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Mit Charme statt erhobenem Zeigefinger
Mit Charme statt erhobenem Zeigefinger
07.11.2019 - 00:00 Uhr
Von Nadine Fissl

Bühl - Vor Schulen, Kindergärten und anderen stark frequentierten Bereichen: Gehwegparken erhöht das Unfallrisiko und gefährdet andere Verkehrsteilnehmer. Die Kommunen Bühl, Bühlertal, Ottersweier und Lichtenau haben sich deshalb zusammengeschlossen, um dem Problem heute mit einem Aktionstag entgegenzuwirken.

"Gehwegparken ist kein Kavaliersdelikt", betont Jürgen Pfetzer, Bürgermeister von Ottersweier und Initiator der Aktion, nachdrücklich. Mit Aussagen wie, dass "nur ganz kurz" geparkt werde, soll das Fehlverhalten immer wieder entschuldigt werden. Dabei handle es sich oft um Eltern, deren Kinder die Thematik auf dem Schulweg ebenfalls betrifft. Nach Beobachtungen des Ordnungsamts wurden in Bühl und Ottersweier 2018 allein 1253 Verwarnungen wegen Gehwegparken ausgesprochen. Die Dunkelziffer liegt, meint Oberbürgermeister Hubert Schnurr jedoch höher.

Insbesondere Eltern mit Kinderwagen, Menschen mit Handicap, Radfahrer und Senioren haben durch Falschparker immer wieder Schwierigkeiten, sich auf den Bürgersteigen problemlos zu bewegen. "Häufig wird die Sicherheit der schwächsten Verkehrsteilnehmenden gefährdet", macht Schnurr deutlich. Pfetzer ergänzt, dass wohl "Gedankenlosigkeit die häufigste Ursache" sei. Aus diesem Grund wolle man "aktiv werden, um ein Bewusstsein zu schaffen".

Heute und kommenden Montag wird es in besagten Kommunen verstärkt Kontrollen in Bereichen von Schulen, Kindergärten und anderen innerörtlichen Schneidepunkten geben. Allerdings werden statt Strafzettel beidseitig bedruckte Flyer verteilt. Auf diesen wird gezeigt, wie geparkt werden darf - und wie nicht. Kindergärten, Schulen und Seniorengruppen beteiligen sich an der Aktion und werden die Zettel in den jeweiligen Orten verteilen. "Mit Charme statt erhobenem Zeigefinger", meint der Bühler Bürgermeister Wolfgang Jokerst; sozusagen "das Zuckerbrot vor der Peitsche", die folgt, wenn sich nach dem Aktionstag keine Besserung einstellt.

Mit der Einbeziehung von Kindern will Christian Greilach, Bürgermeister von Lichtenau, das Bewusstsein der Eltern schärfen und "ein stärkeres Signal nach außen" senden .

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