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Festlicher Einzug ins Gotteshaus
Festlicher Einzug ins Gotteshaus
20.08.2019 - 00:00 Uhr
Bühlertal (eh) - Das Wetter war den Festorganisatoren der Obertäler Liebfrauen-Pfarrei hold: Am Wochenende wurde Patrozinium gefeiert, traditionell am Sonntag nach Maria Himmelfahrt. Bei Sonnenschein zogen die Abordnungen der Vereine in Tracht und mit Fahnen, angeführt vom Musikverein, vom Parkplatz zur Kirche. Nach dem Gottesdienst konnte auf dem Brunnenplatz weiter gefeiert werden.


"Es ist eine schöne Tradition, dass die Vereine in Tracht und Uniform am Festgottesdienst teilnehmen. Das zeigt die Verbundenheit mit der Pfarrgemeinde", dankte Pfarrer Sebastian Marcolini, der gemeinsam mit Diakon Alfred Hänecke zelebrierte, für den feierlichen Einzug. Das Gotteshaus und insbesondere der Altarraum waren prächtig mit Blumen geschmückt. Zahlreiche Gottesdienstbesucher hatten Kräuterbüschel und Blumensträuße mitgebracht und vor dem Altarraum abgelegt, um diese segnen zu lassen.

Maria Himmelfahrt sei ein österliches Fest. Es zeige, dass die Gläubigen in Jesus die Fülle und das vollendete Leben finden, so der Pfarrer. Ein Zeichen dieser Fülle und Schönheit seien auch die Blumen und Kräuter. Marcolini stellte den "Lobgesang der Maria" aus dem Lukas-Evangelium in den Mittelpunkt. Er knüpfte daran an, um über die Bedeutung zu sprechen, die Musik und Gesang für den Gottesdienst haben.

Die Orgel der Liebfrauen-Kirche ist mittlerweile 79 Jahre alt. Sie wurde am 18. August 1940 im Rahmen des Patroziniums eingeweiht. Es handle sich um eine Welte-Orgel. Die Freiburger Orgelbaufirma habe nach starken Kriegsschäden in den 50er Jahren Konkurs gemacht. "Wir haben mit dieser Orgel etwas ganz Besonderes, denn es gibt nur noch ganz wenige Welte-Orgeln, die in Betrieb sind", so der Pfarrer. Das Instrument müsse nun grundlegend saniert werden. Die voraussichtlichen Kosten bezifferte er auf zirka 100 000 Euro. Die Verhandlungen mit der Erzdiözese über Zuschüsse seien noch nicht abgeschlossen. Erst dann könne es losgehen. "Wer singt, betet doppelt", zitierte er den Kirchenvater Augustinus.

Über tausende Jahre hätten die Christen ausschließlich mit Gesang Gottesdienst gefeiert. Dies sei in den orthodoxen Ostkirchen auch heute noch so, verwies er auf die Schönheit der gregorianischen Gesänge. Erst in der Barockzeit habe die Orgel ihren Siegeszug angetreten, zunächst bei weltlichen Anlässen, später auch in die Kirchen. Angesichts der hohen Sanierungskosten könne man die Frage stellen, ob man heutzutage noch eine Orgel brauche beziehungsweise ob man sich das leisten könne. Es sei wunderbar, dass Gottesdienste immer wieder auch vom Flötenkreis, von Gitarrenmusik oder Alphörnern ausgestaltet würden. "Es wäre schön, wenn sich noch mehr Menschen mit ihren musikalischen Talenten ins kirchliche Leben einbringen würden. Doch die Orgel ist die Königin der Instrumente. Sie unterstützt beim Gesang", so Marcolini. Ohne Orgel zu sein, sei undenkbar.

Es dürfe aber nicht vergessen werden, dass jeder Mensch mit seiner Stimme ein Instrument habe. Da heutzutage immer seltener in Gemeinschaft gesungen werde, freue er sich besonders über das Wirken des Kirchenchors. "Ich danke allen Chormitgliedern und dem Chorleiter für ihr Engagement und gratuliere zur Zelter-Plakette. Lassen wir uns immer wieder mitreißen vom Lobgesang der Maria", sagte der Pfarrer.

Die Bänke auf dem Brunnenplatz, wo das Patrozinium weiter gefeiert wurde, waren zur Mittagszeit voll besetzt. Der Sängerbund und der Musikverein übernahmen nicht nur die Verköstigung, sondern trugen mit einem offenen Singen und dem Dämmerschoppen-Konzert auch zur Unterhaltung bei.

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