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Glänzendes Kaleidoskop der Blasmusik im Bürgerhaus
Glänzendes Kaleidoskop der Blasmusik im Bürgerhaus
05.11.2019 - 00:00 Uhr
Bühl (iru) - Ein glänzendes Kaleidoskop der heimischen Blasmusik boten die Musikvereine aus Weitenung und Sinzheim sowie das Jugendorchester beim Jahreskonzert des Blasmusikbezirks Yburg-Windeck im Bürgerhaus. Die drei Kapellen aus der Region überzeugten bei der musikalischen Leistungsschau vor mehr als 500 Besuchern mit anspruchsvollen Interpretationen auf gehobenem Niveau.

Seit Jahrzehnten bietet der Höhepunkt im Veranstaltungskalender des Blasmusikbezirks den Vereinen ein willkommenes Forum, sich einem fachkundigen Publikum zu präsentieren. Von Marion Simeth stilvoll moderiert, war das Bezirkskonzert geprägt von sinfonischen Kompositionen. Das Konzertmotto "Licht und Schatten" war keinesfalls Ausdruck unterschiedlicher Leistungsstärken der teilnehmenden Orchester, sondern unterstrich die immense Spanne und Klangvielfalt, mit der die nahezu 200 Akteure bei ihren Zuhörern punkteten.

Standesgemäß eröffneten fanfarenartige Klänge der "Atlantic Ouvertüre" aus den Blechblasinstrumenten der Weitenunger Musiker das Konzert. Das Werk bestach durch gegensätzliche Klangwelten und -Räume, die Peter Minet und sein Orchester dynamisch und akzentuiert interpretierten. Zu einer klangfarbenreichen Reise in die Bergwelt entführten die 45 Akteure aus dem Bühler Stadtteil bei "Queen of the Dolomites". Nach dem majestätischen Eingangsthema spiegelten lyrische Tonfolgen das mächtige Bergpanorama wider, bevor das lebhafte "Holz" ein quirliges Zwischenspiel einläutete. Beim Finale dominierten prächtige Akkorde des tiefen Blechs, wobei insbesondere die Tenöre um Registerführer Jürgen Hertweck auftrumpften. Musikalische "Trümpfe" aus den 1980er-Jahren gab es dann mit dem Medley "80er Kult(tour)".

Von einer beeindruckenden dynamischen Vielfalt war der Einstieg der Sinzheimer Musikanten geprägt. Beim Konzertmarsch "Mars de Medici" bestach das Ensemble mit fein abgestimmten Nuancen der Tonstärke. Der musikalische Leiter Simon Huck legte viel Wert auf exaktes Spiel, bei einer Orchesterbesetzung mit nahezu 60 Aktiven keine leichte Aufgabe. Auch wenn die folgende Komposition "Ferne Weite - ein Landschaftsbild" wegen ihrer als recht gleichförmig wahrgenommenen Charakteristik nicht alle Zuhörer emotional erreichte, gab es über die Qualität der Interpretation keine zwei Meinungen. Wesentlich besser kam Freddy Mercurys Rock-Meisterwerk "Bohemian Rhapsody" an. Paul Schmälzle und Alex Ziola würzten das Stück mit E-Bass- und Klavierklängen.

Es war eng im Bürgerhaus - und das nicht nur auf den Zuhörerrängen, sondern nach der Pause auch auf der Bühne, wo sich exakt 100 Jugendliche des Jugendorchesters die ansonsten ausreichend bemessene Aufführungsfläche teilten. Bei seinem Auftritt unterstrich das aus nahezu allen 19 Mitgliedsvereinen des Bezirks bestehende Nachwuchsensemble seinen hohen blasmusikalischen Anspruch. Monika Gutmann, die seit 21 Jahren das Orchester leitet, weiß natürlich um das Potenzial ihrer Schützlinge. Der melodische Ideenreichtum in der von Gerhard Baumann arrangierten Ouvertüre "Pique Dame" entfaltete sich in beeindruckender Klangfülle. Ein wahres Klanggemälde, das auch gehobene Ansprüche bediente. Nach der Ballade "We're alone" avancierte die Erstaufführung des Medleys "Toto in concert" zum musikalischen Höhepunkt des Abends. Wer genau hinhörte, erkannte schnell, dass einige Takte und Figuren bei Songs wie "Childs anthem", "Africa", "I will remember" und "Rosanna" viel an Probenarbeit erfordert hatten. Sauber ausgespielte Triolen, von zurückhaltendem Holz flankierte, fein agierende Tenöre, dynamisch vorgetragene Literatur-Raffinessen und ein prägendes Schlagzeug-Shuffle würzten die von Thomas Asanger toll arrangierte Komposition.

Das traditionelle Finale mit dem Marcha de Libertad und Tobias Schultheiß und Julian Moser als Tenorhorn-Flügelhorn-Duett war stimmungsvoller Abschluss des überzeugenden Jahreskonzerts.

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