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Mit Einser-Zeugnis in den verdienten Ruhestand
Mit Einser-Zeugnis in den verdienten Ruhestand
12.07.2019 - 00:00 Uhr
Bühl (mig) - Die Rheintalschule hat einen neuen Schulleiter. Es ist der bisherige Konrektor Axel Stöhr. Mit viel Lob und Anerkennung wurde Rektorin Petra Siegel-Porer gestern verabschiedet. Sie prägte die Schule für Kinder mit Lernschwierigkeiten viele Jahre.

"Wo ist die Rektorin? Wo ist der Rektor hin?" Diesen Zungenbrecher sang der Chor der Grundstufe zum Auftakt eines zweistündigen Festaktes in der Aula. Die Schüler des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums (SBBZ) sorgten mit Gesang, Tanz, Rhythmus und Musik für Auflockerung und das Kollegium bot Sprechgesang mit originellen Einfällen: "Ist da wer? Ist da wer? Der Neue heißt doch Axel Stöhr. Dem ist wohl auch nichts zu schwer ..."

Es sei ein Glücksfall für die Schule, dass mit der Verabschiedung der Schulleiterin in den Ruhestand auch gleich der Stab weitergegeben werden kann, sagte Schulamtsdirektor Wolfgang Held. Er erinnerte an das erfolgreiche Berufsleben von Siegel-Porer, die aus Bühl stammt, Sonderpädagogik studierte und einige Jahre in Metzingen und Schramberg unterrichtete. 1999 kam sie an die Rheintalschule, 2000 wurde sie Konrektorin und 2006 übernahm sie die Leitung. Ihren dringenden Wunsch nach ausreichender Lehrerversorgung könne er derzeit nicht erfüllen, so Held. Aber an der Neubesetzung der Konrektoren-Stelle arbeite man.

Schulamtsdirektor Stefan Martens stellte Axel Stöhr als neuen Schulleiter vor und überreichte ihm die Ernennungsurkunde. Stöhr habe nach seinem Referendariat in Mannheim ab 2012 in Baden-Baden unterrichtet und parallel für das staatliche Schulamt gearbeitet, war Fachberater und hat Bildungspläne mitentwickelt. 2017 habe er sich für die Konrektoren-Stelle an der Rheintalschule beworben. Seine Qualifizierung zum Schulleiter sei "gut gelungen". Ein heutiges SBBZ habe früher einen griffigeren Namen gehabt, nämlich Hilfsschule, so Martens. Bis heute bräuchten rund fünf Prozent der Schüler mit gravierenden Lernproblemen eine besondere Schule. Hier würden ihre Stärken gezielt gefördert und der Übergang ins Arbeitsleben vorbereitet.

Viel Herzblut und Engagement, Geschick, Überblick und Weitblick bescheinigte Landrat Toni Huber der nach 38 Dienstjahren scheidenden Rektorin. Als Kämpferin für die Rheintalschule habe sie sich immer am Machbaren orientiert und einen konstruktiven Stil der Zusammenarbeit gepflegt. Sie sei bei Schülern und Lehrern beliebt und respektiert gewesen, habe ihre sonderpädagogische Überzeugung in die Tat umgesetzt und den einzelnen Mensch in den Mittelpunkt gestellt. Sie werde mit einem Einser-Zeugnis in den verdienten Ruhestand verabschiedet.

"Hier erlebe ich, dass die Kinder in den Mittelpunkt gestellt werden", bestätigte Stadtpfarrer Wolf-Dieter Geißler. Jeder Einzelne werde ernst genommen. Warme Worte des Dankes für ein gutes Miteinander, für leidenschaftlichen Einsatz, hervorragende und angenehme Zusammenarbeit fanden auch Bürgermeister Wolfgang Jokerst, die Schulleiter der weiteren SBBZ, die geschäftsführende Schulleiterin der Bühler Schulen, Brigitte Neubert, der Elternvorsitzende Dirk Apelt, Schülersprecher Daniel Zerr und die Vorsitzende der Fördergemeinschaft, Daniela Richter.

"Das Arbeiten hat mir Spaß gemacht", verabschiedete sich Petra Siegel-Porer und wünschte ihrem Nachfolger Erfolg, Beistand vom Himmel und genügend Lehrkräfte. Ihren Stundenplan erstelle sie jetzt mit ihren sieben Enkelkindern. Stöhr sagte zum Abschluss, er freue sich riesig, ihr Lebenswerk zu übernehmen.

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