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Solarstrom-Gewinnung neben der Autobahn
Solarstrom-Gewinnung neben der Autobahn
09.10.2019 - 00:00 Uhr
Ottersweier (mig) - "Die Gemeinde Ottersweier tut etwas für den Klimaschutz." Positiv bewertete Planerin Petra Schippalies aus Karlsbad das Vorhaben, an der A 5 bei Unzhurst eine Freiflächen-Photovoltaik-Anlage zu bauen. Sie stellte dem Gemeinderat am Montag den Vorentwurf eines Bebauungsplanes dafür vor. Es soll jetzt mit Behörden und den Nachbargemeinden abgestimmt werden. Auch die Öffentlichkeit kann sich frühzeitig an dem Verfahren beteiligen.

Es gibt im Gemeinderat mittlerweile keinen Widerstand mehr gegen das Vorhaben, an der Autobahn rund 780 000 Kilowattstunden Solarstrom pro Jahr zu erzeugen. Alle Räte stimmten dem Vorentwurf zu. Die CDU-Fraktion sieht die Lärmproblematik entkräftet und begrüßt, dass man sich bei der überplanten Fläche beschränke, trug Tobias Wald (CDU) vor.

Zuvor hatte Herbert Hellmann von der mit der Ausschreibung beauftragten Firma RenExpert GmbH aus Haldenwang auf Nachfrage bestätigt, dass der Autobahnlärm durch die PV-Anlage eher in den Himmel gestreut werde als sich in Richtung Unzhurst zu verstärken. Er erläuterte ausführlich alle Punkte, die bei der Umsetzung technisch und wirtschaftlich zu berücksichtigen sind. Der Tagesordnungspunkt nahm deshalb mit knapp einer Stunde den größten Teil der öffentlichen Sitzung ein.

2 500 Solarmodule sollen auf einbeinigen Ständern aufgebaut werden, die in den Boden gerammt werden. Die Fläche dafür wurde auf unter einen Hektar gedrückt, weil der Regionalverband nur bis zu dieser Grenze bereit ist, der Errichtung innerhalb eines regionalen Grünzugs zuzustimmen. Rundum muss ein Zaun errichtet werden, der Kleintieren erlaubt, das Gelände weiter zu nutzen. Für die Beweidung der unter den Modulen weiterhin grünen Fläche hat Bürgermeister Jürgen Pfetzer bereits einen Schäfer angefragt.

Bezüglich der nötigen Umweltprüfung erwartet Planerin Schippalies "keine Probleme." Der Boden werde nicht versiegelt und die Anlage werde CO 2 -neutral arbeiten. Flächen an Autobahnen seien klassisch für die Solarstrom-Gewinnung. Das Grundstück an der Acherner Straße sei wegen früherer Nutzungen als Bauhof von Unzhurst und als Lagerfläche für Material zum Autobahnbau hoch verdichtet. "Es ist eine für die Landwirtschaft minderwertige Fläche", bekräftigte Pfetzer. Er hoffe, dass die erforderlichen Verfahren zügig vorankommen. Die Freien Wähler freuen sich schon auf die "Solarschafe", die hier grasen sollen.

Sauer aufgestoßen ist Linus Maier (CDU) eine persönliche Stellungnahme von Nico Paulus (Bündnis 90/Die Grünen) zum Thema Photovoltaik auf Dächern öffentlicher Gebäude, die er Anfang. Oktober in den sozialen Medien veröffentlichte. Politische Diskussionen sollten nicht ins Internet verlegt werden, kritisierte Maier unter dem Punkt "Anfragen der Gemeinderäte". Bürgermeister Pfetzer ließ keine Diskussion darüber zu, rief aber wie Maier dazu auf, sachlich zu arbeiten und am Ratstisch zu diskutieren. Paulus hatte "mutige Schritte" zur konsequenten Nutzung von kommunalen Dächern für die Gewinnung von Solarenergie vermisst. Die Gelegenheit sei bei der Entscheidung für eine Sanierung des Daches auf dem Kindergarten St. Christophorus in Unzhurst Ende September verpasst worden. Dass man der Abstimmung darüber "fast zwanghaft" aus dem Weg gehen wollte, sei unzutreffend, so Maier. Paulus habe in seiner nachträglichen Stellungnahme falsche Aussagen getroffen und Tatsachen verdreht.

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