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Wahl des "Rundum-Sorglos-Pakets"
Wahl des 'Rundum-Sorglos-Pakets'
06.11.2019 - 00:00 Uhr
Ottersweier (mig) - Schlechte Nachrichten brachte der neue Forstbezirksleiter Clemens Erbacher dem Ottersweierer Gemeinderat am Montag. Der Gemeindewald wird 2020 nichts einbringen, im Gegenteil rund 99 000 Euro kosten. Für 2019 hatte man bereits mit einen Zuschussbedarf von 51 000 Euro gerechnet, der auf mindestens 76 000 Euro steigen wird.

Die Räte nahmen es gelassen. "Der Wald ist nicht nur in Euro zu messen", sagte Linus Maier (CDU) und nannte auch seinen Nutzen für das Klima und die Naherholung. "Der Wald ist mehr", betonte auch Dieter Kohler (FWG). Unter den derzeitigen Bedingungen mit Eschensterben, Schneebruchschäden, Borkenkäferbefall und schlechten Holzpreisen sei deutschlandweit kein Gewinn mit dem Wald zu erzielen.

"Wir hoffen, dass es 2020 genug Regen und weniger Schädlingsbefall gibt", merkte Herta Finkbeiner-Schilling (SPD) an. Mehrfach gelobt wurde die gute Arbeit von Revierleiter Klaus Vollmer. Er glänze wie "ein Diamant" mit Fachkompetenz, guter Vernetzung mit der Jägerschaft, einer effektiven Kooperation mit der Gemeinde Bühlertal und Ideen für die Walderlebnisstation. Dieses Lob gebe er an die Waldarbeiter weiter, erklärte Vollmer bescheiden.

Das Ergebnis 2020 soll rechnerisch aufgewertet werden, indem man Ökopunkte in Euro umrechnet. Für den Umbau des Waldes auf dem Hardkopf und eine weitere Ökopunktemaßnahme im Bereich Baun bei Zell werden der Gemeinde Ökopunkte im Wert von 31 000 Euro gut geschrieben. Deshalb gibt sie das voraussichtliche Defizit der Waldbewirtschaftung im Jahr 2020 mit 68 000 Euro statt 99 000 Euro an.

Wenig ändert sich durch die Forstreform des Landes für Ottersweier. Anlaufstelle bleibt die Bezirksleitung in Bühl und vor Ort ist weiter Forstrevierleiter Klaus Vollmer zuständig. Für diese Dienstleistung muss die Gemeinde allerdings künftig rund 7 000 Euro pro Jahr mehr bezahlen. Bürgermeister Jürgen Pfetzer sprach von "kleinen Mehrkosten". Die Alternative wäre die Einstellung eines eigenen Gemeindeförsters. Einstimmig sprach sich der Gemeinderat für die weitere Inanspruchnahme der Dienstleistungen des Landkreises Rastatt im Forst aus. Der Bürgermeister wurde ermächtigt, dafür die Verträge für zunächst fünf Jahre zu schließen.

Dass sich die Beträge nach 20 Jahren nun ändern, sei selbstverständlich, kommentierte Kohler. Maier sieht Ottersweier in dieser Sache in einer "glücklichen Lage", und Finkbeiner-Schilling sprach sich ebenfalls klar für die Nutzung dieses "Rundum-Sorglos-Pakets" aus.

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