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"Musik im Blut und das Herz am rechten Fleck"
'Musik im Blut und das Herz am rechten Fleck'
26.07.2019 - 00:00 Uhr
Ottersweier (red) - Manchen Rednern standen die Tränen in den Augen, als sie Günther Köninger, seit 27 Jahren Rektor der Maria-Victoria-Schule, in den Ruhestand verabschiedeten. Die Worte wie auch einige Lieder von Schülern und Lehrern ließen das Bild eines Mannes entstehen, der sein Amt mit Geduld, Beharrlichkeit und Gottvertrauen ausfüllte, das Schulleben aber auch über seine Passion für Rock'n' Roll bereicherte - "mit unendlichem Temperament", wie die geschäftsführende Leiterin der Bühler Schulen, Brigitte Neubert, es formulierte.



Durch das Programm im gut besetzten Gemeindezentrum führte Yvonne Zengerle, Konrektorin der Grund- und Werkrealschule. Zum Auftakt tanzten Drittklässler zu dem umgedichteten Lied "99 Luftballons", wobei der Refrain "Wir liebten ihn, den alten Herrn" für viel Gelächter sorgte. Die Leitung oblag Manuela Weiß, die Köninger eine liebevolle Hommage widmete.

Im Namen des staatlichen Schulamts Rastatt gratulierte der leitende Schulamtsdirektor Wolfgang Held. Er ließ "ein erfolgreiches Berufsleben" Revue passieren. Einige Eckpunkte: Köninger wurde 1954 in Baden-Baden geboren, machte 1973 das Abitur und studierte in Karlsruhe katholische Theologie und Chemie. Die ersten Stellen im staatlichen Schuldienst führten ihn nach Stuttgart, wo er auch als Konrektor wirkte. 1992 bewarb er sich erfolgreich um die Rektorenstelle in Ottersweier. Seither, so Held, habe er die Schule geprägt: Respekt und Toleranz seien Köninger sehr wichtig gewesen, ebenso die nachhaltige Wissensvermittlung sowie die Berufsorientierung. "Die Kooperation der Schule mit zahlreichen Partnern ist beispielhaft."

Mit Blick auf die kulturelle und sportliche Förderung der Schüler wiederum denke man "sofort an Rock and Roll": Neben einer Schul-AG habe Köninger als Kursleiter über 300 Lehrer ausgebildet. Nicht zuletzt habe er die Schule in die Gemeinschaft der Gemeinde eingebunden, etwa über Kooperationen mit Vereinen. Für seinen Nachfolger wünsche Köninger sich bessere Rahmenbedingungen - und für die Schule, dass ihr Niedergang gestoppt sein möge. Zuversichtlich stimme hier die wieder steigende Zahl der Anmeldungen für die fünfte Klasse, sagte Held, und schloss: "Ich danke Ihnen für viele engagierte Jahre."

Bürgermeister Jürgen Pfetzer schloss sich dem Dank an und erinnerte an Meilensteine in Köningers Amtszeit wie Schuljubiläen, für die der Rektor umfangreiche Chroniken schrieb, und die Fusion mit der Laufer Werkrealschule. Er lobte die enge Zusammenarbeit von Schulleitung und Schulträger sowie die Fähigkeit Köningers als Netzwerker, die sehr wichtig für die Fortentwicklung der Schule gewesen sei. Für deren Belange habe Köninger sich auch im Stiftungsrat der Bernhard-Friedmann-Stiftung eingesetzt.

Schuldekan Nikolaus Wisser beschrieb Köninger als "authentisch". Er habe "Musik im Blut und das christliche Herz am rechten Fleck". Im Namen der Bernhard-Friedmann-Stiftung dankte Günter Fartaczek, der auf die von Köninger etablierte Vortragsreihe "Schule und Gesellschaft" hinwies. "Er kämpfte unermüdlich um qualifizierte Referenten."

Weitere Grußworte sprachen Diakon Manfred Sester, Elternvertreterin Sabine Steimel, Emile Yadjo-Scheurer vom Förderverein, die ehemalige MVS-Lehrerin Edith Bruder sowie Andrea Lammert-Ernst (Randzeit- und Hausaufgabenbetreuung). Köninger selbst blickte am Ende auf einschneidende Erlebnisse in seiner schulischen Laufbahn zurück. "Meine Arbeit", resümierte er, "hat mir immer Freude bereitet. Bleiben Sie alle der Schule verbunden, dann ist mir um ihre Zukunft nicht bange."

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