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Bloß keine "Briefkastenfirmen"
Bloß keine 'Briefkastenfirmen'
02.11.2019 - 00:00 Uhr
Von Sarah Reith

Bühl - Im Gründerzentrum im Froschbächle läuft es rund: Alle Büros des Bühler Innovations- und Technologie-Start-ups (BITS) sind belegt, ein neues Geschäftsmodell soll weitere Vorteile für die Gründer und zusätzliche Einnahmen bringen. Kein Wunder, dass der ehrenamtliche Geschäftsführer Jürgen Braun im Gemeinderat fraktionsübergreifend Lob erntete.

Zehn Firmen seien im Gründerzentrum derzeit angesiedelt, berichtete Braun in der jüngsten Sitzung des Gremiums. Zwei von ihnen planten eine Erweiterung im personellen Bereich. Zudem sei im BITS am 14. November eine weitere Vernissage geplant: Bis Ende Februar soll die dann startende Ausstellung von Werken der freischaffenden Malerin Ilona Zirtzow gezeigt werden.

Auch ein neues Angebot soll es geben. Bisher habe man im Gründerzentrum entweder nur Beratung bekommen oder zusätzlich Büroräume anmieten können, führte Braun aus. Nun gebe es als neue Variante die Möglichkeit, im Haus keine Büros, dafür aber die Nutzung des Konferenzraums plus Adresse zu erhalten. Denn manche Gründer arbeiteten von zuhause, hätten aber gern eine offizielle Geschäftsadresse. Zudem könne so die Auslastung des Konferenzraums gesteigert werden - und man generiere Einnahmen. Nach derzeitigem Stand könne man als ersten Nutzer dieses Angebots wohl einen Patentanwalt aufnehmen, was auch für die Beratung der Gründer interessant sei.

Ein Patentanwalt vor Ort werde von den Gründern sicher begrüßt, zeigte sich Karl Ehinger (Freie Wähler) überzeugt. Auch Peter Hirn (SPD) fand lobende Worte für das neue Geschäftsmodell. Dem schloss sich Lutz Jäckel (FDP) an. Man müsse aber aufpassen, dass in Bezug auf die "Briefkastenfirmen" im BITS nicht in Bühl zweite Caymaninseln entstünden, gab er zu bedenken. Bei dem Modell entspreche alles den deutschen Steuergesetzen, versicherte Braun.

Johannes van Daalen (CDU) fragte in Anbetracht der Vollauslastung, ob nicht die Firma Bosch, die im BITS noch Büros angemietet hat, diesen Platz für weitere Gründer freimachen könne. Man sei in dieser Sache bereits in Gesprächen, erläuterte Braun: Denkbar sei, dass das Großunternehmen ab Anfang nächsten Jahre vielleicht nur noch den Seminarraum nutze. Dann könnten auch den Gründerfirmen im Haus Erweiterungsmöglichkeiten geboten werden.

Im Wirtschaftsplan für 2020 ist ein Jahresfehlbetrag in Höhe von rund 84 000 Euro vorgesehen. Dieses Minus soll die Stadt Bühl als Gesellschafterin schultern, was der Gemeinderat gemeinsam mit der Finanzplanung für die Einrichtung durchwinkte. Man werde wohl noch unter diesem Ansatz liegen, stellte Braun in Aussicht - sofern nicht beispielsweise bei der Gebäude-Instandhaltung überraschend Kosten entstünden.

Das Projekt Heidelberger Hütte liegt weiter auf Eis. Wie berichtet, soll die Hütte in der Nähe der Sand-Kapelle, die das BITS im vergangenen Jahr erworben hatte, zu einem Tagungs- und Seminarzentrum umgebaut werden. Diese Pläne wurden angesichts der städtischen Haushaltslage aber zurückgestellt. Im kommenden Jahr sind immerhin 10 000 Euro für Planungstätigkeiten vorgesehen. Dies sei aber "als Platzhalter" zu sehen, machte Braun deutlich. Man werde in die Planungen nur einsteigen, wenn sich bei den städtischen Finanzen eine Trendwende abzeichne, also in absehbarer Zeit auch tatsächlich eine Umsetzung möglich sei. Gleiches gelte für die 2021 eingeplante Summe von 250 000 Euro, die nur im Falle einer besseren Haushaltslage für den Umbau abgerufen würde.

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