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Neuer Glanz fürs historische Rathaus
20.09.2019 - 00:00 Uhr
Bühl (sre) - Endspurt bei der Ortsverwaltung Neusatz: Derzeit wird an dem denkmalgeschützten Gebäude in der Schwarzwaldstraße 47 an allen Ecken und Enden gearbeitet. Schließlich ist am kommenden Sonntag ein Tag der offenen Tür geplant - und bis dahin ist noch viel zu tun.

Aber auch, wenn an der Fassade noch die Maler zugange sind, die Elektriker Lampen montieren müssen und parallel der Gehweg gepflastert wird: Ortsvorsteher Hans-Wilhelm Juchem ist zuversichtlich, dass der frisch sanierte Altbau am Sonntag präsentabel aussehen wird: Es liege doch in der Natur der Sache, dass alles immer bis zur letzten Minute dauere, meint er mit einem Lächeln. Und die Handwerker hätten bereits angekündigt, auch am Samstag zu arbeiten.

Drinnen in den neuen Räumen der Ortsverwaltung sieht es denn auch schon sehr viel aufgeräumter aus. Petra Häringer hat ihr Büro, in dem sie bald die Bürger empfangen wird, fast fertig eingerichtet und freut sich sichtlich über den schönen Arbeitsplatz in dem hellen, modern eingerichteten Raum im Erdgeschoss. Auch das dahinterliegende Büro des Ortsvorstehers ist schon möbliert - nur die Telefone funktionieren noch nicht.

Für den Publikumsverkehr bleibt die Ortsverwaltung in dieser Woche geschlossen, diese Zeit ist für den Umzug aus der provisorischen Residenz in einem Raum des stadtgeschichtlichen Instituts eingeplant. Dort habe sie nun eineinhalb Jahre lang "Asyl" bekommen, erinnert sich Häringer schmunzelnd. Die meisten Akten waren in Bühl eingelagert, im Institut teilten sich Häringer und Juchem beziehungsweise dessen Amtsvorgänger Wolfgang Bohnert zu zweit einen Computer. "Es war total beengt", fasst der neue Ortsvorsteher, der seit August im Amt ist, zusammen.

Nun ist man zurückgekehrt an den historischen Standort. Erbaut wurde das Gebäude in den Jahren 1836 bis 1844. Es diente zunächst als Schulhaus, bevor es zum Rathaus wurde. 1,8 Millionen Euro hat die Sanierung laut Gereon Zimmer, Sachgebietsleiter Hochbau, gekostet. Auch statisch sei einiges nachgerüstet worden.

In dem Bereich im Erdgeschoss, in dem früher die Niesatzer Hurzle ihren Vereinsraum hatten, ist nun die Ortsverwaltung untergebracht, die vorher im ersten Obergeschoss residierte. Die Mitglieder des Fastnachtsvereins "sind derzeit noch die Leidtragenden", sagt Juchem bedauernd. Sie sollen künftig den Raum der Kernzeitbetreuung im alten Schulhaus hinter dem Rathaus-Gebäude für Proben mitnutzen dürfen. Über eine geeignete Möblierung werde in der kommenden Woche gesprochen, kündigte Juchem eine baldige Lösung des Raumproblems an.

In den oberen Stockwerken des Rathauses sind fünf lichtdurchflutete, barrierefreie Wohnungen mit zum Teil wunderbarer Aussicht entstanden, für zwei davon haben sich bereits Mieter gefunden. Die noch freien Apartments können Interessierte am Sonntag beim Tag der offenen Tür ebenfalls anschauen. Komplett fertig werde man bis dahin aber nicht sein, dämpft Sachgebietsleiter Zimmer die Erwartungen: So sei etwa die Grundreinigung des Gebäudes erst in der kommenden Woche terminiert. Und auch das Wappen über dem Eingang wird erst später von einer Fachfirma wieder hergerichtet.

Von 13 bis 15 Uhr ist das Haus am Sonntag geöffnet. Und es ist an dem Tag noch mehr geboten in Neusatz: Ab 15 Uhr lädt der Heimatverein zu seinem Backhausfest beim Backhaus ein. Ab 16 Uhr besteht die Möglichkeit, an einer Weinwanderung entlang des Weinlehrpfads im Ralschbachtal teilzunehmen. Winzer Gerhard Veith führt die Teilnehmer durch die Reben, wobei verschiedenste Weine zur Verkostung ausgeschenkt werden.

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