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Bewegende Schicksale lassen nicht kalt
Bewegende Schicksale lassen nicht kalt
05.10.2019 - 00:00 Uhr
Bühl (red) - Derzeit macht die Wanderausstellung "Was würde ich tun?", die Porträts von Geflüchteten zeigt, Station im Windeck-Gymnasium in Bühl. Das dortige Team von "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" organisierte mit Lehrerin Barbara Becker den Ausstellungsort und gestaltete die Vernissage.

Bei der Ausstellung handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt der Servicestelle Interkulturelle Begegnung des DRK-Kreisverbands Bühl/ Achern, der Integrationsstelle der Stadt Bühl und des Vereins Junge Flüchtlinge Rastatt.

"Natürlich habe ich mir ein Grußwort aufgeschrieben, aber ich möchte euch jetzt lieber etwas erzählen": Bürgermeister Wolfgang Jokerst legte bei der Vernissage seinen vorbereiteten Text beiseite und berichtete ganz persönlich: von der geflüchteten Familie, zu der er zusammen mit seiner Frau in Kontakt steht - von deren Alltagsproblemen beim Umgang mit Behörden, Krankenkasse und dem täglichen Leben in einem fremden Land. Ganz bewusst hatte Jokerst die reine Organisationsebene verlassen, um direkte menschliche Unterstützung anzubieten und zu lernen, wie sich "Bühl von unten" anfühlt.

Ute Kretschmer-Risché, die zusammen mit Jugendlichen der Online-Zeitschrift "Ravolution" die Interviews geführt hatte, nahm die Schüler mit auf die Reise eines Mädchens, das aus einer verzweifelten Situation flüchtete und einen ungeheuerlichen Weg von Afghanistan bis nach Baden hinter sich brachte. Die Vernissage konnte nicht kalt lassen: "Selten war die große Pausenhalle der Schule so voll und so still", schreibt die Schule.

Ahmad Zyab kam allein aus Syrien und berichtete nun von seiner bestandenen Ausbildung und seiner Arbeit in einem Betrieb in Ottersweier: "Ich habe noch ein bisschen Zeit, heute habe ich Nachtschicht!" Gern nahm er die Einladung zum Kaffee in der Biosammlung und zu einem Besuch im Unterricht danach an.

Mutasem Khaled kam mit seinen beiden Töchtern nach Deutschland. Er arbeitet seit September beim Fahrdienst des Roten Kreuzes in Bühl, die Mädchen gehen auf die Aloys-Schreiber-Schule. "Dort ist nun eine Tanzaufführung, da muss ich jetzt schnell hin", entschuldigte sich der verantwortungsbewusste Vater und stieß auf großes Verständnis.

17 Geflüchtete, 17 Schicksale - zehn Banner spiegeln in der Ausstellung ihre Geschichten wider. Eleni, Nikte, Jette und Lara vom "Courageteam" und "Windeck Weltoffen" um Lehrerin Jenni Blessing bezogen klar Position: "Jede Form von Gewalt, Rassismus und Ausgrenzung hat bei uns keinen Platz, denn wir haben Courage." Die Ausstellung ist noch bis Samstag, 12. Oktober, zwischen 8 Uhr und 17 Uhr für Interessierte zugänglich.

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