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Felswand wird gesichert
Felswand wird gesichert
25.07.2019 - 00:00 Uhr
Bühlertal (eh) - Mit knapp 95 000 Euro schlägt die Sicherung der frei gelegten Felswand beim Haus des Gastes zu Buche. Mit Stahlnetzen sollen künftig der Brunnenplatz und der vorhandene Wanderweg vor herabfallenden Gesteinsbrocken geschützt werden. Die Arbeiten sollen Ende September beginnen.

Sachgebietsleiter Thomas Heitzmann erläuterte das Projekt mit Fotos. In den vergangenen Jahren sei es bereits gelegentlich zu kleineren Abbrüchen gekommen. Im Oktober habe man sich entschlossen, die Felswand freizuschneiden, um das Gestein genau inspizieren zu können. Ein Grünbewuchs über viele Jahre habe eine Begutachtung nicht ermöglicht. Neben der Verwitterung habe das Wurzelwerk großer Bäume dem Felsen zugesetzt.

Vom beauftragten Ettlinger Ingenieurbüro, das auf geotechnische Fragen und Tunnelbau spezialisiert ist, erklärte Hans-Joachim Stech die Vorgehensweise. Man habe im Herbst den gesamten Fels untersucht, vermessen und die Daten nun ausgewertet. Eine Fläche von rund 500 Quadratmetern sei kartiert worden. An 56 Punkten habe man Kluftdaten gemessen, um Stellen auszumachen, aus denen über kurz oder lang potenziell Brocken herausbrechen könnten.

Es bestehe zwar keine akute Gefahr, doch werde man den Bauzaun zur Absperrung belassen, um auf Nummer sicher zu gehen. Denn der Bewuchs, der vorher manche Brocken hätte aufhalten können, fehle jetzt. Die Witterung der letzten Monate mit geringem Frost und keinem Starkregen sei günstig gewesen. Die Sanierung habe das Ziel, den Fels für mehrere Jahrzehnte zu sichern. Es handle isch um eine feste Granitböschung. Die Verwitterung könne nicht gestoppt werden. Erosionen infolge von Wurzelwerk könnten durch Pflegemaßnahmen verringert werden. Er empfahl: "Alle zehn Jahre sollte man über die Netze schauen und Gesteinsbrocken entfernen. Die Netze können dann weitergenutzt werden."

Stech erklärte, dass in der Ausschreibung drei mögliche Sanierungstechniken abgefragt wurden. In Frage käme auch eine Spritzbetonsicherung, wie sie an einigen Stellen vor Jahren bereits vorgenommen worden sei. Die Vernagelung einzelner Blöcke sei im Prinzip nur eine theoretische Variante. Die Netzsicherung mit Drahtgeweben werde häufig angewendet, verwies er auf die Felswand hinter dem Forbacher Bahnhof. Das beeinträchtige auch die Optik nicht, denn die Netze verschwänden größtenteils unter der Vegetation.

Zwei Angebote seien eingegangen. Das Angebot der Firma Feldhaus, die auch das Projekt am Forbacher Bahnhof erledigt habe, sei fast um die Hälfte günstiger als das eines zweiten Anbieters. Stefan Ursprung (FBV) erkundigte sich nach den Gründen. Beide Firmen hätten sehr unterschiedliche Herangehens- und Betrachtungsweisen, so Stech. Tiefere und zahlreichere Bohrungen seien ein Faktor. Das günstige Angebot entspreche allen Sicherheitsaspekten. Die Bauarbeiten werden mit rund vier Wochen veranschlagt. Lärm und Staub gebe es bei den Bohrungen, für die zirka eineinhalb Wochen gebraucht würden. "Die Sicherheit geht vor. Wir müssen diese Maßnahme durchführen", bekräftigte Bürgermeister Hans-Peter Braun. Alle Fraktionen begrüßten Netze zur Sicherung.

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