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Zu Jahresbeginn wieder eine Reform
Zu Jahresbeginn wieder eine Reform
25.09.2019 - 00:00 Uhr
Ottersweier (jo) - Bis Bäume hiebsreif werden, verstreichen viele Jahrzehnte des Wachstums. In der Forstwirtschaft sind deshalb Kontinuität und Beständigkeit gefordert. Der Forstverwaltung indes hat die Landespolitik nach 1998 und 2005 erneut eine Reform verordnet. Zum 1. Januar 2020. Die Auswirkungen für die waldbesitzende Gemeinde Ottersweier werden sich voraussichtlich aber in Grenzen halten, vorausgesetzt der Gemeinderat stimmt dem Vorschlag des Landratsamts Rastatt zur Neuorganisation erwartungsgemäß zu.

Der 55-jährige Forstdirektor Clemens Erbacher steht bereit, mit Jahresbeginn den Posten des langjährigen Bühler Bezirksleiters Kay Karius zu übernehmen, der Ende dieses Monats in Ruhestand geht. Die "Südschiene" des Kreisforstamts betreut neben Staats- und Privatwald insbesondere die Gemeindewälder von Bühl, Bühlertal, Ottersweier, Sinzheim, Lichtenau, Rheinmünster und Hügelsheim. Mit der Reform käme Iffezheim hinzu. Die Bewirtschaftung von Staatswald entfällt künftig - die Trennung ist Ziel der Reform, die auf Betreiben des Bundeskartellamts erfolgt.

Die Staatswaldflächen werden in eine Anstalt des öffentlichen Rechts überführt, informierte Kreisforstamtsleiter Thomas Nissen im Rahmen der Waldbegehung. Der Landkreis Rastatt sei weiterhin auf ganzer Fläche für alle hoheitlichen Aufgaben im Wald sowie für die Beratung und Betreuung der Kommunal- und Privatwaldbesitzer zuständig. Die Leistungen für Kommunen seien: Revierdienst, Wirtschaftsverwaltung und Holzverkauf. Kurze Wege und eine enge Kooperation mit den Gemeinden seien sichergestellt. "So schaffen wir stabile Verhältnisse", sagte Nissen. Ab 2020 werde das Amt zudem auch Aufgaben der unteren Jagdbehörde wahrnehmen.

Die Revierleitung vor Ort hat weiterhin Klaus Vollmer inne, der seit 2001 mit heute vier Waldarbeitern die Gemeindewälder von Ottersweier und Bühlertal betreut.

Das Forstreformgesetz führt allerdings zu einer Erhöhung der Entgelte, die die Forstbehörde für ihre Dienstleistungen in Rechnung stellt. Nissen kündigte an: "In der Summe ist dies für Ottersweier aber nicht so dramatisch." Er taxierte die Mehrkosten für 2020 auf rund 7 000 Euro. Zum Vergleich: In diesem Jahr überweist der Kämmerer rund 27 000 Euro als Kostenersatz nach Rastatt.

Bürgermeister Jürgen Pfetzer nutzte die Gelegenheit, Kay Karius zu verabschieden und Klaus Vollmer zu danken. Gemeinde und Forstamt hätten 25 Jahre "toll" zusammengearbeitet: "Wir fühlen uns profund betreut." Die offizielle Verabschiedung von Karius aus dem Berufsleben erfolgt am kommenden Montag in Bühl.

Sein Nachfolger Clemens Erbacher (55), ebenfalls Forstdirektor, war zu Jahresbeginn 2018 von Freudenstadt in den Landkreis gewechselt, um die Leitung des Forstbezirks Rastatt zu übernehmen. Diesen Bezirk übernimmt nun Thomas Nissen selbst. Damit wird eine Stelle im höheren Dienst eingespart.

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