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Von Salonwalzern bis zur Weltmusik
05.07.2019 - 00:00 Uhr
Von Joachim Eiermann

Bühl - Mit Salonmusik, Irish Folkrock, Latin Jazz und Swing setzt der Bühler Kultursommer in seinem zwölften Jahr besondere Akzente. So bietet das städtische Kulturbüro in der Zeit vom 2. bis 24. August erneut vier Konzerte auf der Open-Air-Bühne am Europaplatz. Hinzu kommen wieder eine Krimi-Lesung in der Mediathek und die "Historische Filmnacht" beim Museum.

"Wenn man so will, sind es in diesem Jahr sogar sechs Konzerte", rechnet Bürgermeister Wolfgang Jokerst die beiden Abende der 30-Jahr-Feierlichkeiten des Bürgerhauses Neuer Markt vom vergangenen Wochenende hinzu. Denn für alle Konzerte gilt: selber Ort, selbe Bühne und wie immer freier Eintritt.

Den Kultursommer zu eröffnen, diese Rolle fällt in diesem Jahr der Mediathek zu. Auf deren Terrasse wird am Freitag, 2. August, 20 Uhr, Marcus Imbsweiler am Lesepult Platz nehmen. Der Autor aus Heidelberg stellt seinen Roman "Achtundachtzig" vor, ein laut Saarlandwelle "äußerst interessantes Stück Zeitgeschichte". Es geht um das verheerende Flugzeugunglück auf der Ramstein Air Base 1988 und einen aktuellen Fall, der damit zu tun hat und den ermittelten Polizisten Alwin Bungert vor ein großes Rätsel stellt. Im Anschluss werde Imbsweiler einen Kurzkrimi speziell in Bühl spielen lassen, verspricht Kulturfachbereichsleiter Klaus Dürk.

Die leichte Muße klassischer Musik ist das Metier des Bühler Salonorchesters. Gegründet vom neuen Musikschulleiter Bernhard Löffler, hatte dieses beim städtischen Neujahrsempfang mit ein paar Kostproben aufhorchen lassen. Für ihren zweiten Auftritt am Samstag, 3. August, 20 Uhr, haben die Musikschullehrerinnen und -lehrer, verstärkt durch die Sopranistin Ingrid Fraunholz und den Tenor Burkhard Solle, ein abendfüllendes Programm mit Wiener Operettenmelodien, Walzern und Polkas zusammengestellt. Das Motto lautet: "Wein, Weib, Gesang."

Zeitgeschichtlich nicht ganz soweit zurück wie die Musik führt die "Historische Filmnacht", die am Freitag, 9. August, gegen 21 Uhr (nach Einbruch der Dunkelheit) auf dem Platz beim Museum beginnt. Das Stadtgeschichtliche Institut lässt die Bühler Filmchroniken der Jahre 1959, 1969 und 1979 über die Leinwand flimmern, von Michael Rumpf kommentiert und am Klavier von Aaron Kreidenweis-Thomas begleitet.

Auf der Open-Air-Bühne gibt es tags darauf, 20 Uhr, Latin Jazz mit dem in Wiesbaden beheimateten Quartett Hotel Bossa Nova. In dieser brasilianisch geprägten "Herberge" haben neben dem Bossa auch Samba, Cool Jazz und selbst Fado ihren Platz, hat Sängerin Liza da Costa doch portugiesische nebst indischen Wurzeln. Die Band wird ihr neues Album "Little Fish" präsentieren. Ihre auch saitentechnisch filigrane Kunst zu humorvoll-poetischen Liedtexten zählt zur Gattung Weltmusik, die im programmatischen Konzept des Kultursommers seit jeher einen hohen Stellenwert hat.

Schweiz und Irland sind die Pole der Gruppe "Pigeons on the Gate". Die "Tauben" aus Winterthur kleiden die Musik von der Grünen Insel in fetzige, rockige Arrangements. Sie verstehen es aber auch, irische Balladen ausdrucksstark rüberzubringen. "Die Band ist eine feste Größe in der Schweizer Folkszene", schildert Klaus Dürk. In Bühl werden die sechs "irischen" Eidgenossen am Samstag, 17. August, 20 Uhr, Party machen.

Den Kultursommer lassen "Echoes of Swing" am Samstag, 24. August, 20 Uhr, mit traditionellem Jazz ausklingen. Seit zwei Jahrzehnten ist das Quartett unverändert zusammen und orientiert sich an früheren Spielarten des Jazz, ohne dabei jedoch verstaubt zu klingen. Davon zeugen Auszeichnungen wie der Preis der deutschen Schallplattenkritik, der Prix de L'Académie du Jazz in Frankreich und in jüngerer Zeit durch das US-Magazin Downbeat.

Susanne Sackmann vom Kulturbüro weist darauf hin, dass die Konzerte und die Lesung bei Regen ins Bürgerhaus verlegt werden. Das Wettertelefon, (0 72 23) 93 54 07, werde am Veranstaltungstag ab 14 Uhr geschaltet; die Info gebe es auch auf Facebook.

Einzig die Filmnacht fällt bei Regen ersatzlos aus. Das ist in zwölf Jahren aber noch nie geschehen, jedoch musste im vergangenen Sommer ein Konzert während eines heftigen Gewitters abgebrochen werden.

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