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Feuer gespuckt und den Arm in die Guillotine gesteckt
Feuer gespuckt und den Arm in die Guillotine gesteckt
07.08.2019 - 00:00 Uhr
Bühl (jure) - Ganz im Zeichen des Mittelalters, der Welt der Ritter und Burgen, stand die "Mini-Freizeit" der Ministranten der Pfarrgemeinden Vimbuch, Weitenung und Moos. Über 45 Ministranten waren als Leiter oder Teilnehmer bei den "Game of Minis" dabei.


Gleich am ersten Tag wurden die Kinder in Rittergruppen eingeteilt und beauftragt, ein Wappen sowie eine Fahne für ihre "Clan" zu kreieren. In den Tagen darauf galt es im und um das Vimbucher Bernhardusheim, Herausforderungen zu bestehen, Rätsel zu lösen und Aufgaben zu meistern. Da mussten die Teilnehmer die eigene Fahne mit Wasserpistolen verteidigen oder bei Suchspielen durch den ganzen Ort Hinweise richtig interpretieren.

Vorbereitet hatten die Spiele und Aktionen die älteren Ministranten, die zusammen mit Gemeindereferentin Katrin Lambser die einwöchige Freizeit vor Ort organisierten. Unterstützt wurden sie dabei von Müttern, die an den Mittagen fürs "Mahl" sorgten. Den Höhepunkt bildete der Donnerstagabend, zu dem die mittelalterliche Musikgruppe "Schnarrensack" eingeladen worden war. Reinhard und Sigi Müller begeisterten die Kinder und ihre Familien mehr als drei Stunden lang mit einem mittelalterlichen Mitmachprogramm und ließen so alte Geschichten lebendig werden. Der Sandsteinbau der Pfarrkirche bildete zusammen mit dem Rasenstück hinter der Kirche eine recht stilechte Kulisse. Vor dieser packten die beiden jede Menge historisch wirkende Gerätschaften und Instrumente aus. Es dauerte nicht lang, da stand das erste Duell an. Zwei Kinder mussten beweisen, dass sie mit viel Puste ihre Pfeile ins Schwarze schießen konnten. Beim Wettmelken waren die Eltern gefordert, aus einem Schaf möglichst viel Milch zu bekommen; während die Leiter bei einem "Trinkspiel" in Knappenkleidung ziemlich viel Geschick beweisen mussten, damit sich das an einem Faden baumelnde Glas in ihrem Mund entleerte.

Garniert wurden die Spielchen mit schelmischem Witz und spitzen Kommentaren von Schnarrensack Reinhard Müller, während seine Frau im Hintergrund theatralische Töne dazu spielte. Als "magisches Gerät" verkaufte er seine kleine Guillotine mit ihren zwei scharfen Messern, die mit einem Schlag Gurken in der Mitte durchhackte. Und natürlich mussten auch die Gäste ihren Mut beweisen und ihre Hand durch die Öffnung schieben.

Ebenso spektakulär waren die Spiele mit dem Feuer, bei dem Müller mit brennenden Stäben jonglierte, über seine Arme strich und regelrechte Feuerbilder malte. Dass sich die Kinder schließlich auch noch selbst als Feuerspucker beweisen konnten, war für viele ein ganz außergewöhnliches Erlebnis, das ihnen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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