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Pionierarbeit in der Witstung
Pionierarbeit in der Witstung
07.11.2019 - 00:00 Uhr
Bühl (red) - Es ist ein kleines, unscheinbares Stationsgebäude, das in der Witstung bei Weitenung direkt neben der Autobahn steht. Doch was sich darin befindet, ist den Bühler Stadtwerken zufolge bundesweit einzigartig: ein aus zwei unterschiedlichen Batterietypen bestehender Energiespeicher mit einer Gesamtkapazität von 100 Kilowattstunden sowie die dazugehörende Steuerungstechnik.

Diese Anlage speichert den in der Witstung privat erzeugten Strom und leitet ihn bei Bedarf direkt wieder an die Haushalte des Weilers zurück. Wie dies in der täglichen Praxis im Realbetrieb funktioniert, wie ein sich auf die wechselnden Belastungen autark anpassendes und selbst steuerndes Netz-System arbeitet und wie sich die beiden unterschiedlichen Batterietypen darin einfügen - all dies wurde mehr als ein Jahr lang im Rahmen eines bundesweiten Forschungsprojekts namens "Hybrid Optimal " getestet. Die ersten Ergebnisse wurden nun den Witstunger Bürgern bei den Stadtwerken vorgestellt.

"Das Projekt ist erfolgreich verlaufen und hat uns wichtige Erkenntnisse darüber geliefert, wie die Batterien untereinander korrespondieren und wie die Netze dazulernen", betonte Stadtwerke-Geschäftsführer Rüdiger Höche. Sein Geschäftsführer-Kollege Reiner Liebich dankte den Bürgern in der Witstung. Die Akzeptanz für das Projekt und das Interesse an der Technik seien groß.

Im Jahr 2015 wurde das vom Land Baden-Württemberg geförderte Projekt gestartet, das unter Federführung der Stadtwerke Bühl gemeinsam mit dem KIT in Karlsruhe, dem Batteriespezialisten Schmid Energy Systems in Freudenstadt und der Georg-August-Universität Göttingen durchgeführt wird.

Höche machte deutlich, dass mit "Hybrid Optimal" das Zusammenspiel zwischen Verbrauchern, Erzeugern erneuerbarer Energien, Speichersystem, intelligenter Steuerungstechnik sowie bestehende Netzen getestet wurde. "Ein wichtiges Ergebnis für uns ist, dass der lokale Speicher unser bestehendes Niederspannungsnetz in diesem Abschnitt stark entlastet hat und die durch die Einspeisung des privat erzeugten Solarstroms starken Schwankungen ausgeglichen hat." Außerdem zeigte sich Höche sehr zufrieden, was die Stabilität der Anlage betrifft.

Schwieriger als angenommen war das Zusammenspiel der beiden Batterietypen - zum einen Ionen-Lithium und zum anderen eine Flüssigbatterie. "Die Kommunikation, also der Datenverkehr zwischen den Batterien über die Steuerungstechnik, ist nicht so stabil gelaufen, wie wir es uns erhofft hatten", berichtet der zuständige Stadtwerke-Mitarbeiter Michael Armbruster. Daran werde nun weitergearbeitet.

Das KIT bewertet das Projekt positiv: Forschende des Instituts haben "Hybrid Optimal" begleitet und die intelligente Energiezelle im Realbetrieb untersucht. "Das Projekt hat es uns ermöglicht, unsere Entwicklungen in der Praxis zu erproben", sagte Dr. Michael Suriyah vom Institut für Elektroenergiesysteme und Hochspannungstechnik des KIT.

Und wie geht es in der Witstung weiter? Die Anlage wird in Betrieb bleiben und weiter wichtige Daten für eine zeitgemäße Energieversorgung liefern. Die Steuerung wird aufgrund der gewonnen Erkenntnisse angepasst.

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