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Fantasie in Worte gekleidet
Fantasie in Worte gekleidet
06.07.2019 - 00:00 Uhr
Lichtenau (ar) - Vor wenigen Tagen hat Tamara Offenhäußer aus Scherzheim den Abschluss an der Realschule Rheinmünster bestanden. Heute darf sie einen weiteren Erfolg feiern. Sie ist Trägerin des Prosapreises "Junge Literatur (JuLi)", den das Künstlerinnenforum Karlsruhe Gedok, die Literarische Gesellschaft Karlsruhe und das Kulturamt der Stadt Karlsruhe ausgelobt hatten.

Die 16-Jährige, die ab kommendem Schuljahr das Wirtschaftsgymnasium der Handelslehranstalt Bühl mit dem Profil Internationale Wirtschaft besucht, kann sich nichts Schöneres vorstellen, als ihre Träume, Gedanken und Erlebnisse aufzuschreiben. "Musik und Schreiben sind zwei Dinge, die auf alle Fälle bewegen und beruhigen", sagt Tamara. Seit ihrer Grundschulzeit ist sie von der Leidenschaft der Schreiberei gefesselt und hat schon viele längere und kürzere Geschichten, ja sogar schon vier Theaterstücke geschrieben. Viele ihrer Arbeiten sind noch nicht zu Ende, oft legt sie sie auf die Seite und verfeinert sie mit jedem neuen Gedanken.

Ihr erstes größeres Projekt, das sie 2013 begann, war die Geschichte "Märchen mal anders" mit bis jetzt sieben Kapitel. Angelehnt an die Märchen der Gebrüder Grimm, erzählt sie die zu erfüllenden Missionen aus der Perspektive einer Freundin. Manche ihrer Geschichten übersetzt sie ins Englische, ihrer Lieblingssprache, damit auch ihre Verwandten in den USA sie lesen können.

Es war ein Glücksfall, dass ihre Klassenlehrerin Tanja Seidelmann im März im Klassenzimmer das Poster für die Ausschreibung des Prosapreises "JuLi/Junge Literatur" zum Thema "Bunt" aufgehängte. Tamara war begeistert, machte sich Gedanken und schrieb ihre ersten zwei Seiten. Einsendeschluss war Anfang Mai. "Farbfunken" sollte ihr Titel lauten.

In der Geschichte haben die beiden Meister Eneki und Heresch die Erde als Meisterwerk kreiert. Heresch lässt aber das Böse regieren und die Farben verschwinden. Das Gute in Eneki siegt jedoch über das Böse, und die Menschen können durch den Regen wieder Farben sehen. Nach drei Wochen war ihre Geschichte mit acht Seiten fertig.

Vor zwei Wochen erhielt sie die Nachricht aus Karlsruhe, dass sie den dritten Preis gewonnen hat, den sie sich mit Santino Anderer aus Waldbronn teilt. Aus fast 40 Einsendungen aus der Stadt Karlsruhe sowie den Landkreisen Karlsruhe und Rastatt hatte die Jury, zusammengesetzt aus Professor Dr. Hansgeorg Schmidt-Bergmann von der Literarischen Gesellschaft, Dr. Rolf Fath vom Kulturamt der Stadt Karlsruhe und Karin Bruder von der GEDOK Karlsruhe, ihre Geschichte als würdig für den Prosapreis der jungen Literatur erachtet.

Mit dem Preisgeld möchte sich Tamara einen Laptop kaufen, denn sie will ihre "Farbfunken" noch weiterführen. Die 16-Jährige, die beim TV Lichtenau Tennis spielt und beim TV Scherzheim tanzt, hat auch schon einen Berufswunsch. Sie will Lehrerin werden - nicht mit dem Fach Deutsch, sondern mit den Fächern Englisch, Bildende Kunst, Geschichte und Erdkunde- Wirtschaftskunde-Gemeinschaftskunde.

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