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Eine Erfolgsgeschichte des Konditorenhandwerks
19.08.2019 - 08:24 Uhr
Bühl (hes) - Mit Herzblut, aufopferungsvoll und mit Idealismus haben die Bühler Unternehmerpersönlichkeiten Franz und Christel Böckeler im Konditorenhandwerk Erfolgsgeschichte geschrieben. Ausgezeichnete Fachkenntnisse, Tatendrang und unternehmerischer Weitblick waren dabei gute Wegbegleiter. Mehr als drei Jahrzehnte hat das Ehepaar das heutige Familienunternehmen "Böckeler Confiserie und Kaffeehausbetriebe" für nachfolgende Generationen geprägt. Am Wochenende feierte das Paar diamantene Hochzeit.

Ein Dankgottesdienst in der klösterlichen Exerzitienhauskapelle von Maria Hilf eröffnete am Samstag die Dankfeier, musikalisch gestaltet von der Künstlerfamilie Haag und der Jagdhornbläsergruppe Bühl. Ihr Eheversprechen erneuerten die "Diamantjubilare" im Beisein von Tochter Gudrun, den Söhnen Stefan und Gerhard mit Familien sowie im Kreis von sechs Enkelkindern, zwei Urenkeln und dem engeren Verwandten- sowie Freundeskreis. Zelebrant der Eucharistiefeier war Jesuitenpater Alex Lefrank vom Bühler Kloster.

Am 21. April 1959 hatten sich Franz Böckeler, ein Bühler Urgestein und Feuerwehrmann im Löschzug III, und seine Ehefrau Christel, sie entstammt der Bonn-Mondorfer Konditorei Hausmann, in der Pfarrkirche zu Mondorf die Treue fürs Leben versprochen. Zelebrant damals war der ehemalige Bühler Kaplan, Pfarrer Wilhelm Cremer.

In der bayerischen Universitätsstadt Augsburg, im einstmals renommierten Café Drexel, hatten sie sich kennengelernt. Franz Böckeler absolvierte dort seine Ausbildung und Gehilfenjahre als Konditor und war sodann zur beruflichen Weiterbildung im Hotel "Vier Jahreszeiten" (Walterspiel) München als Patissier. Gerade mal ein Jahr verheiratet, erwarb Konditormeister Böckeler anno 1960 das zum Verkauf stehende Gasthaus "Engel" an Bühls scharfem Eck, im Herzen der Stadt. Besitzer war Fridolin Falk. "Nach erfolgtem Umbau, auch als Wohndomizil, erfolgte am 10. Dezember 1960 die Eröffnung von Café mit Konditorei", erinnert sich Franz Böckeler. Bis zu diesem Zeitpunkt führte er mit seinem Vater Franz den elterlichen Konditoren- und Bäckereibetrieb in der Bühler Rheinstraße.

Im Jahr 1993 übergaben Franz und Christel Böckeler ihr Unternehmen an ihren Sohn Stefan. Der Konditormeister hatte seine Fachkenntnisse im elterlichen Betrieb erworben und übernahm diesen mit 20 Mitarbeitern. "Heute sind es 120 Mitarbeiter", freut sich Franz Böckeler über die hervorragende Entwicklung.

Dazu zählt auch die Tatsache, dass die drei Söhne von Petra und Stefan Böckeler ihren Weg ins Konditorenhandwerk gefunden haben und heute im Betrieb mit in der Verantwortung stehen.

Franz Böckeler war neun Jahre lang Vorsitzender der Prüfungskommission der Konditoren-Innung Baden-Baden. Über viele Jahre war er als passionierter Waidmann zugleich Heger und Pfleger der Natur und ist des Weiteren passives Mitglied in zahlreichen Bühler Vereinen geblieben.

"Eine harte, aber schöne Zeit", sagt Franz Böckeler über seine facettenreichen Lebenswegstationen, wobei er stets hervorragende Unterstützung fand durch seine Ehefrau Christel sowie seine Familie, die, so Böckeler, wesentlichen Anteil habe an der Entwicklung des Bühler Unternehmens.

"Unser bisheriges Leben war vom Glück begünstigt. Unser von Herzen kommender Dank gilt im Rückblick allen, die unser Familienunternehmen engagiert unterstützten und hilfreich begleiteten, im Besonderen durch die Familie Eugen Fischer. Unser zentraler Lebenswunsch ist es, noch einige Jahre aus Gottes Hand in bestmöglicher Gesundheit leben zu dürfen", sagt der Ehejubilar.

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