine Probleme.

Die Bachbühne im Schatten der großen Linde war am Sonntag das Podium für Kindergärten, Schulen, Lebenshilfe, Tanz- und Sportgruppen. Das von Bruno Höß organisierte Programm endete mit stimmungsvoller Akkordeonmusik des Harmonikavereins Unzhurst. Vorführung alter Handwerkskunst und Kinderspiele sorgten für einen unterhaltsamen, wenn auch glühend heißen Familientag im Rahmen des Dorfbachfests.

Etwas abseits der Festmeile hatte das schmucke Heimatmuseum seine Pforten geöffnet. Schon am Samstagabend schritt dort Waldemar Friedmann zu einer weiteren Amtshandlung. Er eröffnete eine Ausstellung des in Ottersweier wohnhaften Künstlers Heinz Wendling. In den vier Räumen im Obergeschoss des Museums präsentiert Wendling Bilder aus vier Themenbereichen: Ottersweier, Hanauerland, Bühler Quetsche und Schwarzwald. Wendlings Malkunst geht immer einher mit dem Schalk und der Satire des "Hanauer Burs", den er zuweilen auf der Bühne verkörpert. Anlässlich des 25. Fests im Dorf hatte der vielseitige Künstler im Hof des Heimatmuseums eine alte Buchdruckmaschine aufgebaut. Von einer Zeichnung des Heimatmuseums hatte er ein Klischee, eine geätzte Zinkplatte, fertigen lassen. So konnte er auf Gäste-Wunsch Drucke anfertigen. Das Museum gibt am kommenden Sonntag noch einmal die Gelegenheit, die sehenswerte Ausstellung mit Collagen, Acrylmalerei und Aquarellen zu besuchen.

Die Ottersweierer und ihre Gäste feierten ein perfektes, ein stimmungsvolles und schönes Fest in schmucken Höfen rund um den idyllischen Bach. Aufgrund des hohen Aufwands steht das Fest dennoch auf dem Prüfstand. Waldemar Friedmann hofft jedenfalls auf eine Fortsetzung der traditionellen gemeinsamen Vereinsveranstaltung: "Seid stolz auf das, was ihr leistet. Das ehrenamtliche Engagement bringt doch auch Freude", ermutigte er alle Beteiligten zur Fortführung des Dorfbachfests.

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